Wednesday, January 24, 2007

Mittwochsgruss

Ich breche in diesen Minuten die Regeln... ich muesste naemlich (rein theoretisch) jetzt in der schulweiten Messe und nicht hier am Computer sitzen. Uups. Ganz ehrlich habe ich heute aber keine Freistunde und abgesehen davon auch keine wirkliche Lust, eine Stunde lang in der Messe zu sitzen, wenn ich nicht katholisch bin und tausend andere Dinge zu tun habe. Dazu kommt, dass ich langsam dreist werde, da ich ein klein wenig hoffedenke, naechstes Jahr nicht mehr an der Schule zu sein (wollen sie mich jetzt also fuers Messe-Schwaenzen feuern!?) ...und ich glaube ich kann mir seit gestern mal wieder etwas mehr Freiraum schaffen. Die Leistungskurse muessen sich hier einer Revision unterziehen, damit sie offiziell das Logo Leistungskurs (hierzulange "AP" fuer advanced placement) tragen duerfen. Die Schule muss sich quasi qualifizieren, an der Pruefung am Jahresende teilzunehmen, denn fuer die gibt es ja unter Umstaenden fuer die kiddies Scheine fuer's erste Semester an der Uni. Jedenfalls...und das ist jetzt wirklich nicht zum Angeben...stellt sich gestern heraus, dass mein Kurs soweit der einzige ist, der aufgrund der eingeschickten Unterlagen genehmigt wurde. Wir haben 18 dieser Kurse an der Schule und auch wenn noch nicht alle ihre Unterlagen eingesendet haben, bin ich die erste, die gruenes Licht bekommen hat. Freut mich natuerlich, ohne Frage (vor allem, da es mir beim Chef, der Psychologie natuerlich fuer voelligen Quatsch haelt, wieder Punkte bringt, da es fuer seine Schule ja gut aussieht solche kleinen Erfolge zu erzielen). Andererseits werde ich bei dem Vergleich mit so vielen erfahrenen Lehrern in Mathe, Geschichte, Englisch und Bio das Gefuehl nicht los, dass Psychologie etwas anders bewertet wird. Ein bisschen nach dem Motto "Ja, komm, ist Psychologie...wieviel kann man da schon falsch machen!?". Aber wer weiss. Es sind Uniprofessoren, die sich das Material angucken und dann entscheiden, ob es 'was taugt. Fuer eine Einfuehrung in die Materie reicht es vielleicht. Und vielleicht ist es der eigene Ehrgeiz und der Wille, Psychologie als ebenbuertiges "schweres Fach" zu sehen, der mich kitzelt?

Sonst gibt's nicht wahnsinnig viele Neuigkeiten. Hatte letztes Wochenende einen kleinen Kulturschock. Unsere Nachbarn (unten drunter, unser Alter, aber seit NEUN Jahren verheiratet) haben sich jetzt ein haus gekauft (nicht soooo ungewoehnlich fuer Amis, da Haeuser sehr viel billiger und Mieten sehr viel teurer sind als zu Hause...und da die Amis Haeuser kaufen und verkaufen wie wir unsere Autos). Gut und schoen. Dann fingen die anderen Nachbarn, mit denen wir haeufig zu sechst etwas unternommen haben auch an damit. Und ohne Mist kaufen die jetzt natuerlich auch ein Haus. Von heute auf morgen. Haben sich am Freitag die ersten exemplare angeguckt und nun ist der Vertrag schon fertig. Mich hat das echt ueberwaeltigt. Wie schnell es ging, wie gezwungen mir das alles vorkam und ich habe mich echt schon beim Zugucken richtig eingeengt gefuehlt. Ick wees nich... So'n Haus ist echt Verantwortung und wenn dann das Wasser nicht laeuft, sitzt man selbst dran oder bezahlt den Monteur aus eigener Tasche. Plus alle moeglichen Versicherungen und Steuern und haste-nicht-gesehen. Vielleicht kommt die Ruhe zu solchen Entscheidungen ja mit mehr Wohlstand, aber ich habe sie noch nicht (vom Wohlstand mal ganz abgesehen) ;-)

Zur Lage der Nation muss ich ja nichts mehr dagen...ihr habt sicher alle von der Rede des Superpraesidenten gehoert. Da sitzt wirklich die ganze Nation um 20 Uhr vor dem Fernseher und guckt sich das an! Ich habe eine Klassenabreit zusammengestellt und bin nebenbei vom Hocker gerutscht, als der gute Herr Bush was von Krankenversicherung und Klimawandel und Sprit sparen erzaehlt hat. Das Gefasel von mehr Soldaten im Irak, damit "wir auch bloss nicht verlieren" hat das verzerrte Bild dann wieder gerade gerueckt... es ist also alles beim Alten in good old USA. ;-)

Jetzt werd' ich mal wieder an die Arbeit. Aufpassen, dass die lieben Kleinen nicht schummeln ;-)

Auf bald...

Sunday, January 14, 2007

Langes Wochenende

Eine kurze zusammenfassende Nachricht auf Deutsch, da ich nun viel auf Englisch erzaehlt habe... Patrick hat seine Zwischenpruefungen hinter sich und ich habe morgen frei (Martin Luther King, Jr Tag...ein Feiertag) und daher haben wir es uns dieses Wochenende gut gehen lassen - wir waren essen, im Kino, und bei ungelogen 20 (!!!) Grad haben wir uns heute zu einem kleinen Ausflug zum angeblich hoechsten Wasserfall in Tennessee aufgemacht (siehe Fotos unten). Ist echt nett, ein Wochenende mit zwei ganzen freien Tagen zu haben, muss ich sagen. Normalerweise fange ich am Sonntag morgen schon wieder mit Vorbereitungen und Korrekturen an :(

Ansonsten noch fix fuer alle ganz offiziell die Nachricht, dass wir im Sommer tatsaechlich mal wieder fuer ein paar Wochen nach Berlin kommen. Wir fliegen am 30.05. von New York nach Reykjavik, bleiben dort ein paar Tage, fliegen dann nach London weiter, treffen meinen Bruder in Birmingham (er unterrichtet dort gerade fuer ein Jahr Deutsch), fahren von dort mit dem Auto nach Berlin und bleiben bis Anfang Juli. Kleine Ausfluege in den Sueden (z.B. zu Freunden und Familie nach Sachsen und Thueringen) sind geplant und irgendwo im Hinterkopf schwirrt noch Barcelona herum, aber wir werden sehen, ob dafuer Zeit bleibt. Denn ein bisschen wollen wir ja dann auch den Sommer in Berlin geniessen. Darauf freue ich mich mitterweile schon echt sehr...die langen Sommertage in der Stadt hab' ich doch vermisst.

Soviel fuer heute. Eine schoene Woche an Euch alle & auf bald...

Long weekends

Thanks to the long weekend I get to have so soon after returning from Christmas break (I'm off for MLK Day tomorrow), I actually got to enjoy taking two full days off as I don't have to worry about grading and preparing until tomorrow. It's been a good weekend, too. I just read and relaxed yesterday, cleaned up a little bit, baked some lemon bars and then we went out for sushi with friends of Patrick's at night. Since we didn't have any obligations for today, we decided to go to a late movie and watched "Children of Men". People had raved about it and we were curious. It's a rough one, that's for sure. Good, but tough. I don't think I am joining the group of people going nuts about it, but it was a pretty good movie making many good points (rather dramatically). I think my main issue is that I've never been a big fan of movies set in the future and I have never liked violent, doom-and-gloom movies much either. I like hopeful, empowering, encouraging movies (although Patrick reminds me it did have this message, too, and he is right).

Today we woke up to 20 degree weather (Celsius, so about 70 degrees Fahrenheit, I suppose?) and as happy as warm weather makes me, I have to agree with Patrick who said this morning he was now officially worried, not merely concerned anymore, about climate change. I know that one day or even one winter is a small sample, that outliers exist, etc. ...but seriously, this is January in the Northern hemisphere. It is by far the warmest winter I can remember (granted, not difficult considering that I grew up in what felt like Antarctica some winters) and I wonder if it really is some regular fluctuation or if this isn't yet another sign that we might want to consider being a little more friendly to our environment!?

Regardless, we decided spontaneously to take the drive to Fall Creek Falls State Park (about 2 hours from Nashville) to go hiking. It is one of the places showing up on every calendar of Tennessee and locals say it's a hiking highlight. We had been wanting to go there for a long time and today was the day. After a nice drive through rural Tennessee (felt like traveling back in time), we went on a beautiful hike to the falls overlook and then down to the bottom of the falls (see photos) before returning to Nashville early this evening. The weather was perfect for this little road-and-hiking-trip and I think we're both really glad that we did it. Attached are some pictures...
















<-- at the bottom of the falls

Saturday, January 13, 2007

Letting go

I've listened to Coldplay's x+y album on my way to and from work again this week - I'm really hooked on that album and have been, with breaks, ever since I first heard it. For some reason especially the song The Hardest Part has spoken to me. Funny, because the notion of letting go seems to surround me a lot lately, especially as I read more about Eastern philosophy these days. I finished the part on India today in the book "Eat, Pray, Love" I have previously talked about and I felt really amazed and inspired by her experience in an ashram. How much heaviness she let go off in months of prayer and meditation. I guess that is because I well know that I have a lesson or two to learn in letting go (e.g. of the idea of going to Grad school this year should I not get accepted)... And, again, yoga seems to be helpful. I realized today how much that, too, has to do with letting go. Letting go of tension and tightness in mind and body, mainly. The teacher is a real inspiration as a person and a yogi. She seems so weightless/balanced/at peace with herself and the world (I'm always amazed when I meet people like that...they seem so wise...which is even more impressive when they are under 85 years of age) and you should see how easily she folds and bends her body into all of these poses!!! It looks so easy, but let me tell you...there is no such thing as "easy" or slouching in yoga! Even what looks like "just" lying down or standing up straight turns into an endevour of tightening muscles and releasing tension and balancing hips and breathing right (which you tend to forget when you're in standing on your shoulders trying hard not to tip over). It's amazing how much it forces you to be in the present (and thus to let go of contemplating the past and wondering about the future) - with all your mind and every cell of your body, it seems (there literally is no part that is left out in yoga...down to fingertips and toes, guys!). Pretty cool. And after today I know for a fact that I will wake up being absolutely sore tomorrow. But...Here's the strange part: I actually don't mind. I like it, it's good pain. Yes, pain can be good....say I, the pain-whimp.

Namaste...

Saturday, January 06, 2007

Exciting news

After coming home from yoga this morning (she wore us out today, too... never thought pain could feel that good...afterwards), I found a package full of news I had long been waiting for. Some of you know that a publisher from Germany contacted me last fall to inquire about publishing my Master's thesis. Well, after a long time...here it is... (see pictures below). It is in English and yet I don't think you can buy it here (at least I haven't found it on amazon.com yet). I would love to give everyone a free copy, but only get a mere handful myself and have dedicated those to parents and advisors (and, yes, the bookshelf at home, I admit it). If you are dying to get one, I can order one, but be warned, it's quite expense (48 Euro which makes it like $425 with the current exchange rate...just kidding, it's probably closer to $60... so a real bargain ;-)).
So that's the news of the day. And now I shall go and take care of the less exciting Saturday tasks, such as doing laundry and cleaning up... (at least it's not grading :)).

Take care, until soon everyone.

Ereignisreiche Woche

Die letzte Woche war aus mehreren Gruenden ereignisreich, aber ich will mich jetzt aus ebenso vielen Gruenden mal nur auf das letztere Ereignis beschraenken: Einigen von Euch hatte ich schon erzaehlt, dass mich ein gewisser VDM Verlag im Herbst anschrieb und meine Diplomarbeit veroeffentlichen wollte. Nach langem Warten ist das nun geschehen und das Ergebnis sieht so aus (konnte die pdf datei nicht laden, daher eigene, weniger gute Fotos):


Das gute Steuck gibt's in der Tat auch zu kaufen...habe es bei www.amazon.de gefunden...muesste an einem der naechsten Tage dann auch dort erhaeltlich sein. Es kostet, glaube ich, 48 Euro (teuer, ja) und ich wuerde Euch allen zu gern jeweils ein Freiexemplar zukommen lassen. Da mich die Veroeffentlichung aber nichts gekostet hat, bekomme ich auch "nur" eine handvoll freie Exemplare. Eins fuer die Eltern, fuer die Betreuer und fuer mich und schon sind alle weg. Solltet ihr eins kaufen wollen, wuerde ich mich natuerlich freuen, aber, ganz ehrlich, es ist eine Diplomarbeit und kein Bestseller.

Das war auch schon die Neuigkeit, die ich Euch mitteilen wollte. Hoffe sehr, es geht Euch allen gut. Bis auf den Winterblues und ein endloses Schlafverlangen geht's mir gut und ich freu' mich ueber den waermeren Winter, auch wenn das bestimmt nicht wirklich gut ist...

Nach einem fruehen Morgen (ich geh' jetzt samstags schon 8.30 Uhr zum Yoga), der sich lange hinzog (war mit einer neuen Freundin nach dem Yoga Tee trinken), werde ich mich jetzt mal den langweiligen Samstagsaktivitaeten (Waesche waschen, aufraeumen, usw.) widmen.

Bis bald und wie immer liebe Gruesse von mir.


Wednesday, January 03, 2007

J...

Thank you! It meant the world to me...

An die Arbeit!

Da sitz' ich nun hier in meinem warmen Klassenzimmer und schreibe schnell einen kurzen Gruss nach meinem ersten Arbeitstag. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Vielleicht hab' ich ja doch zu viel geschlafen, denn irgendwie kommt es mir im Leben nicht so vor als haette ich gerade knapp 2 Wochen Urlaub gehabt. Na ja. Geld ausgeben ist eben doch einfacher als Geld verdienen.

Die letzten Ferientage waren gut, aber eben kurz. Silvester haben wir mit Nachbarn und Fondue verbracht - war auch ganz witzig, aber irgendwie ist bei den Amis (zumindest ausserhalb der grossen Staedte) zu Silvester nicht so wirklich viel los. Kein Feuerwerk, kein grosses Tamtam. Unsere kleine Party war schon gegen 1 Uhr zu Ende, da dann alle ins Bett wollten. Komisch, aber so ist das eben.

Jetzt bin ich wieder hier und alles ist wie gehabt. Die Schule steht noch, die Schueler haben immer noch keine Lust zu lernen und auch sonst hat sich nicht wirklich was geaendert. Wieso auch, in der Tat? Auf den Schneetag, auf den ich gehofft hatte (wenn es hier drei Floeckchen "schneit", gibt es meist schulfrei, da die Schulbusse aus Versicherungsgruenden nicht fahren), muss ich wohl noch warten, denn es sind momentan 13 Grad und blauer Himmel, Tendenz steigend.

Patrick hat heute morgen seine Pruefungsunterlagen abgeholt und schreibt nun wie verrueckt an seinen Aufsaetzen. Erste Hochrechnungen zeigen Zufriedenheit und Zuversicht. Bis auf eine unerwartete Frage ist wohl alles im Lot - bei der Masse an Buechern, die er so in den letzten Monaten gelesen hat wuerde mich Gegenteiliges auch wundern.

Ansonsten gibt's erstmal keine grossen Neuigkeiten. Mach' mich jetzt nach Hause und freu' mich auf diese ersten zensier-freien Abende :)

Hoffe, ihr habt alle die Feiertage und den Jahreswechsel gut ueberstanden und ordentlich gefeiert. Lasst mal von Euch hoeren...

Bis bald, macht's gut...

Achso, eins noch: rechts hab' ich einen link einebaut, auf dem ihr alle moeglichen und unmoeglichen Fotos von uns sehen koennt. Einige davon sind auch immer mal auf dieser Seite zu sehen, aber dort gibt's eben noch mehr :)

Thursday, December 28, 2006

more food for thought...

Here's another quote I was reminded of after I had posted the ones below. A friend sent it to me a long time ago and I just found it again. It is attributed equally often to Maryanne Williamson and Nelson Mandela...but I believe Nelson Mandela actually said this during his inaugural speech in 1994 (so my research says). Anyhow...the point is the quote is beautiful and I think many of us could use a reminder somewhere close ;-) Here it is:

"Our deepest fear is not that we are inadequate. Our deepest fear is that we are powerful beyond measure. It is our light, not our darkness that most frightens us. We ask ourselves, Who am I to be brilliant, gorgeous, talented, fabulous? Actually, who are you not to be? You are a child of God. Your playing small does not serve the world. There is nothing enlightened about shrinking so that other people won't feel insecure around you. We are all meant to shine, as children do. We were born to make manifest the glory of God that is within us. It's not just in some of us; it's in everyone. And as we let our own light shine, we unconsciously give other people permission to do the same. As we are liberated from our own fear, our presence automatically liberates others."


eat, pray, love

A friend (you know who you are:)) loaned this book ("Eat, Pray, Love" by Elizabeth Gilbert...gleichnamiger Titel in der deutschen Fassung, uebrigens) to me just recently to read over the holidays. Let the bookcover or amazon tell you more details..for my purposes it suffices to say that it's about a woman in her early thirties coming out of a bad, long divorce, who decides to get away from it all to follow her love for traveling and to search for herself in Italy, India and Indonesia. I have just started the book, but came across two parts last night that I wanted to share, because they struck me as interesting, because they encourage self-acceptance, self-forgiveness and just being in the present with whatever feeling or thought arises. She reports these thoughts at a time when she is trying to recover from depression - she just got off her meds (because, as I think for good reasons that she also states, she has issues with taking antidepressants) and for the first time feels the onset of depression again. She reports about hearing this inner voice of kindness and reason that speaks "to her" in her darkest hours and at this time it says:

"I'm here. I love you. I don't care if you need to stay up crying all night long, I will stay with you. If you need the medication again, go ahead and take it - I will love you through that, as well. If you don't take the medication, I will love you, too. There is nothing you can ever do to lose my love. I will protect you until you die, and after your death I will still protect you. I am stronger than depression and I am braver than loneliness and nothing will ever exhaust me." (p.54)

Again, this is the author speaking to herself.

A little later on, struck by loneliness yet again and looking for a way to come out of it, she reports that "voice" again:

"So be lonely, Liz. Learn your way around loneliness. Make a map of it. Sit with it, for once in your life. Welcome to the human experience. But never again use another person's body or emotions as a scratching post for your own unfulfilled yearnings." (p.65)

I'll leave you with that. I just wanted to share it, as I think it's an interesting and strong approach to take for someone who is currently going through a difficult time. From a psychological and human point of view...

Wednesday, December 27, 2006

P.S.

Hab' ganz vergessen zu erwaehnen, dass ich noch so manchen Weihnachtsgruss auf den Weg geschickt habe... zwar mit Verspaetung, aber so habt ihr nach dem Fest nochmal eine kleine Ueberraschung im Briefkasten. Ist doch auch nett, oder?

Geniesst die letzten '06 Tage! Bis bald...

Tuesday, December 26, 2006

Merry Christmas "y'all"


For those of you who don't speak German, but visit this site occasionally, I want to make sure to leave a warm Christmas wish for you here. I know it's as good as over now, but I at least hope you had a fabulous Christmas surrounded by all those dearest to you and all those you haven't seen since last Christmas ;-)

Merry Christmas and stay warm...especially those of you who actually had a white Christmas!

2. Weihnachtsfeiertag

Versprechen gehalten...da bin ich wieder. Jetzt ist Weihnachten hierzulande auch schon vorbei...war heute noch nicht draussen um mir den Rummel anzusehen, aber ich wette, jetzt geht es nur noch ums Umtauschen/ Zurueckgeben von Geschenken und Lebensmittel-fuer-Silvester-einkaufen. Die Gluecklichen unter uns konnten heute noch ausschlafen und faulenzen (bei dem Wetter auch die beste Wahl)...der Rest des Landes ist schon wieder auf der Arbeit (es sei denn, sie haben jetzt die eine von zwei Wochen Urlaub genommen, die die meisten Amis im Jahr haben).
Wir haben unseren Tag gestern gut ueberstanden - viel gegessen und gesessen, wie man das zu Weihnachten eben so macht. Ein paar Fotos von dem Zusammensein mit Patricks Familie muetterlicherseits haenge ich an (oben das klassische amerikanische Kamin-mit-Stockings-Bild und dann noch 2 von uns beiden, wenn auch nicht die besten, aber hey...). Die Nacht wurde dann noch lan, weil wir bei Freunden von Patrick waren - ich war erst 3 Uhr im Bett... nicht WIRKLICH beeindruckend, ich weiss...aber gemessen an der Tatsache, dass ich sonst maximal bis 23-24 Uhr wach bin und gegen 19 Uhr schon schwer gaehne, ist das schon richtig gut :)
Heute lasse ich es langsam gehen - bin erst gegen 12 aufgestanden, habe ein bisschen mehr an meinen 3 ausstehenden Bewerbungen gearbeitet und versuche mich gleich an meinen ersten deutschen Kartoffelkloessen (Weihnachten ohne scheint mir irgendwie nicht ganz richtig zu sein). Ich werde berichten...
Ansonsten steht heute nur mehr faulenzen, aufraeumen (schon wieder...unglaublich, wie schnell alles wieder unordentlich und schmutzig wird :(), und ein paar Internetaufgaben auf dem Programm. Ich glaube noch nicht erzaehlt zu haben, dass Patrick und ich durch unsere Kreditkarte, fuer die wir fuer jeden $ eine oder mehr Flugmeilen kriegen, wieder genug Meilen gesammelt hatten um uns einen kleinen Fruehlingsurlaub zu goennen. Ich waere gern nach Mexiko geflogen, aber wir haben uns bei einer Woche Ferien fuer einen kleineren Ort entschieden und so geht's Mitte Maerz nach Puerto Rico. Das ist Karibik, aber eine der groessten Inseln mit mehr Auswahl als all-inclusive-Hotelburgen...und es ist amerikanisches Territorium, so dass wir auch geldmaessig keinen Stress haben. Das sage ich, da viele der Inseln in der Karibik ja europaeisches Territorium sind - was uns bei dem gegenwaertigen Umtauschkurs und den eh schon exorbitant hohen Preisen in der Karibik ein Vermoegen gekostet haette. Allerdings ist Reisen auf der Insel gar nicht so leicht wie ich dachte... Autos sind schwer zu finden und momentan haben wir noch nichts weiter als den Flug. Mal sehen, was ich finden kann...

Soviel mal wieder fuer den Moment. Bis bald & nochmals frohe Weihnachten an alle...



Monday, December 25, 2006

Warme Weihnachten





Lange Pause, wie ich gerade gesehen habe. Seit dem letzten Eintrag ist viel und doch nicht viel passiert. Eben Alltaegliches. Die letzten Tage an der Schule waren, wie erwartet, wieder etwas stressig, aber alles in allem haben wir auch das gut ueberstanden. Die kiddies hatten von Donnerstag (14.12.) bis Dienstag (19.12.) Semesterabschlusspruefungen und alle Noten mussten bis zum 20.12. im Computer sein. Koennt ihr Euch also vorstellen, dass da einige lange Naechte dem Zensieren gewidmet waren. Am Mittwoch gab es dann fuer die kiddies Ferien und wir mussten fuer das uebliche Aufraeumen, Noten bestaetigen (ehe die Endnoten online zugaenglich gemacht wurden) und sonstigen zeitwaufwendigen Kleinkram in die Schule kommen. Ich freue mich jedes Semester an diesem Abschlusstag auf einen fruehen Feierabend und soweit ist 15 Uhr die beste Zeit. Aaaaber...jetzt habe ich seit Mittwoch/ Donnerstag Ferien und gewoehne mich wieder ans Ausschlafen und Faulenzen :) Bis auf aufraeumen, letzte Geschenke kaufen, ins Kino gehen ("Blood Diamond" mit Leonardo diCaprio... brutal, aber wirklich gut) haben wir auch wirklich noch nicht viel angestellt in der Zwischenzeit. Patrick muss ja eigentlich auch "lernen", da er am 03.01. seine Pruefungsunterlagen abholt. Er hat dann eine Woche um seine schriftlichen Pruefungen zu schreiben. Das laeuft hier nach dem Ehrenprinzip...will heissen...er kann die mit nach HAuse nehmen, da er schwoert, nicht zu schmummeln. Da sind die Amis ganz grosse Meister - spicken, schummeln, Plagiate abgeben, abschreiben, etc. sind hier ganz grosse Uebeltaten, die von dem meisten Schulen und Unis mit Rausschmiss beantwortet werden. Selbst an "meiner" Schule haben wir dieses "Veritas-Prinzip" - stellt sich heraus, dass ein Schueler eine Arbeit einreicht, die auch nur teilweise nicht seine Arbeit ist, muss er (sie) vor einen Ausschuss um sich zu erklaeren, muss dann ein schriftliches Entschuldigungsschreiben aufsetzen und hat den ersten Vemerk in seiner Akte. Das zweite Vergehen wird dann der Uni kitgeteiltm fuer die sich der Schueler bewirbt (was an Unis ein noch groesseres "bloss nicht" ist als an Schulen) und beim dritten Vergehen gibt's Rausschmiss. ....... Jedenfalls hat er eine Woche Zeit um 4 Aufsaetze a 10 Seiten zu schreiben. Nach drei Wochen muss er dann in eine muendliche Pruefung, in der er seine schriftliche Arbeit verteidigt und so lange weitergeprueft wird, bis die 3 Pruefer das Gefuehl haben, sie koennen ihn auf die Doktorarbeit loslassen. Das Expose dafuer muss er dann im Fruehjahr einreichen und danach hat er Zeit das gute Steuck zu schreiben, wahrscheinlich in weiteren 2-3 Jahren. Wenn ich das alles hoere, weiss ich gar nicht mehr, ob ich mir mit meinen Bewerbungen noch so sicher bin, da ich mich eigentlich gefreut hatte, den ganzen pruefungsmist hinter mir zu haben...aber wer das eine will, muss das andere moegen. Und es ist ja momentan auch alles andere als sicher, dass ich ueberhaupt eine Stelle kriege...
Jedenfalls erklaert das ein bisschen, warum wir Nashville dieses Jahr nicht verlassen und warum Patrick auf den ganzen Weihnachtsrummel dieses Jahr noch weniger Lust hat als in Vorjahren. Heute ist fuer ihn zum Glueck schon der 25.12. - der eigentlich wichtigste (und irgendwie einzige) Weihnachtsfeiertag der Amis. In der Nacht zum 25. kommt ja der Weihnachtsmann durch den Kamin geflogen, hinterlaesst seine Geschenke unter dem Baum (der schon seit Mitte November steht) und zieht weiter. Kleine Kinder, wie ich hoere, sind also am 25. frueh auf und packen ihre Geschenke aus. Am 24. selbst ist nicht wirklich viel los. Einige Kirchengaenger gehen zum Gottesdienst (aber gestern war ja auch Sonntag), andere kochen das erste Weihnachtsessen, aber im Grossen & Ganzen ist der 24. eher stinknormal. War auch fuer uns ein halbwegs ruhiger Tag. Wir haben ausgeschlafen, ich hab' Brot gebacken, dann bin ich zum Weihnachts-Yoga-Kurs, damit die Knochen geoelt bleiben, dann zum ersten Familientreffen mit seiner Mutter, seinen Onkeln & Tanten, Cousins & Cousinen, Grosscousinen, etc. und am Abend haben wir es uns mit unserem kleinen "Tannenbaum" (der eigentlich ein Rosmarinstrauch ist, siehe Foto) hier gemuetlich gemacht.
Heute ist dann grosses Familientreffen (zum Kartoffelsalat-mit-Schinken-und-gruenen-Bohnen-Essen ;-)) und zur Abwechslung sind auch mal so gut wie alle Geschaefte geschlossen. Morgen ist dann wieder alles bereit zum Umtausch-und-Rabatteinkaufsrummel, aber heute ist selbst den Amis heilig. So machen Patrick und ich uns jetzt auch bereit fuer unsere grosse Familienrunde. Erst Patricks Vater & Stiefmutter, dann seine Mutter und Stiefvater (und am Abend zu alten Freunden von ihm zum Weintrinken) - alles in allem haben wir bestimmt Geschenke fuer 14 oder 15 Familienmitglieder bei uns. Schnauf.
Patrick grummelt auch schon, dass ich jetzt unter die Dusche muss, damit wir rechtzeitig loskommen.
In diesem Sinne verabschiede ich mich fuer den Moment und verspreche in Kuerze wieder zu schreiben.


Also dann: Ganz frohe Weihnachten an Euch alle - ich hoffe ihr hattet und habt ein besinnliches, ruhiges, und schoenes Fest, auch wenn es dieses Jahr (wie ich hoere) fuer uns alles eines der wohl waermsten war (hier sind es auch taeglich um die 10-14 Grad - da ist an keine Schneeflocke zu denken).

macht's gut und seid lieb gedreuckt... auf bald!

Sunday, November 26, 2006

Thanksgiving

Hier nun ein kurzer, offizieller Bericht von 5 Tagen Ferien, einem Ausflug nach Ohio und dem vielleicht wichtigsten amerikanischen Feiertag vor Weihnachten. Am Donnerstag war Thanksgiving - der Feiertag der (in seinem Ursprung) dem Danksagen der Pilgrims an die Indianer fuer Ueberlebenshilfe im ersten Winter gewidmet ist. Und aus mir nicht vollkommen klaren Gruenden ist das auch der Tag, an dem der riesige Truthahn gekocht und gegessen wird. Nebst Weihnachten ist das auch ein Anlass fuer die Amis tatsaechlich mal alles stehen und liegen zu lassen, zu (fr)essen und mit der Familie zusammen zu geniessen. (Die Geschaefte schliessen an dem Tag uebrigens tatsaechlich alle, ABER am naechsten Tag wird die Weihnachts-Kamikaze-Shopping-Saison mit Sonderangeboten und -oeffnungszeiten eingeleitet ...will heissen die Weihnachtsbaeume werden aufgestellt, Weihnachtsmusik eingeworfen, Lichter an den Haeusern angebracht und ueberhaupt wird seit Freitag nach allen Regeln der Kunst geweihnachtet). Aus dem Anlass gab es fuer mich also auch schulfrei - ganze 3 Tage (plus 2 Tage Wochenende). Anfangs war das ein himmlicher Gedanke....FUENF freie Tage... die ich entgegen des besseren Wissens natuerlich gleich mit Plaenen vollstopfte. "Dann kann ich endlich alle Hausarbeiten und Klassenarbeiten korrigieren....und Brot backen...und erste Weihnachtsgeschenke kaufen.....und Yoga ueben.........und meine Bewerbungen fertig schreiben und polieren......und aufraeumen........und schwimmen gehen"..........und und und. Doof nur, dass 4 der 5 Tage fuer einen Besuch in Columbus, Ohio (eine Freundin von Patrick studiert dort Medizin und wir haben da schon letztes Jahr gefeiert) geplant waren UND dass eine Zahnfuellung rausfiel und ich zum Zahnarzt Notdienst musste UND mein Computer MAL WIEDER den geist aufgeben musste. Also war Mittwoch vormittag dem Zahnarzt und Computer-in-die-Werkstatt-fahren gewidmet. Dann nach Ohio (wo wir gegen 22 Uhr ankamen), dort in die Kneipe zum Erzaehlen und Aufwaermen, gegen 3 Uhr ins Bett ......und da sind wir dann bis mittags (tatsaechlich 12 Uhr) auch geblieben. Um es kurz zu machen haben wir viieel gegessen (Patrick hat traditionelles Tahnksgiving Essen im Kleinformat gekocht), geschlafen, getrunken und ferngesehen. Arbeit, Bewerbungen, Yoga, etc? Natuerlich nicht. Wer haette das gedacht? Dafuer haben wir beide heute um so mehr zu tun. Meine erste Bewerbung muss am 15.12. in Kalifornien sein und langsam wird's eng. Das meiste ist geschrieben, aber es soll ja auch gut und schoen sein :) Zusaetzlich bin ich in meinen Kursen (aus welchen Gruenden auch immer) zu weit nach hinten im Zeitplan gerutscht, so dass wir in den uns vor den Zwischenpruefungen bleibenden 2.5 Wochen wirklich aufs Gas treten muessen (inkl. Tests und Klassenarbeiten und sonstigen Dingen, die korrigiert und benotet werden muessen). Puuuhhh. Da wir nur 1 Computer im Moment haben, muss ich auch langsam zum Schluss kommen, da Patrick hier an seiner Arbeit schreiben muss. Er hat in der ersten Januarwoche uebrigens grosses Examen (danach muss er "nur" noch die Diss schreiben), weshalb wir nicht ueber Weihnachten nach Deutschland kommen werden. Ich habe wirklich auch nach Fluegen fuer mich gesucht, aber die sind sowas von teuer, das kann keiner bezahlen. Hab' ich sicher auch zu spaet angefangen zu suchen :( Der naechste Besuch ist dann also erst fuer den Sommer geplant... long time no see, ich weiss. Dafuer im Sommer dann aber richtig. Nicht nur 2 Wochen, sondern hoffentlich 4 oder 5.

Nun freuen wir uns aber erst einmal auf Weihnachten (und arbeiten noch ein bisschen bis dahin)...

Seid wie immer lieb gegruesst und hinterlasst doch mal 'ne Nachricht oder zwei (am Ende dieses Textes), damit ich auch weiss, dass nicht nur die das lesen, sie sich auf diese Seite verirrt haben ;-)

Auf bald...ahoi...

Thanksgiving

Hier nun ein kurzer, offizieller Bericht von 5 Tagen Ferien, einem Ausflug nach Ohio und dem vielleicht wichtigsten amerikanischen Feiertag vor Weihnachten. Am Donnerstag war Thanksgiving - der Feiertag der (in seinem Ursprung) dem Danksagen der Pilgrims an die Indianer fuer Ueberlebenshilfe im ersten Winter gewidmet ist. Und aus mir nicht vollkommen klaren Gruenden ist das auch der Tag, an dem der riesige Truthahn gekocht und gegessen wird. Nebst Weihnachten ist das auch ein Anlass fuer die Amis tatsaechlich mal alles stehen und liegen zu lassen, zu (fr)essen und mit der Familie zusammen zu geniessen. (Die Geschaefte schliessen an dem Tag uebrigens tatsaechlich alle, ABER am naechsten Tag wird die Weihnachts-Kamikaze-Shopping-Saison mit Sonderangeboten und -oeffnungszeiten eingeleitet ...will heissen die Weihnachtsbaeume werden aufgestellt, Weihnachtsmusik eingeworfen, Lichter an den Haeusern angebracht und ueberhaupt wird seit Freitag nach allen Regeln der Kunst geweihnachtet). Aus dem Anlass gab es fuer mich also auch schulfrei - ganze 3 Tage (plus 2 Tage Wochenende). Anfangs war das ein himmlicher Gedanke....FUENF freie Tage... die ich entgegen des besseren Wissens natuerlich gleich mit Plaenen vollstopfte. "Dann kann ich endlich alle Hausarbeiten und Klassenarbeiten korrigieren....und Brot backen...und erste Weihnachtsgeschenke kaufen.....und Yoga ueben.........und meine Bewerbungen fertig schreiben und polieren......und aufraeumen........und schwimmen gehen"..........und und und. Doof nur, dass 4 der 5 Tage fuer einen Besuch in Columbus, Ohio (eine Freundin von Patrick studiert dort Medizin und wir haben da schon letztes Jahr gefeiert) geplant waren UND dass eine Zahnfuellung rausfiel und ich zum Zahnarzt Notdienst musste UND mein Computer MAL WIEDER den geist aufgeben musste. Also war Mittwoch vormittag dem Zahnarzt und Computer-in-die-Werkstatt-fahren gewidmet. Dann nach Ohio (wo wir gegen 22 Uhr ankamen), dort in die Kneipe zum Erzaehlen und Aufwaermen, gegen 3 Uhr ins Bett ......und da sind wir dann bis mittags (tatsaechlich 12 Uhr) auch geblieben. Um es kurz zu machen haben wir viieel gegessen (Patrick hat traditionelles Tahnksgiving Essen im Kleinformat gekocht), geschlafen, getrunken und ferngesehen. Arbeit, Bewerbungen, Yoga, etc? Natuerlich nicht. Wer haette das gedacht? Dafuer haben wir beide heute um so mehr zu tun. Meine erste Bewerbung muss am 15.12. in Kalifornien sein und langsam wird's eng. Das meiste ist geschrieben, aber es soll ja auch gut und schoen sein :) Zusaetzlich bin ich in meinen Kursen (aus welchen Gruenden auch immer) zu weit nach hinten im Zeitplan gerutscht, so dass wir in den uns vor den Zwischenpruefungen bleibenden 2.5 Wochen wirklich aufs Gas treten muessen (inkl. Tests und Klassenarbeiten und sonstigen Dingen, die korrigiert und benotet werden muessen). Puuuhhh. Da wir nur 1 Computer im Moment haben, muss ich auch langsam zum Schluss kommen, da Patrick hier an seiner Arbeit schreiben muss. Er hat in der ersten Januarwoche uebrigens grosses Examen (danach muss er "nur" noch die Diss schreiben), weshalb wir nicht ueber Weihnachten nach Deutschland kommen werden. Ich habe wirklich auch nach Fluegen fuer mich gesucht, aber die sind sowas von teuer, das kann keiner bezahlen. Hab' ich sicher auch zu spaet angefangen zu suchen :( Der naechste Besuch ist dann also erst fuer den Sommer geplant... long time no see, ich weiss. Dafuer im Sommer dann aber richtig. Nicht nur 2 Wochen, sondern hoffentlich 4 oder 5.

Nun freuen wir uns aber erst einmal auf Weihnachten (und arbeiten noch ein bisschen bis dahin)...

Seid wie immer lieb gegruesst und hinterlasst doch mal 'ne Nachricht oder zwei (am Ende dieses Textes), damit ich auch weiss, dass nicht nur die das lesen, sie sich auf diese Seite verirrt haben ;-)

Auf bald...ahoi...

Wednesday, November 15, 2006

Grauer Tag

Heute eher kurz...und seid gewarnt, nicht so schön...war ein sehr merkwürdiger Tag. Gerade als ich in meinem Leistungskurs so richtig loslegen wollte (mit Piaget, Erikson und Kohlberg für die Psychologen unter Euch), gab es eine Lautsprecheransage, dass ein ehemaliger Schüler in der vergangenen Nacht verstorben sei. Ich glaube, das war mit Abstand die bis jetzt schwerste Situation als Lehrer. Ich kannte den Schüler gut - habe ihn letztes Jahr unterrichtet, schwerst beeindruckt von seinen Fähigkeiten, seiner Reife und seiner Intelligenz. Das ganze Jahr kam es mir vor als sei der arme Junge an der Schule, wo die meisten vor Arbeit und Überforderung sich langstrecken, total unterfordert. Ich kann es schlecht beschreiben, aber einen so reifen 17jährigen habe ich, glaube ich, vorher noch nicht getroffen. Vor wenigen Wochen kam dann die Nachricht, dass man bei ihm einen Hirntumor gefunden hätte und er operiert werden müsste. Man hat ihn dann von Vermont hierher nach Nashville gebracht (das Krankenhaus hier hat einen sehr guten Ruf) und am Donnerstag wurde er operiert. Übers Wochenende gab' dann Komplikationen - er hatte wohl 3 Schlaganfälle und soweit ich es mitbekommen habe wurde der Thalamus verletzt (Mediziner unter Euch...macht das Sinn?!??). Und heute morgen dann eben die Nachricht, dass er über Nacht verstorben sei (wohl an einem weiteren Schlaganfall, wie ich höre). Das war echt hart im ersten Moment - man reagiert da selbst als Mensch drauf, aber dann ist man auch Lehrer und irgendwie Seelsorger, da man die Emotionen von 20 Schülern noch auffangen muss/will/soll. Echt schwierig. Unterricht konnten wir natürlich vergessen und so war es einesehr ruhige und traurige Stunde, in denen ich den Kindern etwas Zeit geben konnte, das Ganze sich setzen zu lassen. Und der ganze Tag war dunklegrau, es hat seit der Nacht geregnet als gäbe es kein Morgen. Interessant für mich war in den Reaktionen der Kinder ganz viel Wut zu sehen, die gleichzeitig in einer kindlich einfachen Art auf ein Feindbild übertragen wurde - "da sind so viele böse Terroristen draußen und die sterben nicht, aber unser guter Freund wird viel zu früh aus dem Leben gerissen, das macht alles keinen Sinn...". Das ist nicht übertrieben, sondern ernsthaft ein Zitat (so oder so ähnlich).

Nun gut. Patrick ist gerade auf einer Konferenz, so dass ich mir dachte, ich schreib' das Ganze einfach mal hier auf und verarbeite es so ein bisschen. Könnte ein paar Leute anrufen, aber die Amis haben ja oft so Tendenzen auf solche Ereignisse und die folgenden Emotionen Floskeln wie "na ja, das wird schon wieder" oder "ja, das ist schwer, aber so ist das eben" rauszuhauen. Irgendwie hab' ich da keine Lust drauf. Ist eben doch jeder zu sehr in seinem eigenen Leben verankert und das ist ja auch verständlich...

Nächstes Mal gibt's hoffentlich wieder bessere Neuigkeiten... bis dahin seid lieb gegrüßt & haltet Euch warm ...

Sunday, November 12, 2006

Müde


Nur ein kurzer Wochenendbericht...ich bin irgendwie ziemlich müde...zu müde für einen Sonntag, wirklich. Am Freitag & Samstag vormittag hatten wir unsere Freunde Geoff, Shery und ihren Sohn Isaac zu Besuch aus Kentucky. Die drei gehen ab Januar für 6 MOnat nach Australien, wo Geoff herkommt. Also versuchen wir in der Zwischenzeit noch so viel Zeit wie möglich miteinader zu verbringen. Der Kleine wächst unheimlich schnell und macht allerlei lustige Sachen - anbei einige Fotos, die er (zum Teil) geschossen hat...

Ansonsten habe ich den gestrigen Tag für mehr Bewerbungskram genutzt. Es scheint nie ein Ende zu nehmen...der ganze Papierkram und hier noch eine Gebühr und da noch ein Aufsatz und und und. Ziemlich ermüdend, das Ganze allein.

Gestern nachmittag waren wir dann bei der Schwiegermutter zu Besuch, da wir sie so gut wie nie sehen, obwohl ich wirklich nur 10-15 Minuten von ihr entfernt arbeite. Es war nicht super aufregend, haben nur erzählt und gegessen, aber wenisgtens eine halbwegs ruhige Samstagsbeschäftigung.

Heute früh bin ich dann wie jeden Sonntag wieder zum Yoga gegangen. Tut mir nach wie vor gut und langsam merke ich aber, dass es mir noch besser tun würde, wenn ich auch etwas üben und nicht nur jeden Sonntag meine lahmen Knochen knacken lassen würde. Habe das Gefühl, ich verbringe noch zu viel Zeit mit Fernsehen und Internet (obwohl wir wirklich nicht viel fernsehen)...vor allem am Abend, wenn ich genug vom Arbeiten, Korrigieren und Vorbereiten habe. Ziel der Woche ist also die eh einseitigen und abgespackten Nachrichten Nachrichten sein zu lassen (die höre ich im Radio eh alle tagsüber), den Computer am Bend auszuschalten und vielleicht mal wieder ei Buch zu lesen...Yoga zu üben...oder einfach zu schlafen :) MAl sehen, wie lange die guten Vorsätze anhalten...

So, dann werd' ch mal an die Arbeit...habe 60 Aufsätze zu korrigieren.

Anbei noch die versprochenen Fotos. Auf bald...



P.S. Die von Euch die noch nicht bei Skype sind... meldet Euch bei Gelegenheit doch mal an, da können wir kostenlos übers Internet telefonieren. Das klappt mittlerweile mit der Familie ganz gut...sogar mit Kameras, so dass wir uns sehen können. Technik macht's möglich :)

Saturday, November 04, 2006

Karottenkuchen


Mein neues Hobby: Kuchen backen. Seit 2 Wochen ist's Karottenkuchen :) Auf dem Foto sieht er nicht mehr so lecker aus, aber er war seeeehr lecker... Hier ein Rezept für die, die's versuchen wollen. Lohnt sich, ist ein klein bisschen aufwendig, aber nicht wirklich schwer...

2 Tassen Zucker
1 1/2 Tassen Pflanzenöl
4 Eier
2 Tassen Mehrl
2 Teelöffel Backpulver
2 Teelöffel Natron
1 Teelöffel Salz
1 Teelöffel Zimt
3/4 Teelöffel geriebene Muskatnuß
3 Tassen geriebene Möhren

wer mag kann je eine 1/2 Tasse Nüsse und Rosinen dazugeben

Glasur
4 Tassen Pulverzucker
2 Packungen Philadelphia (je etwa 230 g sagt die Umrechnungstabelle???)
1/2 Tasse Butter
4 Teelöffel Vanilleextrakt

Ofen auf 160° vorheizen. Zucker, Öl, Eier, Mehl, Gewürze, Natron und Backpulver mixen. Zum Schluss Möhren, Nüsse und Rosinen eingeben, mixen. In die Form geben, solange backen, bis kein Teig mehr an einem Zahnstocher hängen bleibt (etwa eine Stunde ...unser Ofen funktioniert nicht richtig, daher kann ich nicht genau sagen, wie lange...also schön beobachten, damit der Kuchen nicht verbrennt!). Abkühlen lassen, mit einer Schnur in 2 Teile schneiden und beide Teile richtig abkühlen lassen. Alles Zutaten der Glasur mit einem Mixer zu cremiger Masse schlagen. Die 2 Kuchenteile mit einem Teil der Masse "zusammenkleben", den Rest auf dem Kuchen verteilen, glatt streichen, in den Kühlschrank stellen & schnell schlemmen :)

endlich fotos/ finally some pics




Halloween Kürbis, schlechtes Foto von Lydia als gutes katholisches Mädchen (Original-Uniform, bitte!) und Patrick als...na...Harry Potter ;-)

Friday, November 03, 2006

Wahlkampf

Meine kiddies schreiben gerade eine Klassenarbeit und als ich die Anwesenheit in den Computer eingeben wollte, bin ich ueber folgenden Artikel gestolpert: http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/384/90294/
Der Artikel beschreibt genau das, was ich letztens in Sachen Wahlkampf erwaehnte und man kann, glaube ich, eines der Tennessee Videos sehen. Wirklich unglaublich, wie die Schlammschlacht tagtaeglich ekliger wird. Am Dienstag sind Wahlen, jetzt geht's nochmal um alles. Kerrys fehlgeschlagener Witz zu Bildung und Irak ist ein gefundenes Fressen fuer Republikaner, die wohl wittern, dass es nicht gut um sie bestellt ist. Heute morgen kam dann noch eine Nachricht hinzu, die wohl gegen sie arbeiten wird: Der "Papst" der Erzkonservativen Evangelisten in Colorado, der einen regelmaessigen und guten Draht zum Weissen Haus und zur Politk Bushs hat, ist zurueckgetreten. Ihm wird von einem Prostituierten (ja, maennlich) vorgeworfen, eine 3 Jahre dauernde Affaere gehabt zu haben. Nochmals: Ja, mit einem Mann. Ja, der Vorsteher der Kirche, die Homosexuelle am liebsten auf dem Scheiterhaufen verbrennen wuerde. Herrlich, oder? Die Moralapostel, Familienpolitiker und Gut-Christen entpuppen sich als paedophile, korrupte Doppelmoralisten und Politik in diesen Tagen scheint nichts als Lug und Trug zu sein. Wie gut, dass dieses Land die Welt reagiert (oder glaubt, das zu tun und darauf Anspruch zu haben)...
So, muss jetzt Aufpasser spielen. Auf bald...

Sunday, October 29, 2006

Eins noch/ One more

Wenn ich schreibe, ann gleich richtig: Hab' vergessen von meiner großen Errungeschaft (;-)) zu erzählen... Der Umweltclub, dem ich an der Schule vorstehe, hat eine Auszeichnung gewonnen. Demnach sind wir eine von Tennessees 10 besten Recycling Schulen und bekommen dafür $500. Nicht schlecht, oder? Mehr unter der Schulhomepage: www.jp2hs.org unter "news" (ganz unten). Irgendwelche Ideen, wie wir das Geld umsetzen können um die Schule noch umweltfreundlicher zu machen?

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I forgot to mention some exciting news: The Environmental Club that I supervise at school won an award for being one of TN's 10 best recycling schools. We will get $500 and a certficate which will be handed to us during an on-field ceremony during the University of Tennessee vs. LSU football game on November 3rd. Pretty cool, huh? More details at www.jp2hs.org . Let me know if you have any ideas as to how to spend the money to make he school more environmentally friendly.

grrrr

My site counter gave up sometime between last week and this, so I had to install a new one and start all over again. Grrr. Hopefully I am luckier with this new one...
Not much new otherwise... will post pics from yesterday's Halloween party and my new hobby...making carrot cake...asap.

uuuups/ ooops

Lang lang ist's her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe, fällt mir gerade auf :( Wie gut, dass ich jetzt eine extra Stunde habe, versäumte Geschichten nachzuholen. Ich war nämlich gerade auf dem Weg zu meinem neuen Yoga Kurs (ja...versuche mich jetzt an Yoga :)) als mich Patrikc anruft und sagt "Du, ich glaube, die Zeit wurde letzte Nacht umgestellt und es ist erst 9 Uhr, nicht 10". Tja, so war das dann auch. Also in ich wieder nach Hause gefahren (zum Glück nur 5 Minuten Weg) und nutze jetzt die Zeit zum Schreiben.
Vielleicht mal zurück in der Zeit: Gestern abend waren wir auf einer Halloween Party (am Dienstag ist hier Halloween) wofür ich mich in die Schuluniform meiner Schüler geschmissen habe (Fotos folgen). Das Ganze hätte ganz witzig werden können, aber auf Partys kann man ja auch immer herrlich Sozialstudien betreiben und irgendwie ging mir das, was ich beobachtet habe ziemlich schnell auf die Ketten. Unsere Nachbarin (seit 9 Jahren verheiratet, unser Alter!!!) schmiss sich in den ersten 10 Minuten an den nett aussehenden Medizinstudenten ran und lies ihn auch für den Rest des Abends nicht mehr los. Erzählte ihm lang und breit über ihre eigenen Krankheiten und als dann ihre Ethikunterricht-Diskussion losging, hab' ich mich zu anderen gesellt. Die Gastgeberin selbst wr irgendwann so alkoholisiert, dass sie wie ein Wirbelwind durch die Party fegte und allen erklärte, wie sehr sie sie liebte. Die restlichen Diskussionen drehten sich um Theologie (die meisten dort waren Doktoranden der Theologie) oder Schwangerschaft. Letzteres ist das brandneue Top-Thema wo man geht und steht. Muss dara liegen, dass ich an einer katholischen Schule arbeite und auch ansonsten nur von End-Zwanziger Pärchen ohne Kinder umgeben bin. Als ich dann nur noch Basaltemperatur und Ovulation hörte, habe ich mich aus dem Staub gemacht. Das nervt und muss ja nun nicht auch och auf Partys diskutiert werden. ...
Ansonsten habe ich noch ein paar tolle Geschichten zur politischen Situation hier. Habe mich im Eifer des Gefechts da vielleicht auch zu weit aus dem Fenster gelehnt. Meine Gastmama schickte mir letztens wieder eine ihrer Massenemails, die sich durch einfache Google "Nachforschungen" schon so manches Mal als Mythen oder gänzlich veraltete Geschichten herausgestellt haben. Diesmal ging es darum, dass die Todeszahlen vom Januar in Irak mit denen in Detroit verglichen wurden .... und es stellte sich raus, dass in Irak "nur" 4 Leute mehr umgebracht wurden. Na bitte, dann ist doch alles gut. Und dann ging es weiter, wie toll das ist, für Freiheit zu kämpfen und dass irgendein Kommunist (noch gefürchteter als Terroristen...oder vielelicht ein und dasselbe?) einen ehemaligen Soldaten (später im Senat) gefragt hat, ob er je in seinem Leben gearbeitet hätte? Lange Rede, kurzer Sinn...es ging dann ewig lang darum, wie viel Soldaten arbeiten, wie mutig sie sind, wie sehr sie für unsere Freiheit kämpfen, bla bla bla. Achso, und der Abspann war dann in etwa so: "Und wenn Du das jetzt in Englisch lesen konntest, danke einem Veteranen. Schick es an so viele Leute, wie möglich, bla bla bla." Nicht nur, dass mich die Verherrlichung von Krieg extrem aufgeregt hat, aber dann stellte sich mal wieder heraus, dass 80% der "Zitate" in der email angeblich von 2004 von einer Diskussion im "Senate" stammten in Wirklichkeit 1974 während einer Wahlkampagne gesagt wurden. Und da ging mir dann die Hutschnur hoch und ich habe drauf reagiert. Wie zynisch und ungerechtfertigt ich den Vergleich zwischen Detroit und Irak fand, wie viel Zerstörung und Leid Krieg verursacht,dass die Zitate 30 Jahre alt waren, usw.. Ich weiss einfach nicht, wie sich hier immer noch Amerikaner hinstellen und den Irak Krieg rechtfertigen können, wenn wirklich jeden Tag eine ewig lange Liste an 20-30jährigen getöteten Soldaten veröffentlicht wird. Und das zählt nur getötete Amerikaner. Habe dann noch 4 eklige Fotos von einem Berichterstatter aus dem Irak eingefügt, da Krieg hier immer so steril und gut klingt und niemand sieht oder hört, wie es wirklich aussieht (nicht dass ich es weiss, Gott sei Dank, aber ich stelle mich auch nicht hin und erzähle aller Welt, dass es gut ist und die Welt sicherer macht). Jedenfalls kam gleich eine email von einem im Verteiler zurück, die mir erklärte, ich solle doch mal überlegen, wie viele am 11.09. umgebracht wurden und wieviel Zerstörung und Leid das hier verursacht hat und wie ich mich hinstellen kann und dagegen argumentieren kann. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Meine Herren, was will man dazu sagen? Ich reagiere da jetzt nicht drauf, ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte und fertig.
Am 07.11. sind hier Wahlen für den Kongress ("Senate" und "House of Representatives") und wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Schlammschlacht voll im Gange. Michael J Fox wirbt für Stammellforschung (stark gekennzeichnet von seiner Parkinsonerkrankung) und ein extrem rechter CHRIST stellt sich in seiner Radiosendung hin und erzählt laut und breit, dass das alles übertrieben ist und er mit Absicht seine Arme und Beine so "flattern" lässt und dass man das nicht ernst nehmen kann. Für den afro-amerikanischen Kandidaten hier in Tennessee wird Antiwerbung gemacht, indem man ihm vorwirft, nur auf Playboypartys zu gehen und für die Abtreibungspille (fast so schlimm wie Kommunisten) für Teenager zu werben. Eine Schlammschlacht vom Feinsten, wenig ist relevant und hat Substanz, das meiste ist einfach unterhalb der Gürtellinie. Es bleibt die Hoffnung, dass Bush seinen Arsch versohlt bekommt, speziell nachdem sich im Irak nichts zum Positiven wendet und Senator Foley sich als leicht pädophil herausstellte und die guten Republikaner ja solche Moralapostel und Familienmenschen sind. Wir werden sehen. Zeit für einen Wandel ist es und kritische Stimmen werden auch im Land immer lauter. ...
So, jetzt ist meine Zeit um. Muss los zum Yoga. Melde mich später wieder. Bis dahin... ahoi :)

Friday, September 29, 2006

WTF!?

Something tells me I should get another blog for my every-day ranting and raving about life in English. I just feel I've written in German a lot and this has sort of become the platform for keeping the world aborad up to date while so much "small stuff" is going on here every day. Somehow it seems I'm trying to combine two different purposes in one blog...do you know what I mean? Anyway...Now, this is kind of sad, but my creative me has left me hanging here, searching for a meaningful, yet witty, title. Therefore starting another blog at this point is just too time and energy consuming. Life can be so complicated ;-). Alas, for now I'll just throw it in here and keep mixing the English and the German for a little longer.

So I found out about a movie the other day that made me want to blog about it immediately, because I was so outraged: www.jesuscampthemovie.com. Just watching the trailer made me be so lost for words and left me in a state of complete disbelief, rage, sadness, disappointment and hopelessness, really. I ended up just crying (might have been hormones more than the movie, but it certainly set it off), because my head seems be too small or simply not wired for such thinking. The worldview depicted escapes me entirely and I doubt I will ever be able to grasp it. Kids talking like adults about "being saved" and how living a "Christian life" (no offense..but isn't that kind of an empty, malleable, somewhat convoluted phrase?) is "the right thing to do". All the tal about truth and being right and being saved and how everyone else is wrong and lost and will go to hell ...unless, of course, they find "the light" in this right wing church. To me, all I saw was darkness. Right and wrong implies so much judgment and so little tolerance, so little encouragement for diversity. What upsets me most every time is how militaristic these churches are, how war is supported, how war is just, how soldiers fight for freedom, etc. without ever seeing the other side. Without acknowledging that "they" are humans, too. And, most of all, without acknowledging that war is killing, it's destructive, it's inhumane. Period. I really don't want to hear all the bullshit excuses about freedom and democracy when hundreds of people get killed, injured, uprooted by war every single day. How exactly does that stand in agreement with christianity? So, we can't abort a baby because that's killing, but we can go straight ahead and bomb the shit out of other countries, killing tons of INNOCENT people, including babies (since innocence is always the response to why the death penalty is okay, but abortion isn't). Anyway. I'm not sure I want to see that movie. I have a feeling that would be biting off more than I could chew. I know this is out there and I've found myself wanting to bang my head against the wall about political and social issues many times since I've moved here...but certain lines I'm apparently not ready to cross yet. I'm afraid I'd lose hope, become cynical to the point of no return, or just get updet to the point of aggression, which really doesn't stand in agreement with my goal of being a nonviolent person wherever, whenever and as often as I can.

To finish on a lighter note, I was introduced to a short videoclip the other day that is REALLY funny (or is it?). Check it out: www.endofworld.net

I'm off to bed... good night!

Saturday, September 23, 2006

TOEFL und andere Katastrophen

Heute also durfte ich nach 6 Jahren mal wieder beweisen, dass ich Englisch lesen, sprechen und verstehen kann. Und das für schlappe $150 . Der TOEFL (Test of English as a foreign language) wurde gerade überarbeitet und hat meiner Meinung nach nur noch sehr wenig mit dem alten TOEFL zu tun. Der war seiner Zeit wirklich machbar, da er einen Grammatikteil hatte, den man nach 5 Jahren Schulenglisch zumindest zufriedenstellend, mit etwas Übung auch richtig gut, bestehen konnte. Das ist jetzt anders. Jetzt muss man prompt auf unbekannte Fragen antworten und Diskussionen mündlich zusammenfassen (mit 15 -30 (!) Sekunden Vorbereitungszeit und zwischen 40-60 Sekunden Sprechzeit). Aufsatz schreiben, lesendes und hörendes Verstehen sind geblieben... meiner Meinung nach aber auch mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Jetzt könnte man meinen, dass das nach 1.5 Jahren im Land alles kein Problem mehr sein sollte. Doof ist nur, dass die Texte und Tonaufnahmen nichts mit dem wahren Leben zu tun haben. Das sind megalange, trockene Texte über Mars und Krater auf dem Mond und wie und wann die entstanden sind, welche Beweise es für Mikroorganismen mit witzigen Namen gibt, wie die Städte der Maya aufgebaut waren, welche Agrartechniken sie verwendeten, usw.. Alles aber so vollgestopft mit vagen Aussagen und abartigen Vokabeln, die oft ziemlich fachspezifisch sind, dass man das ganze 5 Mal lesen muss (und dann keine Zeit mehr hat, alle Fragen zu durchdenken :-(). Nun ist es wenigstens vorbei und wir werden sehen, was ich vollbracht habe. In ca. 10 Tagen kriege ich die Ergebnisse angeblich zugeschickt.
Nach all der Methodikausbildung im Studium habe ich ja so meine Bedenken, dass der neue Test wirklich soooo viel besser ist, aber darum geht es wohl nicht. Irgendwie kann es ja nicht nur Aussprache messen, wenn ich jemandem 15 Sekunden Zeit gebe, sich darauf vorzubereiten über eine Lieblingserfahrung aus der Kindheit zu berichten oder dazu Stellung zu beziehen, dass fremd Städte am besten durch die Besichtigung von Denkmälern entdeckt werden. Und irgendwie kann es auch nicht so toll sein, dass ich den Typen neben mir beim Sprechen so laut höre, dass ich meinen hörendes Verstehen Text nicht verstehen kann oder extrem abgelenkt bin. Anhalten kann man den Test natürlich nicht, wenn man Durst, Schnupfen, Hunger oder zu viel Kaffe getrunken hat, hat man eben mal für 2.5 Std ein Problem...bis man dann satte 10 min (!) Pause hat. Zusätzlich ist jetzt alles am Computer zu bearbeiten und selbst wenn wir im Zeitalter der Technik leben, beschleicht mich das Gefühl, dass da ein kultureller "Bias" existiert. Bestes Beispiel: eine Afrikanerin heute konnte nicht schnell genug auf dem Computer schreiben, um ihre zwei Aufsätze in der vorgegebenen Zeit einzutippen. Eine Wahl hat man nicht mehr, Extrawürste werden auch nicht gebraten. Meine Meinung zu diesen ganzen Tests hat sich also nicht geändert, im Gegenteil. Ich verstehe die Notwendigkeit, die vielen Einwanderer und Bewerber an Unis so gut auszusuchen (und ehrlich: auszusieben) wie möglich, aber $150 für Texte, mit denen keine Sau im Alltag 'was zu tun hat und die Leute wie ich im Leben sicher nicht mehr lesen müssen und Sprachproben zu meiner Kindheit an der Ostsee, nachdem ich hier 1.5 Jahre unterrichtet habe...das ist doch irgendwie Scheibenkleister. Na ja. Wen interessiert bei den Massen der Einzelfall? Versteh' schon. Witzig ist nur, dass die Amerikaner selbst ohne Frage oft schlechteres Englisch sprechen als so manche(r) Ausländer(in), den/die ich getroffen habe. Vielleicht sollten die Abzocker bei ETS (Educational Testing Service... die entwickeln diese Tests und zocken dafür die Millionen ab, da wirklich jede Uni traditionell von Ausländern diese Ergebnisse sehen will) sich mal überlegen, den "TOENL" einzuführen: Test of English as a native language :) Ich wette, da würden mehr Leute durchfallen, als beim TOEFL.

Letzte Anekdote: Die Heimfahrt. Den ganzen Tag hat es geschüttet als wäre es die Apokalypse. Aus mir unerfindlichen Gründen können die Autofahrer hier in Tennessee (und landesweit?) bei extremen Regen natürlich nicht auf die Bremse treten und so sind bei diesem Wetter etliche Unfälle vorprogrammiert. Das heisst Chaos auf den Straßen ... nicht zuletzt, weil der Regen das Land, und vor allem die Straßen, in eine Seenlandschaft verwandelt. Ohne Mist - entweder es hat in Deutschland so nie geregnet, oder die Straßen zu Hause sind besser gebaut, denn sowas habe ich noch nie erlebt. Richtig tiefe Pfützen, teilweise ganze Straßen- und Autobahnabschnitte überdeckend. "Aquaplaning vom Feinsten" kann ich da nur sagen. Kann mir da auch nicht verkneifen zu sagen, dass das (nebst anderen für ein so entwickeltes Land unfassbaren Phänomenen) eben passiert, wenn man Gott-weiss-wie viele Milliarden Dollar jährlich für das Bombardieren anderer Länder (für deren Freiheit und Demokratie, nicht deren Öl... ja, ja) in den Wind schiesst.

So, genug gemeckert. Jetzt werd' ich mir mit Patrick 'nen ruhigen Abend machen (er ist gerade aus Chicago wiedergekommen) ... Mehr später... Tschüß :)

Sunday, September 17, 2006

Technik macht's möglich

Angestiftet durch meinen Bruder habe ich mir gestern eine dieser Computer-Kameras gekauft (sind gar nicht SOOO teuer... um die €/$ 20-30). Soeben habe ich die neue Technik ausprobiert und mit gesamter Familie in Hönow und Erfurt via Internet telefoniert...mit Video :) Jetzt kann ich also die Lieben daheim (und sie mich) sehen, wenn wir (übrigens kostenlos) über das Internet telefonieren. Falls ihr Zeit und Lust dazu habt...am besten ein Konto bei Skype (einfach mal "googlen") einrichten & los geht's. Tolle Sache, wirklich. Hab' ja im letzten Jahr viel über Technik gelernt (mit reichen Vorstadtkindern zu arbeiten erteilt einem auch in dieser Hinsicht eine Lektion ;-)), aber irgendwie bin ich nach wie vor nachhaltig begeistert von all den Dingen, die die Technik ermöglicht. Da kann ich meine Leute, die tausende von km weit weg sind hören & sehen ohne eine Pfennig (cent) dafür zu bezahlen. Über einen riesigen Ozean, Berge, Länder und weiss-Gott-was hinweg.

Also gut, genug geschwärmt. Vielleicht hat ja der/die eine oder andere Lust, sich auch anzumelden... !? Dann können wir auc auf diesem Wege immer mal hallo sagen.

So, muss los. Habe meine Arbeit vergangene Woche an der Schule nicht geschafft. Daher machen wir jetzt fix einen Sonntagsausflug an die Schule, damit ich halbwegs ohne Chaos und Schweißausbrüche in die Woche starten kann. Dummerweise habe ich vor Ewigkeiten auch im Eifer des Gefechts gesagt, ich würde einen Deutsch-Kurs für Erwachsene unterrichten (ganz in alter VHS Manier). Das fällt mir jetzt etwas auf die Füße, da das am Dienstag abend losgeht und ich im Moment mit TOEFL Test und Korrekturlesen und Vorbereiten eigentlich mehr als genug Arbeit habe. Ein weiterer Versuch, so viel wie möglich in einen Tag zu stopfen (müsste irgendwann mal lernen, dass das ziemlich schnell zu Unproduktivität und Frustration führt...aber von der Ferne sieht alles immer machbarer aus und irgendwie wird die Arbeit ja dann doch immer geschafft.)

Bis später. Ahoi...

Saturday, September 09, 2006

Vor dem Haarschnitt


before the haircut
Originally uploaded by LeeJ2609.
..siehe unten...

Ganz frisch


...and after the haircut
Originally uploaded by LeeJ2609.
...der Haarchnitt ist noch warm, so frisch ist er auf dem Bild. Nicht wahnsinnig aufregend, wie ich finde...aber na ja... Wie sagt man so schön "Nach dem Haarschnitt ist vor dem Haarschnitt" !? :-)

Der Morgen nach Haarscnitt & Alko... ähhh... Sushi (siehe Patricks Blick)

... auch hierzu mehr im folgenden Text...

butternut squash gnocchi - homemade

Ich konnte die Fotos nicht IN den unten geschriebenen Text einfügen, also folgen sie jetzt hier. Mehr zu all den Fotos also im folgenden Text...

Woche 4, Haarschnitt und Kater

Die Überschrift fasst die Neuigkeiten des Tages ziemlich deutlich zusammen: Schulwoche 4 ist vorbei (schon!), ich habe mich für einen Haarschnitt früh aus dem Bett gequält und Patrick liegt mit Kater (körperliche Verfassung, nicht Haustier) auf der Couch. Demnach habe ich etwas Zeit, ein bisschen zu schreiben...und diesmal gibt's auch Fotos! :-)

Schule zuerst: Es bleibt bei dem, was ich letzte Woche erzählt habe: Das zweite Jahr ist (soweit) definitiv einfacher als das erste. Vieles bereits einmal vorbereitet zu haben, zu wissen, wo man was findet, wen man fragen kann und nicht fragen sollte, wie man mit Problemschülern umgeht, was man sagt und besser einhält und was man besser gar nicht erst sagt oder ganz besonders deutlich sagen sollte, wie man wann was benotet und wie man sich aus studenlangem Benoten ein kleines bisschen rausscmuggeln kann, woran man ausserhalb der Schule teilnehmen MUSS und was man sich klemmen kann ... all das macht einen RIESEN Unterschied in diesem Jahr. Es ist immer noch viel Arbeit, aber es ist weniger Chaos, weniger Verwirrung, Zweifel, Ausprobieren. Eben routinierter. So kann ich mir schon vorstellen, dass das Lehrerdasein nach einiger Zeit definitiv seine Vorteile hat (obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob es nicht irgendwann vielleicht doch langweilig wird, das gleiche/ ähnliche Material Jahr ein Jahr aus zu unterrichten?).
Im Bereich kollegialer Freundschaften gibt's nach wie vor keinen Durchbruch, aber den rwarte ich irgendwie auch nicht mehr an einer katholischen Schule in einem kleinen Südstaaten-Vorort. Da dreht sich eben 'ne Menge um Gott und Jesus oder Einkaufen und...brandneu...Kinder kriegen. Alles schön oberflächliches Geplänkel, zumindest wenn es um gleichaltrige weibliche Kollegen geht. Nicht so meine Welt. Die Hoffnung, dass die beiden Freunde, die ich letztes Jahr hatte und die weggezogen sind, von ähnlich interessanten, netten, gleichgesinnten Männlein oder Weiblein "ersetzt" werden würden, ist somit auch nichts weiter als eine Hoffnung geblieben. Versteht mich nicht falsch, ich komme mit den Leuten schon gut klar und geh' auch mal 'nen Kaffee mit dem/ der einen oder anderen trinken, aber es ist eben nichts, was ich als echtes Freundschaftspotential einschätzen würde, wenn ich einmal nicht mehr dort arbeite. Das ist nach wie vor einer der schwierigsten Aspekte des hiesigen Daseins - tragfähige Freunschaften zu schliessen. Aber wie immer bin ich da vielleicht auch zu ungeduldig, denn Freundschaften zeichnen sich ja auch durch Zeit aus, wenn ihr wisst, was ich meine.
Abgesehen davon lässt mir die Schule dieses Jahr auch ein kleines bisschen Zeit für andere Dinge. So will ich ab Oktober wirklich endlich einen Yoga Kurs belegen und habe in den letzten Wochen angefangen, etwas mehr zu kochen und zu backen. Ich hatte, glaube ich, irgendwann vor langer Zeit mal erzählt, dass Patrick und ich Saisonanteile an einer Biofarm gekauft haben und dafür jetzt jeden Samstag eine Kiste Bio Obst und Gemüse abholen. Letzte Woche war ein riesiger Kürbis in der Kiste und jemand kam auf die Idee, dass man daraus ja Kürbis-Gnocchi machen könnte. Fand ich gut & hab' ich gleich probiert (siehe Foto). Hat EWIG gedauert, eine riesige Schüssel Teig zu Gnocchimurmeln zu formen, aber es hat auch Spass gemacht. Hat mich irgendwie an die Kindergartentage erinnert, an denen wir alles mögliche aus Knete geformt haben :-)

Tja, und sonst? Wir waren gestern abend bei Freunden von Patrick zum Sushi-Essen eingeladen, was dann eher in "Nimm noch 'nen Schluck" ausartete (der Gastgeber war Argentinier und hat den Sake irgendwie zu einer massiven Portion Caipi verarbeitet...den wir getrunken haben NACHDEM wir schon Bier und Wein und Tequila intus hatten und BEVOR wir zum eigentlichen Sushi-Essen kamen). Resultat: Ich musste irgendwann auf die Bremse treten, da einer Autofahren musste und Patrick definitiv nicht mehr dazu in der Lage war. Jetzt liegt er auf der Couch und jault über billigen Fusel, starke Kopfschmerzen und versichert, in nächster Zeit keinen Alkohol mehr sehen zu wollen :)
Ich habe mich heute früh trotzdem aus dem Bett gequält um mir meine Haare endlich schneiden zu lassen (hatte ich schon lange vor). Dumm nur, dass ich mir nicht so richtig die zeit genommen habe darüber nachzudenken, welchen Schnitt ich eigentlich wollte. Um genau zu sein, wollte ich auch "nur" einen Schnitt, aber in einer Länge, dass ich sie trotzdem noch zusammenbinden und langwachsen lassen könnte. Na ja, und irgendwie muss ich die Idee mit den Fransen nicht so richtig rübergebracht haben, denn ich finde, es sieht nun zwar kürzer und "schnittiger", aber noch genauso langweilig aus, wie vorher :( Patrick findet's gut und ich find's auch nicht furchtbar, aber irgendwie auch nicht so, dass ich denke "wow, das isses". Ich schätze ich kann's in ein paar Wochen nochmal versuchen, wenn ich weiss, was ich eigentlich will.

So, nun müssen wir los, unsere neue Schwägerin in spe treffen. Patricks Stiefbruder heiratet im März. Ist auch 'ne tolle (?) Geschichte... erinnert mich mal, die noch zu erzählen, denn irgendwie ist das alles typisch amerikanisch-christlich verklemmt und kitschig.

Hier noch die Fotos von meinen Gnocchi und dem Haarschnitt (im tollen "vorher" und "nachher" Format, um den Wahnsinnsunterschied zu verdeutlichen ;-)).

Auf bald, macht's gut, Lydia

Sunday, September 03, 2006

Neues Schuljahr, neues Glück

Jetzt ist es schon fast wieder eine kleine Ewigkeit her seit meinem letzten Eintrag. Das ist indirekt ein Indiz für all die Dinge, die in seit Mitte August hier passiert sind. Das klingt dramatischer als es ist, denn am Ende läuft es "nur" darauf hinaus, dass das Schuljahr/ Semester für uns beide wieder begonnen hat. Für mich ging der Alltag am 04.08., das Unterrichten am 11.08., los. Für Patrick fing das Semester am 23.08. wieder an. Das ist das letztes Semester mit Kursen, die er belegt. Größtenteils unterrichtet und zensiert er für eine Professorin. Im Januar stehen seine großen Prüfungen an, das Examen, wenn man so will. Die letzte große Bühnenprobe vor der Verteidigung der Dissertation... und das dauert noch ein wenig. Bis dahin, so hat er vor wenigen Tagen erfahren, will sein neuer Doktorvater, dass er 100 Bücher zum Thema liest (bzw. deren Inhalt kennt), 2 Vorlesungen schreibt und hält und zwischenduch immer wieder kurze Hausarbeiten einreicht. All das zusätzlich zu den Kursen, die er noch belegt, zum besagten Zensieren und Lehren und zum Vorbereiten auf Konferenzen, auf die er als guter Doktorand natürlich auch fahren soll. An dem Abend habe ich Patrick so ziemlich das erste Mal leicht panisch gesehen... Nun sitzt er also regelmässig und versucht sein Soll zu erfüllen.
Mir geht es ähnlich, was einerseits daran liegt, dass ich jetzt 6 Kurse (a 3x 70 min. pro Woche) unterrichte, vorbereite und benote (das Beste an allem ...und das meine ich NICHT ernst). Andererseits liegt es auch daran, dass ich mich nach langem Rangen selbst entschieden habe, mich noch einmal für die Uni zu bewerben. Für Doktorandenprogramme in Sozialpsychologie mit meinem alten Schwerpunkt in Konflikt- & Friedenspsychologie oder Intergruppenbeziehungen ganz allgemein. Das ist ein großes Vorhaben und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das auch wirklich will. Es handelt sich hier um gute 6-8 weitere Jahre straffes Unileben ohne nennenswerte Bezahlung. Trotzdem ist es etwas, das ich lange mit mir rumgetragen habe und das mich immer neugierig lassen würde. Also habe ich mich dieses Jahr entschlossen es zu versuchen, damit die liebe Seele Ruh' findet und ich zumindest nicht sagen kann, ich habe es nicht versucht. Ich bin da so vorsichtig, da ich mir ganz ehrlich relativ bescheidene Chancen einräume, sofort angenommen zu werden (und das wäre dann auch in Ordnung, da es eben nicht das ist, worauf ich mich auf Gedeih und Verderb "berufen" fühle). Ich habe es sicher schon erwähnt, aber Doktorandenprogramme (vor allem, aber nicht nur, in Psychologie) sind heiss begehrt und es werden im Durchschnitt von 300-800 Bewerbern (je nach Uni) 2-8 genommen. Also im Durchschnitt etwa 1:100, an manchen Unis eher 1:200 oder sogar 1:250. Zur Bewerbung gehören eine Gebühr, ein Bewerbungsschreiben, 3 Empfehlungsbriefe, alle Zeugnisse und detailierten Kursbeschreibungen des Grund- und Hauptstudiums und zu meinem Übel der TOEFL (Test of English as Foreign Language) sowie der GRE (Graduate Record Examination). Letztere sind standardisierte Tests, die man in 4-Stunden-Sitzungen am Computer macht, nachdem man ein Schweinegeld dafür bezahlt hat ($130, bzw. $150 jeweils). Ich habe beide bereits vor Jahren hinter mich gebracht, aber da es eine fetzige Geldquelle ist und die Forschung auch Geld kostet (zugegeben), sind die Werte nur 2 (TOEFL), bzw. 5 (GRE) Jahre gültig und beide sind in meinem Falle abgelaufen. Somit sitze ich nun und lerne erneut. Man sollte meinen, in den TOEFL könnte ich einfach reinmarschieren, aber so einfach ist das nicht (mehr). Der Test wurde gerade überarbeitet und die Übungsversion, die ich vor einigen Tagen probiert habe, war alles andere als kinderleicht. Es gibt jetzt 4 Teile: Hörendes Verstehen, Lesendes Verstehen, Sprechen (nach 10-30 Sek Vorbereitungszeit auf ein Argument stimmig reagieren) und Schreiben. Früher gab es einen Grammatikteil und der war mit etwas Übung wirklich nicht schwer. Jetzt ist es also sehr viel angewandter, was einserseits gut, andererseits auch nicht so gut ist, weil man sich weniger klar darauf vorbereiten kann (meine ich). Der GRE ist dann die Krönung. Der Test besteht aus 3 Teilen: Englische Sprache, Mathematik und logisches Argumentieren in einem Aufsatz. Vor allem der Sprachteil ist unheimlich schwer, da er einzig und allein aus Fremdwörterbuch-Vokabeln besteht, die man als Nicht-Muttesprachler in 97% der Fälle noch NIE gehört oder gesehen hat. Da hilft auch kein Latein und da kann man, glaube ich, 20 Jahre im Land gelebt haben und das würde sich nur unerheblich ändern. Patrick, zum Beispiel, kann viele der Aufgaben so auf Anhieb auch nicht lösen. ...Englisch, nicht Mathe! Das ist der Test, bei dem also selbst Amerikaner mit den Ohren schlackern und tausende Dollar bezahlen um an Vorbereitungskursen teilzunehmen. Ihr seht, wie so ziemlich alles hier ist auch die Aufnahme in ein Doktorandenprogramm zum Geschäft geworden :-( Bleibt mir nicht viel übrig als mitzuspielen und so steht der TOEFL am 23.09., der GRE am 23.10. ins Haus. Bis dahin gibt es viiiieeel zu tun. Hauptsächlich etliche Vokablen zu lernen, damit ich wenigstens die ein oder andere Frage verstehe (macht sich nicht so gut, wenn man bei einem Wort-Analogieproblem nicht eine einzige Vokabel kennt).
Abgesehen davon läuft die Schule für mich soweit dieses Jahr ganz gut (knock on wood). Das zweite Jahr ist definitiv einfacher, in so vielerlei Hinsicht. Es ist schön, dass einen die Schüler jetzt kennen und man in vielen Fällen eine persönlichere Beziehung zu den Schülern hat als nur ihre Gesichter zu sehen und ihre Aufsätze zu kontrollieren. Ich unterrichte 5 Psychologiekurse und einen Kurs in Konfliktentstehung und -bewältigung und es ist sooooooooooooooo viel angenehmer, das zu unterrichten, was man kann :) Es macht dieses Jahr also (bis jetzt zumindest) viel mehr Spass als letztes Jahr.

An Wochenenden haben wir den Rest des Sommers genutzt um zum White Water Rafting zu fahren (ein Erlebnis und echter Adrenalin-Schuss!), die Seen der Umgebung zu erkunden, ein bisschen Laufen zu gehen und zu grillen. Letztes Wochenende haben wir Patricks Geburtstag gefeiert und dieses Wochenende scheint das Endes des Sommers zu markieren. Es ist jetzt schlagartig auf 20-24 Grad "abgekühlt", es ist trüber, regnerischer und die Nächte sind sehr viel kälter. Am Montag haben wir frei, da es Feiertag ist: Labor Day. So ziemlich der letzte Feiertag vor meinen Herbstferien am 20. und 23.10... :-(
Sollte ich es noch nicht erwähnt haben: Der Sommer ist zweifelsohne vorbei, in jeglicher Hinsicht, und wir steuern geradewegs auf Weihnachten zu (zumindest in Supermärkten wurde Halloween schon eingeleitet und dann fehlt nicht mehr viel, bis die künstlichen Weihnachtsbäume überall aufleuchten und man "jungle bells" an jeder Straßenecke bis zum Erbrechen hört).

Das sind also unsere Neuigkeiten in aller Kürze und Länge zugleich.

Bilder kommen, ich versprech's!

Bis aud bald liebe Grüße in die Heimat, Lydia

Tuesday, August 08, 2006

Remember the movie "An Inconvenient Truth" we told you about weeks ago? Well, through some volunteer work at the Nashville Peace and Justice Center and while getting ready for school (my non-teaching gig is to coordinate the Environmental Club at the school) I came across the site www.climatecrisis.net again. The site is encouraging people to pledge to see the movie and actually provides a link so that one can pledge on a friend's blog. And ...voila... we have "installed" one on this blog. Since the link counts how much of an impact a specific blog has had we insist you pledge (AND see the movie, obviously, because a promise is a promise, right!?) and not embarrass us here ;-) So, all of you who have a US zip code, please use the link on the right, pledge, and find a night & a theater to see the movie, resp. put it on your to-watch movie list!

There's really not too much else to report at this point. Patrick successfully changed advisors today, without tears or hurt feelings. He will now work with someone a bit more established and renowned in the field of 20th century American social history. The professor just changed to Vanderbilt this semester, which is a perfect time as Patrick is planing his comprehensive exams for January/ Feburary. As for me, school starts again tomorrow and with it a more structured and hectic life again, I am sure. Actual teaching doesn't start until Tuesday, but there are lots of parent nights, inservices, introductory sessions, etc. in the meantime. While I'm a little nervous about the amount of work waiting for me, I am also ready to go back in a way. This is what gave certain meaning to the summer, if you will, and what made the sweet times even sweeter, if you know what I mean? And we both have had a truly great summer filled with plenty of pleasant, exciting, new and valuable experiences that we will cherish throughout the year and thereafter. Sigh...

Well, time to try the "early to bed, early to rise..." thing again.

As always, we will keep you updated on what's happening in our little world.

Good night...

Saturday, August 05, 2006

Traurige Neuigkeiten, also machen wir's kurz: Das kleine Vogelbaby ist heute früh dann doch gestorben. Nach dem Aufstehen haben wir die Mutter noch gesehen, aber irgendwie war das auch nicht mehr die Rettung. Wir haben's versucht, aber so ist das eben...
Unlustige Scherze meiner Mitmenschen enthalten die Worte "Vogelgrippe". Darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein, sondern begeb' mich in mein Nachtlager ;-) Mehr Neuigkeiten gibt's momentan auch nicht, aber wie man hier so schön sagt gilt "No news is good news". Na denne: Gute Nacht!!!

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Sad news, so we'll keep it brief: The little baby bird died earlier today. We saw its mother flying up to him this morning, but apparently she couldn't help much either. We tried our best, but such are life and nature.
I am starting to hear not-so-funny jokes around me containing the words "bird flu". I will just ignore that and go to bed for today ;-)
By the way: We just saw the preview for the movie "Beerfest". Patrick thought it was hilarious and is convinced we'll have to see it on opening day. Uuhh.....what's peoples' obsession with German accents in advertisements and movies lately? We're not SUCH a funny people. Oare aahr vee? :)

Friday, August 04, 2006


Unser Findelkind

Unser kleines Findelbaby ist noch unter uns - in jeglicher Hinsicht. Der Kleine (das männliche Geschlecht sei einfach mal unterstellt, da "der Vogel") hat die Nacht in einem mit Handtüchern ausgelegten Karton in unserem Wohnzimmer übernachtet und war zu meiner großen Erleichterung heute morgen auch noch am Leben. Da ich gleich früh zu meinem Schul-Buß-und-Bettag musste, hat Patrick Babysitter gespielt. Das Tierhilfswerk hat sich erst gegen Mittag gemeldet, als der Kleine schon wieder draußen in seiner ausgestopften Blumenschale am Baum hing. Er hat wohl heute morgen irgendwann so viel Lärm gemacht, dass Patrick ihn wieder zu seinem Fundort gebracht hat, in der Hoffnung, die Mutter würde ihn hören. Patrick hat die Mutter auch 2x ans "Nest" (sprich: Blumenschale) fliegen sehen, so dass wir Hoffnung haben, dass der Kleine artgerecht verpflegt wird. Ich habe die Mutter nicht mehr gesehen, aber nach langen "Das ist ein wildes Tier und lebt jede Nacht draußen, wo er auch am ehesten von seiner Mutter wiedergefunden wird" Erklärungen von Patrick habe ich mich überreden lassen, ihn heute Nacht in seiner Blumenschale zu lassen. Das Hilfswerk war übrigens auch der Meinung, dass es so momentan am besten ist und wir wieder anrufen sollen, wenn wir keine Mutter mehr sehen können und der Kleine offenbar nicht kräftiger wird. Ein richtiges Drama.
Mal sehen, wie unsere kleine Vogelbaby-Soap-Opera weitergeht. Nach Sabines Nachricht fällt mir ein: Gibt's diese fetzigen "Ein Herz für Tiere" Aufkleber eigentlich noch? ...die man hinten an die Autoscheibe klebt, wenn man Hundebesitzer ist (nein, keine Regel, ein Stereotyp)? Falls ja, hätte ich gern einen, glaube ich :) (Ja, ist ein Scherz... erinnert mich aber daran, dass ich noch gar nichts von den "W" Aufklebern und gelben Schleifen an den Autos hier erzählt habe...ooooder? Erinnert mich dran, das hole ich nach!
Jetzt muss ich mich erst einmal von diesem spirituell hochwertigen Tag heute erholen. Schweigen wir drüber, vor allem, da ich nach gestern ja versprochen hatte, mit einer Geschihte rauszurücken, die ein positives Licht auf Amerika wirft :)
Schaut also wieder rein, es lohnt sich... hi hi...

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Our foundling

Our little baby foundling is still with us - in every sense. He (we decided he was male, as the gender for "bird" in German is male) spent the night in a small box lined with towels in our living room. To my surprise (and even bigger relief) he was still alive this morning. I had to go to a school retreat early in the morning, so that Patrick was stuck with babysitting the little bird. When Walden Puddle Wildlife Rehabilitation Center called, Patrick had hung the little guy back outside in the nest that we built for him because he had been squawking quite a bit. Shortly after bringing him back outside, Patrick noticed a blue-jay landing on the nest twice - we are really, really hoping it was his mom and he's being adequately fed and taken care of now. I haven't seen the mother since I got back, but with a long "It's a wild bird that sleeps outside every night, where he has the best chances of being found again by his mother" explanation, Patrick was able to convince me to leave him outside tonight. So the wildlife center agreed that it's best to keep him there for now, assuming his mother stopped by. Hopefully we won't have to call them back (not because we don't like them...I think the work they do is fabulous!...but obviously, because we want the mother to take the little runaway back in). We'll keep you updated on this baby-bird-soap-opera. That's really all for now. Stay tuned...

Thursday, August 03, 2006

Baby bird

Okay - just after I got finished with my last entry, I went outside to water the plants and saw a baby bird in the grass. I'm not sure if he fell out of his nest or what happened, but we couldn't find a nest. Finally, we looked up some information and made sure it was okay for us to touch him. I took him up to see if something was broken or if he was hurt, but he seemed okay. He is so young, has very few feathers and seems to be incredibly hungry. We called a wildlife rescue center and are waiting for their reply. As of now, he's in a shoebox in our living room (the recording said to do that if no nest could be found). I just couldn't leave him there and wait for the cat to come... At the same time, we can't feed him, because we don't know what and how and I'm just heartbroken and terrified thinking he might not make it through the night. We think it's a baby mockingbird, by the way, but we're not sure.

Anyway, I had to share that. Let us know if you have any ideas on how to deal with baby birds. We'll keep you posted...

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Kurz nach meiner letzten Nachricht wollte ich die Blumen gießen (ss oder ß macht mich gaga), als ich ein kleines Vögelchen im Gras liegen sah. Kein Nest, keine Mutter, nichts in der Nähe. Er ist ganz klein, macht keinen Lärm und sieht sehr hungrig aus. Ich finde nicht, dass er krank aussieht, nur schwach und klein, aber ich bin auch kein Tierarzt oder Biologe. Jedenfalls haben wir die Tierhilfs-Hotline angerufen und warten auf Antwort. In der Zwischenzeit haben wir ihn in einem Schuhkarton ins Wohnzimmer geholt, da wir kein Nest finden konnten (laut Tierhilfswerk kann man Vögel anfassen und soll sie im Schuhkarton halten, bis Hilfe kommt). Das ist das. Ich hab's nicht über's Herz gebracht, ihn dort liegen und der Katze zu überlassen :-(
Jetzt hoffe ich nur, dass der Kleine die Nacht überlebt und wir ihn morgen zum Hilfswerk bringen können. Wir denken übrigens, dass es eine Drossel ist, sind uns aber nicht sicher...
Wir lassen Euch wissen, was passiert. Drückt uns die Daumen... Gute Nacht!
Die fetten Tage sind vorbei

...oder sollte ich der Ehrlichkeit halber sagen: "Die fetten Wochen sind vorbei"? Wie auch immer, unterm Strich heisst das, dass der schönste Teil meines Jobs (Sommerferien, natürlich) erst einmal abgelaufen ist. Würde zu gern behaupten, dass ich mich aufs neue Jahr freue, es langsam kaum erwarten kann, wieder eine Routine zu haben und zu unterrichten, dass 8 Wochen wirklich lang genug waren und mir mittlerweile langweilig wurde. Die ehrlichere Version ist aber, dass ich mich natürlich schnell ans Ausschlafen, Rumlungern, Verreisen, Bücher lesen, Filme gucken, Weggehen, Aufbleiben, Ab-und-zu-Arbeiten,... gewöhnt habe. Zumal der Gehaltsscheck nach guter amerikanischer Manier trotzdem alle 2 Wochen aufs Konto kam. :-) Ab morgen geht's also wieder los. Noch nicht gleich mit dem Unterricht, aber dafür mit einem dieser Tage, die ich ganz besonders liebe: Versammlung. Und da es eine katholische Schule ist und Teambildung ja mittlerweile in den meisten "Betrieben" groß geschrieben wird, fangen wir morgen gleich mit einer ganz besonderen, spirituellen Versammlung an. Als erstes eine Stunde Messe, dann Frühstück, dann persönliches Reflektieren über Jesus' Rolle in unserem Leben und Lehren. Und so geht das bis 15 Uhr. Mit Bibel natürlich (die ich in englischer Sprache nicht mal habe). Das war letztes Jahr ähnlich, aber wenigstens in der Schule, wo man zufällig von der Toilettenpause nicht mehr zurückkam. Diesmal ist auf einem der zahlreichen kirchlichen Anwesen hier, in unserem Fall auf dem Campus der Methodisten. Als ich davon gehört habe, war ich echt satt, denn katholische Schule ist gut und schön, aber die Annahme, dass jeder katholisch (oder selbst christlich) ist, 'ne Bibel und Interesse an so einem Tag hat, geht mir gegen den Strich. Die implizite Annahme, dass jeder christlich ist, zur Kirche geht und die Bibel liest. Das war schon in Utah so. Und obwohl ich getauft und konfirmiert bin, mag ich es nicht, dass von mir angeommen, fast erwartet, wird, dass Kirche ein fester Bestandteil meines Alltags ist. Ist es nicht, basta. Und das einzusehen und zu tolerieren fällt Katholiken hier offenbar ähnlich schwer wie Mormonen, Baptisten, Methodisten und weiss der Geier welche 2763 anderen christlichen Splittergruppen es noch gibt. Das ruft in mir irgendwie nur Reaktanz hervor. Ihr seht, ich freue mich unwahrscheinlich auf den morgigen Tag. Ich habe keine Ahnung, was ich erzählen soll zu Jesus' Rolle in meinem Leben...
Mit diesen Versammlungstagen geht es am Mittwoch weiter, bis Freitag (erster Schultag), wo wir von 18-21 Uhr den Eltern nochmal Rede und Antwort stehen können. Offiziell soll es dazu dienen, die Eltern über Kurse und Materalien zu informieren, aber inoffiziell ist es eher dazu da, angestarrt und über sich ausgefragt zu werden (woher, wie lange schon, wo studiert, welche Erfahrungen, wie alt, etc.). Und am darauf folgenden Montag gibt es zur Krönung nochmal eine Versammlung aller katholischen Schulen hier in Nashville. JUUUUUUUUHHHHHHHHUUUUUUUUUU.
Abgesehen davon habe ich vor kurzem erfahren, dass ich im kommenden Jahr 6 statt der erwarteten und versprochenen 5 Kurse unterrichten werde. Das heisst 18 x 70 min pro Woche vor der Klasse stehen, plus Vorbereitung, Hausaufgaben und Klassenarbeiten korrigieren und Noten geben. Dazu werden mir immerhin 6 x 70 min pro Woche gegeben, in denen ich dann kopieren oder mir einen Kaffee kochen kann. Am Anfang war ich ziemlich sauer, da es immerhin nochmal 22 Kinder und 4 Zeitstunden mehr Unterricht für gleiches Gehalt sind, aber mittlerweise bin ich froh, dass es wenigstens ein Psychologie Grundkurs ist. Somit werde ich 2 Leistungskurse und 3 grundkurse in Psychologie haben, plus meinen einen Kurs über Konfliktentstehung und -bewältigung. Kein Latein mehr (was sich, wie ich die Schule kenne, über Nacht aber ändern kann). Damit unterrichte ich also wenigstens das, was ich studiert habe und etwas, für das ich teilweise durch letztes Jahr schon Vorbereitungen habe (die 2 LKs). So sieht das arbeitstechnisch aus.

Da mich das Umfeld der Schule offenbar zunehmend nervt und ich auch mit Kollegen größtenteils irgendwie keinen richtigen, zur Freundschaft ausreichenden, Draht finde, habe ich mich entschlossen, mich für das kommende Jahr nach Alternativen umzusehen. Eine Alternative ist wieder Uni, was aber einen sehr aufwendigen und langen Bewerbungsprozess erfordert (man bewirbt sich für Masters- und Doktorandenprogramme 1 mal im Jahr und in Psychologie werden etwa pro Uni 2-4 Leute aus 300-700 Bewerbern, je nach Ruf der Uni, genommen). Dazu bräuchte ich also wieder den TOEFL und einen weiteren Test, den GRE (Graduate Record Examination). Letzterer ist einzig und allein dafür entwicklet worden, die mathematischen, analytischen und verbalen Fähigkeiten potentieller Doktoranden zu beurteilen und dementsprechend anspruchsvoll, um es mal nett auszudrücken (unnett wäre zu sagen, dass er selbst bei testgeschulten Amis Würgereflexe verursacht). Beide kosten $ 130, bzw. $ 150 und die Ergebnisse sind nur 2, bzw. 5 Jahr gültig (übrigens nicht, weil die Firma ETS Geld machen will, sondern weil man sein Englisch nach 2 Jahren natürlich komplett vergisst!). Dazu kommen ein Motivationsschreiben, 3 Beurteilungen, Interviews, Bewerbungsgebühren zwischen $ 50-80 pro Uni, etc, etc... Und die sehr gute Möglichkeit, dass das alles in 5 or 6 "leider nein" Briefen endet. Eben Bewerbungen. Wenn man aufgenommen wird, ist man aber drin und zwar für 5-6 Jahre, was oft bezahlt ist - zwar mager, aber immerhin. Man besucht dann wieder Kurse, arbeitet eng mit einem Prof zusammen, forscht 'ne Menge, fährt auf Konferenzen, gibt Kurse, benotet Prüfungen der Bachelor-Studenten, usw.. Definitiv ein Vollzeitjob. Derzeit schreibe ich Professoren im ganzen Land an, deren Arbeit sich etwa mit meinen Interessen deckt (da Passung einer DER wichtigsten Faktoren überhaupt ist). Mal sehen, wie und was dabei rauskommt. Bewerbungsfristen sind zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar. Bis dahin werde ich in mich gehen und gucken, ob ich das wirklich in diesem Herbst angehen will.
Eine weitere Alternative wäre natürlich, mir einen anderen Job zu suchen. Das ist nicht so leicht, wenn man einen Abschluss hat, von dem keiner 'was gehört hat, von einer Uni, von der keiner 'was gehört hat. Dennoch war ich mutig und habe mich zunächst als Freiwillige beim Nashville Peace and Justice Center beworben. Am Montag habe ich dort ein Vorstellungsgespräch - nicht für einen Job, aber eben potentiell für einen Job in der Zukunft (sie suchen z.B. immer Leute, die Workshops geben oder im Büro arbeiten). Mal sehen, wie das läuft. Vielleicht treffe ich da ja sogar ein paar Leute, mit denen ich mal weggehen kann, ohne dass man um das Glatteis-Thema Politik rudern muss. (Ich war letztens mit einer Kollegin Mittagessen, die mich nach meiner Meinung zu George Bush gefragt hat. Ende des Liedes war, dass wir uns beide brutal über unsere Gegensätze bewusst waren und sie mich wirklich gefragt hat, warum alle Welt so auf ihm rumhacke, er habe einen schweren Job und wer sonst würde denn die Terroristen bekämpfen? Das war das.) Ich habe letztens Dana erst am Telefon erzählt, dass ich finde, das Land sei hier so extrem gespalten, dass es wirklich nur entweder-oder gäbe. Es kommt irgendwie alles im Bündel, wisst ihr? Alles ist miteinander verbunden (und zwar überweigend durch den Glauben) - Homosexualität, Abtreibung, Krieg, Todesstrafe, Umweltschutz, Sozialleistungen, etc.. Das Weltbild vieler ist eben, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat ("God created Adam and Eve, not Adam and Steve") um Leben zu generieren und dass das Leben unantastbar ist. Damit hätten wir Abtreibung, oder in extremen Fällen selbst Verhütung, vom Tisch. Ausnahmen sind, wenn jemand "etwas Böses" getan hat. Denn Strafe muss sein. Daher sind Todesstrafe und Krieg wichtig, um die "Guten" vor den "Bösen" zu schützen. Klingt nach Kinderspielplatz oder altem Testament? Eben. Sozialleistungen sind übrigens überflüssig, denn wer fleissig ist, braucht die Hilfe des Staates nicht. Und Umweltschutz ist für richtig extreme Christen auch überflüssig, da Gott die Erde eh mit einem Feuer zerstören wird, nachdem er die "Guten" (schätzungsweise in den Himmel?) gerettet hat. Das sind wirklich keine Märchen, sondern die festen Überzeugungen einer gehörigen Portion von Amerikanern. Zu ihrer Verteidigung muss auch gesagt werden, dass es SEHR viele gibt, die nicht so denken, im Gegenteil. Es sind unheimlich viele Aktivisten am Werk, das zu ändern, aber für unser einen ist die Begegnung mit oben beschriebener Mentalität natürlich nachhaltig und herausragend schockierend.
Um den Gruselschocker-Eintrag von heute noch zu krönen, fix noch eine "Nachrichten" Anekdote: Letzte Woche haben Patrick und ich vor Lachen platt auf dem Boden gelegen, als in den 22 Uhr Nachrichten von einem Mann berichtet wurde, der im Süden Tennessees 2x von einer Klapperschlange gebissen wurde. Die Story wurde gross über eine halbe Stunde angepriesen und dauerte dann 3 Sätze: Er ist ins nächste Krankenhaus gebracht worden, aber wir haben keine Stellungnahme der Familie. Klapperschlangen können gefährlich, aber nicht unbedingt toödlich sein. Und er war draußen (man höre und staune!), als er gebissen wurde. Und im Libanon wurden wahrscheinlich gerade 15 Kinder von israelischen Raketen getötet. Aber das interssiert natürlich nicht, denn die Mehrheit weiss sicher nicht mal, wo Libanon ist und dann ist das Ganze ja eh für den Weltfrieden. Ich hätte gern geweint, konnte aber irgendwie nur lachen.

So, das war viel. Ich hoffe, ich schockiere Euch mit meinen Geschichten nicht soweit, dass ich Euch nie als Besuch hier sehe... Amerika hat wirklich auch seine guten und schönen Seiten!!! :-) Vielleicht schreibe ich darüber das nächste Mal zum Ausgleich...

Abschliessend noch ein Bild von Patricks und meiner neuen Brille. Das Foto ist kein Meisterwerk, aber für einen Eindruck reicht es.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Seid bis dahin wie immer lieb gegrüßt!

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Here's a picture of Patrick's and my new glasses... Harry Potter and the German girl ;-) (And yes, I did write more than that in the text above ;-))