Wenn ich schreibe, ann gleich richtig: Hab' vergessen von meiner großen Errungeschaft (;-)) zu erzählen... Der Umweltclub, dem ich an der Schule vorstehe, hat eine Auszeichnung gewonnen. Demnach sind wir eine von Tennessees 10 besten Recycling Schulen und bekommen dafür $500. Nicht schlecht, oder? Mehr unter der Schulhomepage: www.jp2hs.org unter "news" (ganz unten). Irgendwelche Ideen, wie wir das Geld umsetzen können um die Schule noch umweltfreundlicher zu machen?
--------------------
I forgot to mention some exciting news: The Environmental Club that I supervise at school won an award for being one of TN's 10 best recycling schools. We will get $500 and a certficate which will be handed to us during an on-field ceremony during the University of Tennessee vs. LSU football game on November 3rd. Pretty cool, huh? More details at www.jp2hs.org . Let me know if you have any ideas as to how to spend the money to make he school more environmentally friendly.
Sunday, October 29, 2006
grrrr
My site counter gave up sometime between last week and this, so I had to install a new one and start all over again. Grrr. Hopefully I am luckier with this new one...
Not much new otherwise... will post pics from yesterday's Halloween party and my new hobby...making carrot cake...asap.
Not much new otherwise... will post pics from yesterday's Halloween party and my new hobby...making carrot cake...asap.
uuuups/ ooops
Lang lang ist's her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe, fällt mir gerade auf :( Wie gut, dass ich jetzt eine extra Stunde habe, versäumte Geschichten nachzuholen. Ich war nämlich gerade auf dem Weg zu meinem neuen Yoga Kurs (ja...versuche mich jetzt an Yoga :)) als mich Patrikc anruft und sagt "Du, ich glaube, die Zeit wurde letzte Nacht umgestellt und es ist erst 9 Uhr, nicht 10". Tja, so war das dann auch. Also in ich wieder nach Hause gefahren (zum Glück nur 5 Minuten Weg) und nutze jetzt die Zeit zum Schreiben.
Vielleicht mal zurück in der Zeit: Gestern abend waren wir auf einer Halloween Party (am Dienstag ist hier Halloween) wofür ich mich in die Schuluniform meiner Schüler geschmissen habe (Fotos folgen). Das Ganze hätte ganz witzig werden können, aber auf Partys kann man ja auch immer herrlich Sozialstudien betreiben und irgendwie ging mir das, was ich beobachtet habe ziemlich schnell auf die Ketten. Unsere Nachbarin (seit 9 Jahren verheiratet, unser Alter!!!) schmiss sich in den ersten 10 Minuten an den nett aussehenden Medizinstudenten ran und lies ihn auch für den Rest des Abends nicht mehr los. Erzählte ihm lang und breit über ihre eigenen Krankheiten und als dann ihre Ethikunterricht-Diskussion losging, hab' ich mich zu anderen gesellt. Die Gastgeberin selbst wr irgendwann so alkoholisiert, dass sie wie ein Wirbelwind durch die Party fegte und allen erklärte, wie sehr sie sie liebte. Die restlichen Diskussionen drehten sich um Theologie (die meisten dort waren Doktoranden der Theologie) oder Schwangerschaft. Letzteres ist das brandneue Top-Thema wo man geht und steht. Muss dara liegen, dass ich an einer katholischen Schule arbeite und auch ansonsten nur von End-Zwanziger Pärchen ohne Kinder umgeben bin. Als ich dann nur noch Basaltemperatur und Ovulation hörte, habe ich mich aus dem Staub gemacht. Das nervt und muss ja nun nicht auch och auf Partys diskutiert werden. ...
Ansonsten habe ich noch ein paar tolle Geschichten zur politischen Situation hier. Habe mich im Eifer des Gefechts da vielleicht auch zu weit aus dem Fenster gelehnt. Meine Gastmama schickte mir letztens wieder eine ihrer Massenemails, die sich durch einfache Google "Nachforschungen" schon so manches Mal als Mythen oder gänzlich veraltete Geschichten herausgestellt haben. Diesmal ging es darum, dass die Todeszahlen vom Januar in Irak mit denen in Detroit verglichen wurden .... und es stellte sich raus, dass in Irak "nur" 4 Leute mehr umgebracht wurden. Na bitte, dann ist doch alles gut. Und dann ging es weiter, wie toll das ist, für Freiheit zu kämpfen und dass irgendein Kommunist (noch gefürchteter als Terroristen...oder vielelicht ein und dasselbe?) einen ehemaligen Soldaten (später im Senat) gefragt hat, ob er je in seinem Leben gearbeitet hätte? Lange Rede, kurzer Sinn...es ging dann ewig lang darum, wie viel Soldaten arbeiten, wie mutig sie sind, wie sehr sie für unsere Freiheit kämpfen, bla bla bla. Achso, und der Abspann war dann in etwa so: "Und wenn Du das jetzt in Englisch lesen konntest, danke einem Veteranen. Schick es an so viele Leute, wie möglich, bla bla bla." Nicht nur, dass mich die Verherrlichung von Krieg extrem aufgeregt hat, aber dann stellte sich mal wieder heraus, dass 80% der "Zitate" in der email angeblich von 2004 von einer Diskussion im "Senate" stammten in Wirklichkeit 1974 während einer Wahlkampagne gesagt wurden. Und da ging mir dann die Hutschnur hoch und ich habe drauf reagiert. Wie zynisch und ungerechtfertigt ich den Vergleich zwischen Detroit und Irak fand, wie viel Zerstörung und Leid Krieg verursacht,dass die Zitate 30 Jahre alt waren, usw.. Ich weiss einfach nicht, wie sich hier immer noch Amerikaner hinstellen und den Irak Krieg rechtfertigen können, wenn wirklich jeden Tag eine ewig lange Liste an 20-30jährigen getöteten Soldaten veröffentlicht wird. Und das zählt nur getötete Amerikaner. Habe dann noch 4 eklige Fotos von einem Berichterstatter aus dem Irak eingefügt, da Krieg hier immer so steril und gut klingt und niemand sieht oder hört, wie es wirklich aussieht (nicht dass ich es weiss, Gott sei Dank, aber ich stelle mich auch nicht hin und erzähle aller Welt, dass es gut ist und die Welt sicherer macht). Jedenfalls kam gleich eine email von einem im Verteiler zurück, die mir erklärte, ich solle doch mal überlegen, wie viele am 11.09. umgebracht wurden und wieviel Zerstörung und Leid das hier verursacht hat und wie ich mich hinstellen kann und dagegen argumentieren kann. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Meine Herren, was will man dazu sagen? Ich reagiere da jetzt nicht drauf, ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte und fertig.
Am 07.11. sind hier Wahlen für den Kongress ("Senate" und "House of Representatives") und wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Schlammschlacht voll im Gange. Michael J Fox wirbt für Stammellforschung (stark gekennzeichnet von seiner Parkinsonerkrankung) und ein extrem rechter CHRIST stellt sich in seiner Radiosendung hin und erzählt laut und breit, dass das alles übertrieben ist und er mit Absicht seine Arme und Beine so "flattern" lässt und dass man das nicht ernst nehmen kann. Für den afro-amerikanischen Kandidaten hier in Tennessee wird Antiwerbung gemacht, indem man ihm vorwirft, nur auf Playboypartys zu gehen und für die Abtreibungspille (fast so schlimm wie Kommunisten) für Teenager zu werben. Eine Schlammschlacht vom Feinsten, wenig ist relevant und hat Substanz, das meiste ist einfach unterhalb der Gürtellinie. Es bleibt die Hoffnung, dass Bush seinen Arsch versohlt bekommt, speziell nachdem sich im Irak nichts zum Positiven wendet und Senator Foley sich als leicht pädophil herausstellte und die guten Republikaner ja solche Moralapostel und Familienmenschen sind. Wir werden sehen. Zeit für einen Wandel ist es und kritische Stimmen werden auch im Land immer lauter. ...
So, jetzt ist meine Zeit um. Muss los zum Yoga. Melde mich später wieder. Bis dahin... ahoi :)
Vielleicht mal zurück in der Zeit: Gestern abend waren wir auf einer Halloween Party (am Dienstag ist hier Halloween) wofür ich mich in die Schuluniform meiner Schüler geschmissen habe (Fotos folgen). Das Ganze hätte ganz witzig werden können, aber auf Partys kann man ja auch immer herrlich Sozialstudien betreiben und irgendwie ging mir das, was ich beobachtet habe ziemlich schnell auf die Ketten. Unsere Nachbarin (seit 9 Jahren verheiratet, unser Alter!!!) schmiss sich in den ersten 10 Minuten an den nett aussehenden Medizinstudenten ran und lies ihn auch für den Rest des Abends nicht mehr los. Erzählte ihm lang und breit über ihre eigenen Krankheiten und als dann ihre Ethikunterricht-Diskussion losging, hab' ich mich zu anderen gesellt. Die Gastgeberin selbst wr irgendwann so alkoholisiert, dass sie wie ein Wirbelwind durch die Party fegte und allen erklärte, wie sehr sie sie liebte. Die restlichen Diskussionen drehten sich um Theologie (die meisten dort waren Doktoranden der Theologie) oder Schwangerschaft. Letzteres ist das brandneue Top-Thema wo man geht und steht. Muss dara liegen, dass ich an einer katholischen Schule arbeite und auch ansonsten nur von End-Zwanziger Pärchen ohne Kinder umgeben bin. Als ich dann nur noch Basaltemperatur und Ovulation hörte, habe ich mich aus dem Staub gemacht. Das nervt und muss ja nun nicht auch och auf Partys diskutiert werden. ...
Ansonsten habe ich noch ein paar tolle Geschichten zur politischen Situation hier. Habe mich im Eifer des Gefechts da vielleicht auch zu weit aus dem Fenster gelehnt. Meine Gastmama schickte mir letztens wieder eine ihrer Massenemails, die sich durch einfache Google "Nachforschungen" schon so manches Mal als Mythen oder gänzlich veraltete Geschichten herausgestellt haben. Diesmal ging es darum, dass die Todeszahlen vom Januar in Irak mit denen in Detroit verglichen wurden .... und es stellte sich raus, dass in Irak "nur" 4 Leute mehr umgebracht wurden. Na bitte, dann ist doch alles gut. Und dann ging es weiter, wie toll das ist, für Freiheit zu kämpfen und dass irgendein Kommunist (noch gefürchteter als Terroristen...oder vielelicht ein und dasselbe?) einen ehemaligen Soldaten (später im Senat) gefragt hat, ob er je in seinem Leben gearbeitet hätte? Lange Rede, kurzer Sinn...es ging dann ewig lang darum, wie viel Soldaten arbeiten, wie mutig sie sind, wie sehr sie für unsere Freiheit kämpfen, bla bla bla. Achso, und der Abspann war dann in etwa so: "Und wenn Du das jetzt in Englisch lesen konntest, danke einem Veteranen. Schick es an so viele Leute, wie möglich, bla bla bla." Nicht nur, dass mich die Verherrlichung von Krieg extrem aufgeregt hat, aber dann stellte sich mal wieder heraus, dass 80% der "Zitate" in der email angeblich von 2004 von einer Diskussion im "Senate" stammten in Wirklichkeit 1974 während einer Wahlkampagne gesagt wurden. Und da ging mir dann die Hutschnur hoch und ich habe drauf reagiert. Wie zynisch und ungerechtfertigt ich den Vergleich zwischen Detroit und Irak fand, wie viel Zerstörung und Leid Krieg verursacht,dass die Zitate 30 Jahre alt waren, usw.. Ich weiss einfach nicht, wie sich hier immer noch Amerikaner hinstellen und den Irak Krieg rechtfertigen können, wenn wirklich jeden Tag eine ewig lange Liste an 20-30jährigen getöteten Soldaten veröffentlicht wird. Und das zählt nur getötete Amerikaner. Habe dann noch 4 eklige Fotos von einem Berichterstatter aus dem Irak eingefügt, da Krieg hier immer so steril und gut klingt und niemand sieht oder hört, wie es wirklich aussieht (nicht dass ich es weiss, Gott sei Dank, aber ich stelle mich auch nicht hin und erzähle aller Welt, dass es gut ist und die Welt sicherer macht). Jedenfalls kam gleich eine email von einem im Verteiler zurück, die mir erklärte, ich solle doch mal überlegen, wie viele am 11.09. umgebracht wurden und wieviel Zerstörung und Leid das hier verursacht hat und wie ich mich hinstellen kann und dagegen argumentieren kann. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Meine Herren, was will man dazu sagen? Ich reagiere da jetzt nicht drauf, ich habe gesagt, was ich zu sagen hatte und fertig.
Am 07.11. sind hier Wahlen für den Kongress ("Senate" und "House of Representatives") und wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Schlammschlacht voll im Gange. Michael J Fox wirbt für Stammellforschung (stark gekennzeichnet von seiner Parkinsonerkrankung) und ein extrem rechter CHRIST stellt sich in seiner Radiosendung hin und erzählt laut und breit, dass das alles übertrieben ist und er mit Absicht seine Arme und Beine so "flattern" lässt und dass man das nicht ernst nehmen kann. Für den afro-amerikanischen Kandidaten hier in Tennessee wird Antiwerbung gemacht, indem man ihm vorwirft, nur auf Playboypartys zu gehen und für die Abtreibungspille (fast so schlimm wie Kommunisten) für Teenager zu werben. Eine Schlammschlacht vom Feinsten, wenig ist relevant und hat Substanz, das meiste ist einfach unterhalb der Gürtellinie. Es bleibt die Hoffnung, dass Bush seinen Arsch versohlt bekommt, speziell nachdem sich im Irak nichts zum Positiven wendet und Senator Foley sich als leicht pädophil herausstellte und die guten Republikaner ja solche Moralapostel und Familienmenschen sind. Wir werden sehen. Zeit für einen Wandel ist es und kritische Stimmen werden auch im Land immer lauter. ...
So, jetzt ist meine Zeit um. Muss los zum Yoga. Melde mich später wieder. Bis dahin... ahoi :)
Saturday, September 30, 2006
Friday, September 29, 2006
WTF!?
Something tells me I should get another blog for my every-day ranting and raving about life in English. I just feel I've written in German a lot and this has sort of become the platform for keeping the world aborad up to date while so much "small stuff" is going on here every day. Somehow it seems I'm trying to combine two different purposes in one blog...do you know what I mean? Anyway...Now, this is kind of sad, but my creative me has left me hanging here, searching for a meaningful, yet witty, title. Therefore starting another blog at this point is just too time and energy consuming. Life can be so complicated ;-). Alas, for now I'll just throw it in here and keep mixing the English and the German for a little longer.
So I found out about a movie the other day that made me want to blog about it immediately, because I was so outraged: www.jesuscampthemovie.com. Just watching the trailer made me be so lost for words and left me in a state of complete disbelief, rage, sadness, disappointment and hopelessness, really. I ended up just crying (might have been hormones more than the movie, but it certainly set it off), because my head seems be too small or simply not wired for such thinking. The worldview depicted escapes me entirely and I doubt I will ever be able to grasp it. Kids talking like adults about "being saved" and how living a "Christian life" (no offense..but isn't that kind of an empty, malleable, somewhat convoluted phrase?) is "the right thing to do". All the tal about truth and being right and being saved and how everyone else is wrong and lost and will go to hell ...unless, of course, they find "the light" in this right wing church. To me, all I saw was darkness. Right and wrong implies so much judgment and so little tolerance, so little encouragement for diversity. What upsets me most every time is how militaristic these churches are, how war is supported, how war is just, how soldiers fight for freedom, etc. without ever seeing the other side. Without acknowledging that "they" are humans, too. And, most of all, without acknowledging that war is killing, it's destructive, it's inhumane. Period. I really don't want to hear all the bullshit excuses about freedom and democracy when hundreds of people get killed, injured, uprooted by war every single day. How exactly does that stand in agreement with christianity? So, we can't abort a baby because that's killing, but we can go straight ahead and bomb the shit out of other countries, killing tons of INNOCENT people, including babies (since innocence is always the response to why the death penalty is okay, but abortion isn't). Anyway. I'm not sure I want to see that movie. I have a feeling that would be biting off more than I could chew. I know this is out there and I've found myself wanting to bang my head against the wall about political and social issues many times since I've moved here...but certain lines I'm apparently not ready to cross yet. I'm afraid I'd lose hope, become cynical to the point of no return, or just get updet to the point of aggression, which really doesn't stand in agreement with my goal of being a nonviolent person wherever, whenever and as often as I can.
To finish on a lighter note, I was introduced to a short videoclip the other day that is REALLY funny (or is it?). Check it out: www.endofworld.net
I'm off to bed... good night!
So I found out about a movie the other day that made me want to blog about it immediately, because I was so outraged: www.jesuscampthemovie.com. Just watching the trailer made me be so lost for words and left me in a state of complete disbelief, rage, sadness, disappointment and hopelessness, really. I ended up just crying (might have been hormones more than the movie, but it certainly set it off), because my head seems be too small or simply not wired for such thinking. The worldview depicted escapes me entirely and I doubt I will ever be able to grasp it. Kids talking like adults about "being saved" and how living a "Christian life" (no offense..but isn't that kind of an empty, malleable, somewhat convoluted phrase?) is "the right thing to do". All the tal about truth and being right and being saved and how everyone else is wrong and lost and will go to hell ...unless, of course, they find "the light" in this right wing church. To me, all I saw was darkness. Right and wrong implies so much judgment and so little tolerance, so little encouragement for diversity. What upsets me most every time is how militaristic these churches are, how war is supported, how war is just, how soldiers fight for freedom, etc. without ever seeing the other side. Without acknowledging that "they" are humans, too. And, most of all, without acknowledging that war is killing, it's destructive, it's inhumane. Period. I really don't want to hear all the bullshit excuses about freedom and democracy when hundreds of people get killed, injured, uprooted by war every single day. How exactly does that stand in agreement with christianity? So, we can't abort a baby because that's killing, but we can go straight ahead and bomb the shit out of other countries, killing tons of INNOCENT people, including babies (since innocence is always the response to why the death penalty is okay, but abortion isn't). Anyway. I'm not sure I want to see that movie. I have a feeling that would be biting off more than I could chew. I know this is out there and I've found myself wanting to bang my head against the wall about political and social issues many times since I've moved here...but certain lines I'm apparently not ready to cross yet. I'm afraid I'd lose hope, become cynical to the point of no return, or just get updet to the point of aggression, which really doesn't stand in agreement with my goal of being a nonviolent person wherever, whenever and as often as I can.
To finish on a lighter note, I was introduced to a short videoclip the other day that is REALLY funny (or is it?). Check it out: www.endofworld.net
I'm off to bed... good night!
Saturday, September 23, 2006
TOEFL und andere Katastrophen
Heute also durfte ich nach 6 Jahren mal wieder beweisen, dass ich Englisch lesen, sprechen und verstehen kann. Und das für schlappe $150 . Der TOEFL (Test of English as a foreign language) wurde gerade überarbeitet und hat meiner Meinung nach nur noch sehr wenig mit dem alten TOEFL zu tun. Der war seiner Zeit wirklich machbar, da er einen Grammatikteil hatte, den man nach 5 Jahren Schulenglisch zumindest zufriedenstellend, mit etwas Übung auch richtig gut, bestehen konnte. Das ist jetzt anders. Jetzt muss man prompt auf unbekannte Fragen antworten und Diskussionen mündlich zusammenfassen (mit 15 -30 (!) Sekunden Vorbereitungszeit und zwischen 40-60 Sekunden Sprechzeit). Aufsatz schreiben, lesendes und hörendes Verstehen sind geblieben... meiner Meinung nach aber auch mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Jetzt könnte man meinen, dass das nach 1.5 Jahren im Land alles kein Problem mehr sein sollte. Doof ist nur, dass die Texte und Tonaufnahmen nichts mit dem wahren Leben zu tun haben. Das sind megalange, trockene Texte über Mars und Krater auf dem Mond und wie und wann die entstanden sind, welche Beweise es für Mikroorganismen mit witzigen Namen gibt, wie die Städte der Maya aufgebaut waren, welche Agrartechniken sie verwendeten, usw.. Alles aber so vollgestopft mit vagen Aussagen und abartigen Vokabeln, die oft ziemlich fachspezifisch sind, dass man das ganze 5 Mal lesen muss (und dann keine Zeit mehr hat, alle Fragen zu durchdenken :-(). Nun ist es wenigstens vorbei und wir werden sehen, was ich vollbracht habe. In ca. 10 Tagen kriege ich die Ergebnisse angeblich zugeschickt.
Nach all der Methodikausbildung im Studium habe ich ja so meine Bedenken, dass der neue Test wirklich soooo viel besser ist, aber darum geht es wohl nicht. Irgendwie kann es ja nicht nur Aussprache messen, wenn ich jemandem 15 Sekunden Zeit gebe, sich darauf vorzubereiten über eine Lieblingserfahrung aus der Kindheit zu berichten oder dazu Stellung zu beziehen, dass fremd Städte am besten durch die Besichtigung von Denkmälern entdeckt werden. Und irgendwie kann es auch nicht so toll sein, dass ich den Typen neben mir beim Sprechen so laut höre, dass ich meinen hörendes Verstehen Text nicht verstehen kann oder extrem abgelenkt bin. Anhalten kann man den Test natürlich nicht, wenn man Durst, Schnupfen, Hunger oder zu viel Kaffe getrunken hat, hat man eben mal für 2.5 Std ein Problem...bis man dann satte 10 min (!) Pause hat. Zusätzlich ist jetzt alles am Computer zu bearbeiten und selbst wenn wir im Zeitalter der Technik leben, beschleicht mich das Gefühl, dass da ein kultureller "Bias" existiert. Bestes Beispiel: eine Afrikanerin heute konnte nicht schnell genug auf dem Computer schreiben, um ihre zwei Aufsätze in der vorgegebenen Zeit einzutippen. Eine Wahl hat man nicht mehr, Extrawürste werden auch nicht gebraten. Meine Meinung zu diesen ganzen Tests hat sich also nicht geändert, im Gegenteil. Ich verstehe die Notwendigkeit, die vielen Einwanderer und Bewerber an Unis so gut auszusuchen (und ehrlich: auszusieben) wie möglich, aber $150 für Texte, mit denen keine Sau im Alltag 'was zu tun hat und die Leute wie ich im Leben sicher nicht mehr lesen müssen und Sprachproben zu meiner Kindheit an der Ostsee, nachdem ich hier 1.5 Jahre unterrichtet habe...das ist doch irgendwie Scheibenkleister. Na ja. Wen interessiert bei den Massen der Einzelfall? Versteh' schon. Witzig ist nur, dass die Amerikaner selbst ohne Frage oft schlechteres Englisch sprechen als so manche(r) Ausländer(in), den/die ich getroffen habe. Vielleicht sollten die Abzocker bei ETS (Educational Testing Service... die entwickeln diese Tests und zocken dafür die Millionen ab, da wirklich jede Uni traditionell von Ausländern diese Ergebnisse sehen will) sich mal überlegen, den "TOENL" einzuführen: Test of English as a native language :) Ich wette, da würden mehr Leute durchfallen, als beim TOEFL.
Letzte Anekdote: Die Heimfahrt. Den ganzen Tag hat es geschüttet als wäre es die Apokalypse. Aus mir unerfindlichen Gründen können die Autofahrer hier in Tennessee (und landesweit?) bei extremen Regen natürlich nicht auf die Bremse treten und so sind bei diesem Wetter etliche Unfälle vorprogrammiert. Das heisst Chaos auf den Straßen ... nicht zuletzt, weil der Regen das Land, und vor allem die Straßen, in eine Seenlandschaft verwandelt. Ohne Mist - entweder es hat in Deutschland so nie geregnet, oder die Straßen zu Hause sind besser gebaut, denn sowas habe ich noch nie erlebt. Richtig tiefe Pfützen, teilweise ganze Straßen- und Autobahnabschnitte überdeckend. "Aquaplaning vom Feinsten" kann ich da nur sagen. Kann mir da auch nicht verkneifen zu sagen, dass das (nebst anderen für ein so entwickeltes Land unfassbaren Phänomenen) eben passiert, wenn man Gott-weiss-wie viele Milliarden Dollar jährlich für das Bombardieren anderer Länder (für deren Freiheit und Demokratie, nicht deren Öl... ja, ja) in den Wind schiesst.
So, genug gemeckert. Jetzt werd' ich mir mit Patrick 'nen ruhigen Abend machen (er ist gerade aus Chicago wiedergekommen) ... Mehr später... Tschüß :)
Nach all der Methodikausbildung im Studium habe ich ja so meine Bedenken, dass der neue Test wirklich soooo viel besser ist, aber darum geht es wohl nicht. Irgendwie kann es ja nicht nur Aussprache messen, wenn ich jemandem 15 Sekunden Zeit gebe, sich darauf vorzubereiten über eine Lieblingserfahrung aus der Kindheit zu berichten oder dazu Stellung zu beziehen, dass fremd Städte am besten durch die Besichtigung von Denkmälern entdeckt werden. Und irgendwie kann es auch nicht so toll sein, dass ich den Typen neben mir beim Sprechen so laut höre, dass ich meinen hörendes Verstehen Text nicht verstehen kann oder extrem abgelenkt bin. Anhalten kann man den Test natürlich nicht, wenn man Durst, Schnupfen, Hunger oder zu viel Kaffe getrunken hat, hat man eben mal für 2.5 Std ein Problem...bis man dann satte 10 min (!) Pause hat. Zusätzlich ist jetzt alles am Computer zu bearbeiten und selbst wenn wir im Zeitalter der Technik leben, beschleicht mich das Gefühl, dass da ein kultureller "Bias" existiert. Bestes Beispiel: eine Afrikanerin heute konnte nicht schnell genug auf dem Computer schreiben, um ihre zwei Aufsätze in der vorgegebenen Zeit einzutippen. Eine Wahl hat man nicht mehr, Extrawürste werden auch nicht gebraten. Meine Meinung zu diesen ganzen Tests hat sich also nicht geändert, im Gegenteil. Ich verstehe die Notwendigkeit, die vielen Einwanderer und Bewerber an Unis so gut auszusuchen (und ehrlich: auszusieben) wie möglich, aber $150 für Texte, mit denen keine Sau im Alltag 'was zu tun hat und die Leute wie ich im Leben sicher nicht mehr lesen müssen und Sprachproben zu meiner Kindheit an der Ostsee, nachdem ich hier 1.5 Jahre unterrichtet habe...das ist doch irgendwie Scheibenkleister. Na ja. Wen interessiert bei den Massen der Einzelfall? Versteh' schon. Witzig ist nur, dass die Amerikaner selbst ohne Frage oft schlechteres Englisch sprechen als so manche(r) Ausländer(in), den/die ich getroffen habe. Vielleicht sollten die Abzocker bei ETS (Educational Testing Service... die entwickeln diese Tests und zocken dafür die Millionen ab, da wirklich jede Uni traditionell von Ausländern diese Ergebnisse sehen will) sich mal überlegen, den "TOENL" einzuführen: Test of English as a native language :) Ich wette, da würden mehr Leute durchfallen, als beim TOEFL.
Letzte Anekdote: Die Heimfahrt. Den ganzen Tag hat es geschüttet als wäre es die Apokalypse. Aus mir unerfindlichen Gründen können die Autofahrer hier in Tennessee (und landesweit?) bei extremen Regen natürlich nicht auf die Bremse treten und so sind bei diesem Wetter etliche Unfälle vorprogrammiert. Das heisst Chaos auf den Straßen ... nicht zuletzt, weil der Regen das Land, und vor allem die Straßen, in eine Seenlandschaft verwandelt. Ohne Mist - entweder es hat in Deutschland so nie geregnet, oder die Straßen zu Hause sind besser gebaut, denn sowas habe ich noch nie erlebt. Richtig tiefe Pfützen, teilweise ganze Straßen- und Autobahnabschnitte überdeckend. "Aquaplaning vom Feinsten" kann ich da nur sagen. Kann mir da auch nicht verkneifen zu sagen, dass das (nebst anderen für ein so entwickeltes Land unfassbaren Phänomenen) eben passiert, wenn man Gott-weiss-wie viele Milliarden Dollar jährlich für das Bombardieren anderer Länder (für deren Freiheit und Demokratie, nicht deren Öl... ja, ja) in den Wind schiesst.
So, genug gemeckert. Jetzt werd' ich mir mit Patrick 'nen ruhigen Abend machen (er ist gerade aus Chicago wiedergekommen) ... Mehr später... Tschüß :)
Sunday, September 17, 2006
Technik macht's möglich
Angestiftet durch meinen Bruder habe ich mir gestern eine dieser Computer-Kameras gekauft (sind gar nicht SOOO teuer... um die €/$ 20-30). Soeben habe ich die neue Technik ausprobiert und mit gesamter Familie in Hönow und Erfurt via Internet telefoniert...mit Video :) Jetzt kann ich also die Lieben daheim (und sie mich) sehen, wenn wir (übrigens kostenlos) über das Internet telefonieren. Falls ihr Zeit und Lust dazu habt...am besten ein Konto bei Skype (einfach mal "googlen") einrichten & los geht's. Tolle Sache, wirklich. Hab' ja im letzten Jahr viel über Technik gelernt (mit reichen Vorstadtkindern zu arbeiten erteilt einem auch in dieser Hinsicht eine Lektion ;-)), aber irgendwie bin ich nach wie vor nachhaltig begeistert von all den Dingen, die die Technik ermöglicht. Da kann ich meine Leute, die tausende von km weit weg sind hören & sehen ohne eine Pfennig (cent) dafür zu bezahlen. Über einen riesigen Ozean, Berge, Länder und weiss-Gott-was hinweg.
Also gut, genug geschwärmt. Vielleicht hat ja der/die eine oder andere Lust, sich auch anzumelden... !? Dann können wir auc auf diesem Wege immer mal hallo sagen.
So, muss los. Habe meine Arbeit vergangene Woche an der Schule nicht geschafft. Daher machen wir jetzt fix einen Sonntagsausflug an die Schule, damit ich halbwegs ohne Chaos und Schweißausbrüche in die Woche starten kann. Dummerweise habe ich vor Ewigkeiten auch im Eifer des Gefechts gesagt, ich würde einen Deutsch-Kurs für Erwachsene unterrichten (ganz in alter VHS Manier). Das fällt mir jetzt etwas auf die Füße, da das am Dienstag abend losgeht und ich im Moment mit TOEFL Test und Korrekturlesen und Vorbereiten eigentlich mehr als genug Arbeit habe. Ein weiterer Versuch, so viel wie möglich in einen Tag zu stopfen (müsste irgendwann mal lernen, dass das ziemlich schnell zu Unproduktivität und Frustration führt...aber von der Ferne sieht alles immer machbarer aus und irgendwie wird die Arbeit ja dann doch immer geschafft.)
Bis später. Ahoi...
Also gut, genug geschwärmt. Vielleicht hat ja der/die eine oder andere Lust, sich auch anzumelden... !? Dann können wir auc auf diesem Wege immer mal hallo sagen.
So, muss los. Habe meine Arbeit vergangene Woche an der Schule nicht geschafft. Daher machen wir jetzt fix einen Sonntagsausflug an die Schule, damit ich halbwegs ohne Chaos und Schweißausbrüche in die Woche starten kann. Dummerweise habe ich vor Ewigkeiten auch im Eifer des Gefechts gesagt, ich würde einen Deutsch-Kurs für Erwachsene unterrichten (ganz in alter VHS Manier). Das fällt mir jetzt etwas auf die Füße, da das am Dienstag abend losgeht und ich im Moment mit TOEFL Test und Korrekturlesen und Vorbereiten eigentlich mehr als genug Arbeit habe. Ein weiterer Versuch, so viel wie möglich in einen Tag zu stopfen (müsste irgendwann mal lernen, dass das ziemlich schnell zu Unproduktivität und Frustration führt...aber von der Ferne sieht alles immer machbarer aus und irgendwie wird die Arbeit ja dann doch immer geschafft.)
Bis später. Ahoi...
Saturday, September 09, 2006
Ganz frisch
...der Haarchnitt ist noch warm, so frisch ist er auf dem Bild. Nicht wahnsinnig aufregend, wie ich finde...aber na ja... Wie sagt man so schön "Nach dem Haarschnitt ist vor dem Haarschnitt" !? :-)
Der Morgen nach Haarscnitt & Alko... ähhh... Sushi (siehe Patricks Blick)
... auch hierzu mehr im folgenden Text...
butternut squash gnocchi - homemade
Ich konnte die Fotos nicht IN den unten geschriebenen Text einfügen, also folgen sie jetzt hier. Mehr zu all den Fotos also im folgenden Text...
Woche 4, Haarschnitt und Kater
Die Überschrift fasst die Neuigkeiten des Tages ziemlich deutlich zusammen: Schulwoche 4 ist vorbei (schon!), ich habe mich für einen Haarschnitt früh aus dem Bett gequält und Patrick liegt mit Kater (körperliche Verfassung, nicht Haustier) auf der Couch. Demnach habe ich etwas Zeit, ein bisschen zu schreiben...und diesmal gibt's auch Fotos! :-)
Schule zuerst: Es bleibt bei dem, was ich letzte Woche erzählt habe: Das zweite Jahr ist (soweit) definitiv einfacher als das erste. Vieles bereits einmal vorbereitet zu haben, zu wissen, wo man was findet, wen man fragen kann und nicht fragen sollte, wie man mit Problemschülern umgeht, was man sagt und besser einhält und was man besser gar nicht erst sagt oder ganz besonders deutlich sagen sollte, wie man wann was benotet und wie man sich aus studenlangem Benoten ein kleines bisschen rausscmuggeln kann, woran man ausserhalb der Schule teilnehmen MUSS und was man sich klemmen kann ... all das macht einen RIESEN Unterschied in diesem Jahr. Es ist immer noch viel Arbeit, aber es ist weniger Chaos, weniger Verwirrung, Zweifel, Ausprobieren. Eben routinierter. So kann ich mir schon vorstellen, dass das Lehrerdasein nach einiger Zeit definitiv seine Vorteile hat (obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob es nicht irgendwann vielleicht doch langweilig wird, das gleiche/ ähnliche Material Jahr ein Jahr aus zu unterrichten?).
Im Bereich kollegialer Freundschaften gibt's nach wie vor keinen Durchbruch, aber den rwarte ich irgendwie auch nicht mehr an einer katholischen Schule in einem kleinen Südstaaten-Vorort. Da dreht sich eben 'ne Menge um Gott und Jesus oder Einkaufen und...brandneu...Kinder kriegen. Alles schön oberflächliches Geplänkel, zumindest wenn es um gleichaltrige weibliche Kollegen geht. Nicht so meine Welt. Die Hoffnung, dass die beiden Freunde, die ich letztes Jahr hatte und die weggezogen sind, von ähnlich interessanten, netten, gleichgesinnten Männlein oder Weiblein "ersetzt" werden würden, ist somit auch nichts weiter als eine Hoffnung geblieben. Versteht mich nicht falsch, ich komme mit den Leuten schon gut klar und geh' auch mal 'nen Kaffee mit dem/ der einen oder anderen trinken, aber es ist eben nichts, was ich als echtes Freundschaftspotential einschätzen würde, wenn ich einmal nicht mehr dort arbeite. Das ist nach wie vor einer der schwierigsten Aspekte des hiesigen Daseins - tragfähige Freunschaften zu schliessen. Aber wie immer bin ich da vielleicht auch zu ungeduldig, denn Freundschaften zeichnen sich ja auch durch Zeit aus, wenn ihr wisst, was ich meine.
Abgesehen davon lässt mir die Schule dieses Jahr auch ein kleines bisschen Zeit für andere Dinge. So will ich ab Oktober wirklich endlich einen Yoga Kurs belegen und habe in den letzten Wochen angefangen, etwas mehr zu kochen und zu backen. Ich hatte, glaube ich, irgendwann vor langer Zeit mal erzählt, dass Patrick und ich Saisonanteile an einer Biofarm gekauft haben und dafür jetzt jeden Samstag eine Kiste Bio Obst und Gemüse abholen. Letzte Woche war ein riesiger Kürbis in der Kiste und jemand kam auf die Idee, dass man daraus ja Kürbis-Gnocchi machen könnte. Fand ich gut & hab' ich gleich probiert (siehe Foto). Hat EWIG gedauert, eine riesige Schüssel Teig zu Gnocchimurmeln zu formen, aber es hat auch Spass gemacht. Hat mich irgendwie an die Kindergartentage erinnert, an denen wir alles mögliche aus Knete geformt haben :-)
Tja, und sonst? Wir waren gestern abend bei Freunden von Patrick zum Sushi-Essen eingeladen, was dann eher in "Nimm noch 'nen Schluck" ausartete (der Gastgeber war Argentinier und hat den Sake irgendwie zu einer massiven Portion Caipi verarbeitet...den wir getrunken haben NACHDEM wir schon Bier und Wein und Tequila intus hatten und BEVOR wir zum eigentlichen Sushi-Essen kamen). Resultat: Ich musste irgendwann auf die Bremse treten, da einer Autofahren musste und Patrick definitiv nicht mehr dazu in der Lage war. Jetzt liegt er auf der Couch und jault über billigen Fusel, starke Kopfschmerzen und versichert, in nächster Zeit keinen Alkohol mehr sehen zu wollen :)
Ich habe mich heute früh trotzdem aus dem Bett gequält um mir meine Haare endlich schneiden zu lassen (hatte ich schon lange vor). Dumm nur, dass ich mir nicht so richtig die zeit genommen habe darüber nachzudenken, welchen Schnitt ich eigentlich wollte. Um genau zu sein, wollte ich auch "nur" einen Schnitt, aber in einer Länge, dass ich sie trotzdem noch zusammenbinden und langwachsen lassen könnte. Na ja, und irgendwie muss ich die Idee mit den Fransen nicht so richtig rübergebracht haben, denn ich finde, es sieht nun zwar kürzer und "schnittiger", aber noch genauso langweilig aus, wie vorher :( Patrick findet's gut und ich find's auch nicht furchtbar, aber irgendwie auch nicht so, dass ich denke "wow, das isses". Ich schätze ich kann's in ein paar Wochen nochmal versuchen, wenn ich weiss, was ich eigentlich will.
So, nun müssen wir los, unsere neue Schwägerin in spe treffen. Patricks Stiefbruder heiratet im März. Ist auch 'ne tolle (?) Geschichte... erinnert mich mal, die noch zu erzählen, denn irgendwie ist das alles typisch amerikanisch-christlich verklemmt und kitschig.
Hier noch die Fotos von meinen Gnocchi und dem Haarschnitt (im tollen "vorher" und "nachher" Format, um den Wahnsinnsunterschied zu verdeutlichen ;-)).
Auf bald, macht's gut, Lydia
Schule zuerst: Es bleibt bei dem, was ich letzte Woche erzählt habe: Das zweite Jahr ist (soweit) definitiv einfacher als das erste. Vieles bereits einmal vorbereitet zu haben, zu wissen, wo man was findet, wen man fragen kann und nicht fragen sollte, wie man mit Problemschülern umgeht, was man sagt und besser einhält und was man besser gar nicht erst sagt oder ganz besonders deutlich sagen sollte, wie man wann was benotet und wie man sich aus studenlangem Benoten ein kleines bisschen rausscmuggeln kann, woran man ausserhalb der Schule teilnehmen MUSS und was man sich klemmen kann ... all das macht einen RIESEN Unterschied in diesem Jahr. Es ist immer noch viel Arbeit, aber es ist weniger Chaos, weniger Verwirrung, Zweifel, Ausprobieren. Eben routinierter. So kann ich mir schon vorstellen, dass das Lehrerdasein nach einiger Zeit definitiv seine Vorteile hat (obwohl ich mir noch nicht sicher bin, ob es nicht irgendwann vielleicht doch langweilig wird, das gleiche/ ähnliche Material Jahr ein Jahr aus zu unterrichten?).
Im Bereich kollegialer Freundschaften gibt's nach wie vor keinen Durchbruch, aber den rwarte ich irgendwie auch nicht mehr an einer katholischen Schule in einem kleinen Südstaaten-Vorort. Da dreht sich eben 'ne Menge um Gott und Jesus oder Einkaufen und...brandneu...Kinder kriegen. Alles schön oberflächliches Geplänkel, zumindest wenn es um gleichaltrige weibliche Kollegen geht. Nicht so meine Welt. Die Hoffnung, dass die beiden Freunde, die ich letztes Jahr hatte und die weggezogen sind, von ähnlich interessanten, netten, gleichgesinnten Männlein oder Weiblein "ersetzt" werden würden, ist somit auch nichts weiter als eine Hoffnung geblieben. Versteht mich nicht falsch, ich komme mit den Leuten schon gut klar und geh' auch mal 'nen Kaffee mit dem/ der einen oder anderen trinken, aber es ist eben nichts, was ich als echtes Freundschaftspotential einschätzen würde, wenn ich einmal nicht mehr dort arbeite. Das ist nach wie vor einer der schwierigsten Aspekte des hiesigen Daseins - tragfähige Freunschaften zu schliessen. Aber wie immer bin ich da vielleicht auch zu ungeduldig, denn Freundschaften zeichnen sich ja auch durch Zeit aus, wenn ihr wisst, was ich meine.
Abgesehen davon lässt mir die Schule dieses Jahr auch ein kleines bisschen Zeit für andere Dinge. So will ich ab Oktober wirklich endlich einen Yoga Kurs belegen und habe in den letzten Wochen angefangen, etwas mehr zu kochen und zu backen. Ich hatte, glaube ich, irgendwann vor langer Zeit mal erzählt, dass Patrick und ich Saisonanteile an einer Biofarm gekauft haben und dafür jetzt jeden Samstag eine Kiste Bio Obst und Gemüse abholen. Letzte Woche war ein riesiger Kürbis in der Kiste und jemand kam auf die Idee, dass man daraus ja Kürbis-Gnocchi machen könnte. Fand ich gut & hab' ich gleich probiert (siehe Foto). Hat EWIG gedauert, eine riesige Schüssel Teig zu Gnocchimurmeln zu formen, aber es hat auch Spass gemacht. Hat mich irgendwie an die Kindergartentage erinnert, an denen wir alles mögliche aus Knete geformt haben :-)
Tja, und sonst? Wir waren gestern abend bei Freunden von Patrick zum Sushi-Essen eingeladen, was dann eher in "Nimm noch 'nen Schluck" ausartete (der Gastgeber war Argentinier und hat den Sake irgendwie zu einer massiven Portion Caipi verarbeitet...den wir getrunken haben NACHDEM wir schon Bier und Wein und Tequila intus hatten und BEVOR wir zum eigentlichen Sushi-Essen kamen). Resultat: Ich musste irgendwann auf die Bremse treten, da einer Autofahren musste und Patrick definitiv nicht mehr dazu in der Lage war. Jetzt liegt er auf der Couch und jault über billigen Fusel, starke Kopfschmerzen und versichert, in nächster Zeit keinen Alkohol mehr sehen zu wollen :)
Ich habe mich heute früh trotzdem aus dem Bett gequält um mir meine Haare endlich schneiden zu lassen (hatte ich schon lange vor). Dumm nur, dass ich mir nicht so richtig die zeit genommen habe darüber nachzudenken, welchen Schnitt ich eigentlich wollte. Um genau zu sein, wollte ich auch "nur" einen Schnitt, aber in einer Länge, dass ich sie trotzdem noch zusammenbinden und langwachsen lassen könnte. Na ja, und irgendwie muss ich die Idee mit den Fransen nicht so richtig rübergebracht haben, denn ich finde, es sieht nun zwar kürzer und "schnittiger", aber noch genauso langweilig aus, wie vorher :( Patrick findet's gut und ich find's auch nicht furchtbar, aber irgendwie auch nicht so, dass ich denke "wow, das isses". Ich schätze ich kann's in ein paar Wochen nochmal versuchen, wenn ich weiss, was ich eigentlich will.
So, nun müssen wir los, unsere neue Schwägerin in spe treffen. Patricks Stiefbruder heiratet im März. Ist auch 'ne tolle (?) Geschichte... erinnert mich mal, die noch zu erzählen, denn irgendwie ist das alles typisch amerikanisch-christlich verklemmt und kitschig.
Hier noch die Fotos von meinen Gnocchi und dem Haarschnitt (im tollen "vorher" und "nachher" Format, um den Wahnsinnsunterschied zu verdeutlichen ;-)).
Auf bald, macht's gut, Lydia
Sunday, September 03, 2006
Neues Schuljahr, neues Glück
Jetzt ist es schon fast wieder eine kleine Ewigkeit her seit meinem letzten Eintrag. Das ist indirekt ein Indiz für all die Dinge, die in seit Mitte August hier passiert sind. Das klingt dramatischer als es ist, denn am Ende läuft es "nur" darauf hinaus, dass das Schuljahr/ Semester für uns beide wieder begonnen hat. Für mich ging der Alltag am 04.08., das Unterrichten am 11.08., los. Für Patrick fing das Semester am 23.08. wieder an. Das ist das letztes Semester mit Kursen, die er belegt. Größtenteils unterrichtet und zensiert er für eine Professorin. Im Januar stehen seine großen Prüfungen an, das Examen, wenn man so will. Die letzte große Bühnenprobe vor der Verteidigung der Dissertation... und das dauert noch ein wenig. Bis dahin, so hat er vor wenigen Tagen erfahren, will sein neuer Doktorvater, dass er 100 Bücher zum Thema liest (bzw. deren Inhalt kennt), 2 Vorlesungen schreibt und hält und zwischenduch immer wieder kurze Hausarbeiten einreicht. All das zusätzlich zu den Kursen, die er noch belegt, zum besagten Zensieren und Lehren und zum Vorbereiten auf Konferenzen, auf die er als guter Doktorand natürlich auch fahren soll. An dem Abend habe ich Patrick so ziemlich das erste Mal leicht panisch gesehen... Nun sitzt er also regelmässig und versucht sein Soll zu erfüllen.
Mir geht es ähnlich, was einerseits daran liegt, dass ich jetzt 6 Kurse (a 3x 70 min. pro Woche) unterrichte, vorbereite und benote (das Beste an allem ...und das meine ich NICHT ernst). Andererseits liegt es auch daran, dass ich mich nach langem Rangen selbst entschieden habe, mich noch einmal für die Uni zu bewerben. Für Doktorandenprogramme in Sozialpsychologie mit meinem alten Schwerpunkt in Konflikt- & Friedenspsychologie oder Intergruppenbeziehungen ganz allgemein. Das ist ein großes Vorhaben und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das auch wirklich will. Es handelt sich hier um gute 6-8 weitere Jahre straffes Unileben ohne nennenswerte Bezahlung. Trotzdem ist es etwas, das ich lange mit mir rumgetragen habe und das mich immer neugierig lassen würde. Also habe ich mich dieses Jahr entschlossen es zu versuchen, damit die liebe Seele Ruh' findet und ich zumindest nicht sagen kann, ich habe es nicht versucht. Ich bin da so vorsichtig, da ich mir ganz ehrlich relativ bescheidene Chancen einräume, sofort angenommen zu werden (und das wäre dann auch in Ordnung, da es eben nicht das ist, worauf ich mich auf Gedeih und Verderb "berufen" fühle). Ich habe es sicher schon erwähnt, aber Doktorandenprogramme (vor allem, aber nicht nur, in Psychologie) sind heiss begehrt und es werden im Durchschnitt von 300-800 Bewerbern (je nach Uni) 2-8 genommen. Also im Durchschnitt etwa 1:100, an manchen Unis eher 1:200 oder sogar 1:250. Zur Bewerbung gehören eine Gebühr, ein Bewerbungsschreiben, 3 Empfehlungsbriefe, alle Zeugnisse und detailierten Kursbeschreibungen des Grund- und Hauptstudiums und zu meinem Übel der TOEFL (Test of English as Foreign Language) sowie der GRE (Graduate Record Examination). Letztere sind standardisierte Tests, die man in 4-Stunden-Sitzungen am Computer macht, nachdem man ein Schweinegeld dafür bezahlt hat ($130, bzw. $150 jeweils). Ich habe beide bereits vor Jahren hinter mich gebracht, aber da es eine fetzige Geldquelle ist und die Forschung auch Geld kostet (zugegeben), sind die Werte nur 2 (TOEFL), bzw. 5 (GRE) Jahre gültig und beide sind in meinem Falle abgelaufen. Somit sitze ich nun und lerne erneut. Man sollte meinen, in den TOEFL könnte ich einfach reinmarschieren, aber so einfach ist das nicht (mehr). Der Test wurde gerade überarbeitet und die Übungsversion, die ich vor einigen Tagen probiert habe, war alles andere als kinderleicht. Es gibt jetzt 4 Teile: Hörendes Verstehen, Lesendes Verstehen, Sprechen (nach 10-30 Sek Vorbereitungszeit auf ein Argument stimmig reagieren) und Schreiben. Früher gab es einen Grammatikteil und der war mit etwas Übung wirklich nicht schwer. Jetzt ist es also sehr viel angewandter, was einserseits gut, andererseits auch nicht so gut ist, weil man sich weniger klar darauf vorbereiten kann (meine ich). Der GRE ist dann die Krönung. Der Test besteht aus 3 Teilen: Englische Sprache, Mathematik und logisches Argumentieren in einem Aufsatz. Vor allem der Sprachteil ist unheimlich schwer, da er einzig und allein aus Fremdwörterbuch-Vokabeln besteht, die man als Nicht-Muttesprachler in 97% der Fälle noch NIE gehört oder gesehen hat. Da hilft auch kein Latein und da kann man, glaube ich, 20 Jahre im Land gelebt haben und das würde sich nur unerheblich ändern. Patrick, zum Beispiel, kann viele der Aufgaben so auf Anhieb auch nicht lösen. ...Englisch, nicht Mathe! Das ist der Test, bei dem also selbst Amerikaner mit den Ohren schlackern und tausende Dollar bezahlen um an Vorbereitungskursen teilzunehmen. Ihr seht, wie so ziemlich alles hier ist auch die Aufnahme in ein Doktorandenprogramm zum Geschäft geworden :-( Bleibt mir nicht viel übrig als mitzuspielen und so steht der TOEFL am 23.09., der GRE am 23.10. ins Haus. Bis dahin gibt es viiiieeel zu tun. Hauptsächlich etliche Vokablen zu lernen, damit ich wenigstens die ein oder andere Frage verstehe (macht sich nicht so gut, wenn man bei einem Wort-Analogieproblem nicht eine einzige Vokabel kennt).
Abgesehen davon läuft die Schule für mich soweit dieses Jahr ganz gut (knock on wood). Das zweite Jahr ist definitiv einfacher, in so vielerlei Hinsicht. Es ist schön, dass einen die Schüler jetzt kennen und man in vielen Fällen eine persönlichere Beziehung zu den Schülern hat als nur ihre Gesichter zu sehen und ihre Aufsätze zu kontrollieren. Ich unterrichte 5 Psychologiekurse und einen Kurs in Konfliktentstehung und -bewältigung und es ist sooooooooooooooo viel angenehmer, das zu unterrichten, was man kann :) Es macht dieses Jahr also (bis jetzt zumindest) viel mehr Spass als letztes Jahr.
An Wochenenden haben wir den Rest des Sommers genutzt um zum White Water Rafting zu fahren (ein Erlebnis und echter Adrenalin-Schuss!), die Seen der Umgebung zu erkunden, ein bisschen Laufen zu gehen und zu grillen. Letztes Wochenende haben wir Patricks Geburtstag gefeiert und dieses Wochenende scheint das Endes des Sommers zu markieren. Es ist jetzt schlagartig auf 20-24 Grad "abgekühlt", es ist trüber, regnerischer und die Nächte sind sehr viel kälter. Am Montag haben wir frei, da es Feiertag ist: Labor Day. So ziemlich der letzte Feiertag vor meinen Herbstferien am 20. und 23.10... :-(
Sollte ich es noch nicht erwähnt haben: Der Sommer ist zweifelsohne vorbei, in jeglicher Hinsicht, und wir steuern geradewegs auf Weihnachten zu (zumindest in Supermärkten wurde Halloween schon eingeleitet und dann fehlt nicht mehr viel, bis die künstlichen Weihnachtsbäume überall aufleuchten und man "jungle bells" an jeder Straßenecke bis zum Erbrechen hört).
Das sind also unsere Neuigkeiten in aller Kürze und Länge zugleich.
Bilder kommen, ich versprech's!
Bis aud bald liebe Grüße in die Heimat, Lydia
Mir geht es ähnlich, was einerseits daran liegt, dass ich jetzt 6 Kurse (a 3x 70 min. pro Woche) unterrichte, vorbereite und benote (das Beste an allem ...und das meine ich NICHT ernst). Andererseits liegt es auch daran, dass ich mich nach langem Rangen selbst entschieden habe, mich noch einmal für die Uni zu bewerben. Für Doktorandenprogramme in Sozialpsychologie mit meinem alten Schwerpunkt in Konflikt- & Friedenspsychologie oder Intergruppenbeziehungen ganz allgemein. Das ist ein großes Vorhaben und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das auch wirklich will. Es handelt sich hier um gute 6-8 weitere Jahre straffes Unileben ohne nennenswerte Bezahlung. Trotzdem ist es etwas, das ich lange mit mir rumgetragen habe und das mich immer neugierig lassen würde. Also habe ich mich dieses Jahr entschlossen es zu versuchen, damit die liebe Seele Ruh' findet und ich zumindest nicht sagen kann, ich habe es nicht versucht. Ich bin da so vorsichtig, da ich mir ganz ehrlich relativ bescheidene Chancen einräume, sofort angenommen zu werden (und das wäre dann auch in Ordnung, da es eben nicht das ist, worauf ich mich auf Gedeih und Verderb "berufen" fühle). Ich habe es sicher schon erwähnt, aber Doktorandenprogramme (vor allem, aber nicht nur, in Psychologie) sind heiss begehrt und es werden im Durchschnitt von 300-800 Bewerbern (je nach Uni) 2-8 genommen. Also im Durchschnitt etwa 1:100, an manchen Unis eher 1:200 oder sogar 1:250. Zur Bewerbung gehören eine Gebühr, ein Bewerbungsschreiben, 3 Empfehlungsbriefe, alle Zeugnisse und detailierten Kursbeschreibungen des Grund- und Hauptstudiums und zu meinem Übel der TOEFL (Test of English as Foreign Language) sowie der GRE (Graduate Record Examination). Letztere sind standardisierte Tests, die man in 4-Stunden-Sitzungen am Computer macht, nachdem man ein Schweinegeld dafür bezahlt hat ($130, bzw. $150 jeweils). Ich habe beide bereits vor Jahren hinter mich gebracht, aber da es eine fetzige Geldquelle ist und die Forschung auch Geld kostet (zugegeben), sind die Werte nur 2 (TOEFL), bzw. 5 (GRE) Jahre gültig und beide sind in meinem Falle abgelaufen. Somit sitze ich nun und lerne erneut. Man sollte meinen, in den TOEFL könnte ich einfach reinmarschieren, aber so einfach ist das nicht (mehr). Der Test wurde gerade überarbeitet und die Übungsversion, die ich vor einigen Tagen probiert habe, war alles andere als kinderleicht. Es gibt jetzt 4 Teile: Hörendes Verstehen, Lesendes Verstehen, Sprechen (nach 10-30 Sek Vorbereitungszeit auf ein Argument stimmig reagieren) und Schreiben. Früher gab es einen Grammatikteil und der war mit etwas Übung wirklich nicht schwer. Jetzt ist es also sehr viel angewandter, was einserseits gut, andererseits auch nicht so gut ist, weil man sich weniger klar darauf vorbereiten kann (meine ich). Der GRE ist dann die Krönung. Der Test besteht aus 3 Teilen: Englische Sprache, Mathematik und logisches Argumentieren in einem Aufsatz. Vor allem der Sprachteil ist unheimlich schwer, da er einzig und allein aus Fremdwörterbuch-Vokabeln besteht, die man als Nicht-Muttesprachler in 97% der Fälle noch NIE gehört oder gesehen hat. Da hilft auch kein Latein und da kann man, glaube ich, 20 Jahre im Land gelebt haben und das würde sich nur unerheblich ändern. Patrick, zum Beispiel, kann viele der Aufgaben so auf Anhieb auch nicht lösen. ...Englisch, nicht Mathe! Das ist der Test, bei dem also selbst Amerikaner mit den Ohren schlackern und tausende Dollar bezahlen um an Vorbereitungskursen teilzunehmen. Ihr seht, wie so ziemlich alles hier ist auch die Aufnahme in ein Doktorandenprogramm zum Geschäft geworden :-( Bleibt mir nicht viel übrig als mitzuspielen und so steht der TOEFL am 23.09., der GRE am 23.10. ins Haus. Bis dahin gibt es viiiieeel zu tun. Hauptsächlich etliche Vokablen zu lernen, damit ich wenigstens die ein oder andere Frage verstehe (macht sich nicht so gut, wenn man bei einem Wort-Analogieproblem nicht eine einzige Vokabel kennt).
Abgesehen davon läuft die Schule für mich soweit dieses Jahr ganz gut (knock on wood). Das zweite Jahr ist definitiv einfacher, in so vielerlei Hinsicht. Es ist schön, dass einen die Schüler jetzt kennen und man in vielen Fällen eine persönlichere Beziehung zu den Schülern hat als nur ihre Gesichter zu sehen und ihre Aufsätze zu kontrollieren. Ich unterrichte 5 Psychologiekurse und einen Kurs in Konfliktentstehung und -bewältigung und es ist sooooooooooooooo viel angenehmer, das zu unterrichten, was man kann :) Es macht dieses Jahr also (bis jetzt zumindest) viel mehr Spass als letztes Jahr.
An Wochenenden haben wir den Rest des Sommers genutzt um zum White Water Rafting zu fahren (ein Erlebnis und echter Adrenalin-Schuss!), die Seen der Umgebung zu erkunden, ein bisschen Laufen zu gehen und zu grillen. Letztes Wochenende haben wir Patricks Geburtstag gefeiert und dieses Wochenende scheint das Endes des Sommers zu markieren. Es ist jetzt schlagartig auf 20-24 Grad "abgekühlt", es ist trüber, regnerischer und die Nächte sind sehr viel kälter. Am Montag haben wir frei, da es Feiertag ist: Labor Day. So ziemlich der letzte Feiertag vor meinen Herbstferien am 20. und 23.10... :-(
Sollte ich es noch nicht erwähnt haben: Der Sommer ist zweifelsohne vorbei, in jeglicher Hinsicht, und wir steuern geradewegs auf Weihnachten zu (zumindest in Supermärkten wurde Halloween schon eingeleitet und dann fehlt nicht mehr viel, bis die künstlichen Weihnachtsbäume überall aufleuchten und man "jungle bells" an jeder Straßenecke bis zum Erbrechen hört).
Das sind also unsere Neuigkeiten in aller Kürze und Länge zugleich.
Bilder kommen, ich versprech's!
Bis aud bald liebe Grüße in die Heimat, Lydia
Tuesday, August 08, 2006
Remember the movie "An Inconvenient Truth" we told you about weeks ago? Well, through some volunteer work at the Nashville Peace and Justice Center and while getting ready for school (my non-teaching gig is to coordinate the Environmental Club at the school) I came across the site www.climatecrisis.net again. The site is encouraging people to pledge to see the movie and actually provides a link so that one can pledge on a friend's blog. And ...voila... we have "installed" one on this blog. Since the link counts how much of an impact a specific blog has had we insist you pledge (AND see the movie, obviously, because a promise is a promise, right!?) and not embarrass us here ;-) So, all of you who have a US zip code, please use the link on the right, pledge, and find a night & a theater to see the movie, resp. put it on your to-watch movie list!
There's really not too much else to report at this point. Patrick successfully changed advisors today, without tears or hurt feelings. He will now work with someone a bit more established and renowned in the field of 20th century American social history. The professor just changed to Vanderbilt this semester, which is a perfect time as Patrick is planing his comprehensive exams for January/ Feburary. As for me, school starts again tomorrow and with it a more structured and hectic life again, I am sure. Actual teaching doesn't start until Tuesday, but there are lots of parent nights, inservices, introductory sessions, etc. in the meantime. While I'm a little nervous about the amount of work waiting for me, I am also ready to go back in a way. This is what gave certain meaning to the summer, if you will, and what made the sweet times even sweeter, if you know what I mean? And we both have had a truly great summer filled with plenty of pleasant, exciting, new and valuable experiences that we will cherish throughout the year and thereafter. Sigh...
Well, time to try the "early to bed, early to rise..." thing again.
As always, we will keep you updated on what's happening in our little world.
Good night...
There's really not too much else to report at this point. Patrick successfully changed advisors today, without tears or hurt feelings. He will now work with someone a bit more established and renowned in the field of 20th century American social history. The professor just changed to Vanderbilt this semester, which is a perfect time as Patrick is planing his comprehensive exams for January/ Feburary. As for me, school starts again tomorrow and with it a more structured and hectic life again, I am sure. Actual teaching doesn't start until Tuesday, but there are lots of parent nights, inservices, introductory sessions, etc. in the meantime. While I'm a little nervous about the amount of work waiting for me, I am also ready to go back in a way. This is what gave certain meaning to the summer, if you will, and what made the sweet times even sweeter, if you know what I mean? And we both have had a truly great summer filled with plenty of pleasant, exciting, new and valuable experiences that we will cherish throughout the year and thereafter. Sigh...
Well, time to try the "early to bed, early to rise..." thing again.
As always, we will keep you updated on what's happening in our little world.
Good night...
Saturday, August 05, 2006
Traurige Neuigkeiten, also machen wir's kurz: Das kleine Vogelbaby ist heute früh dann doch gestorben. Nach dem Aufstehen haben wir die Mutter noch gesehen, aber irgendwie war das auch nicht mehr die Rettung. Wir haben's versucht, aber so ist das eben...
Unlustige Scherze meiner Mitmenschen enthalten die Worte "Vogelgrippe". Darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein, sondern begeb' mich in mein Nachtlager ;-) Mehr Neuigkeiten gibt's momentan auch nicht, aber wie man hier so schön sagt gilt "No news is good news". Na denne: Gute Nacht!!!
-----------------
Sad news, so we'll keep it brief: The little baby bird died earlier today. We saw its mother flying up to him this morning, but apparently she couldn't help much either. We tried our best, but such are life and nature.
I am starting to hear not-so-funny jokes around me containing the words "bird flu". I will just ignore that and go to bed for today ;-)
By the way: We just saw the preview for the movie "Beerfest". Patrick thought it was hilarious and is convinced we'll have to see it on opening day. Uuhh.....what's peoples' obsession with German accents in advertisements and movies lately? We're not SUCH a funny people. Oare aahr vee? :)
Unlustige Scherze meiner Mitmenschen enthalten die Worte "Vogelgrippe". Darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein, sondern begeb' mich in mein Nachtlager ;-) Mehr Neuigkeiten gibt's momentan auch nicht, aber wie man hier so schön sagt gilt "No news is good news". Na denne: Gute Nacht!!!
-----------------
Sad news, so we'll keep it brief: The little baby bird died earlier today. We saw its mother flying up to him this morning, but apparently she couldn't help much either. We tried our best, but such are life and nature.
I am starting to hear not-so-funny jokes around me containing the words "bird flu". I will just ignore that and go to bed for today ;-)
By the way: We just saw the preview for the movie "Beerfest". Patrick thought it was hilarious and is convinced we'll have to see it on opening day. Uuhh.....what's peoples' obsession with German accents in advertisements and movies lately? We're not SUCH a funny people. Oare aahr vee? :)
Friday, August 04, 2006

Unser Findelkind
Unser kleines Findelbaby ist noch unter uns - in jeglicher Hinsicht. Der Kleine (das männliche Geschlecht sei einfach mal unterstellt, da "der Vogel") hat die Nacht in einem mit Handtüchern ausgelegten Karton in unserem Wohnzimmer übernachtet und war zu meiner großen Erleichterung heute morgen auch noch am Leben. Da ich gleich früh zu meinem Schul-Buß-und-Bettag musste, hat Patrick Babysitter gespielt. Das Tierhilfswerk hat sich erst gegen Mittag gemeldet, als der Kleine schon wieder draußen in seiner ausgestopften Blumenschale am Baum hing. Er hat wohl heute morgen irgendwann so viel Lärm gemacht, dass Patrick ihn wieder zu seinem Fundort gebracht hat, in der Hoffnung, die Mutter würde ihn hören. Patrick hat die Mutter auch 2x ans "Nest" (sprich: Blumenschale) fliegen sehen, so dass wir Hoffnung haben, dass der Kleine artgerecht verpflegt wird. Ich habe die Mutter nicht mehr gesehen, aber nach langen "Das ist ein wildes Tier und lebt jede Nacht draußen, wo er auch am ehesten von seiner Mutter wiedergefunden wird" Erklärungen von Patrick habe ich mich überreden lassen, ihn heute Nacht in seiner Blumenschale zu lassen. Das Hilfswerk war übrigens auch der Meinung, dass es so momentan am besten ist und wir wieder anrufen sollen, wenn wir keine Mutter mehr sehen können und der Kleine offenbar nicht kräftiger wird. Ein richtiges Drama.
Mal sehen, wie unsere kleine Vogelbaby-Soap-Opera weitergeht. Nach Sabines Nachricht fällt mir ein: Gibt's diese fetzigen "Ein Herz für Tiere" Aufkleber eigentlich noch? ...die man hinten an die Autoscheibe klebt, wenn man Hundebesitzer ist (nein, keine Regel, ein Stereotyp)? Falls ja, hätte ich gern einen, glaube ich :) (Ja, ist ein Scherz... erinnert mich aber daran, dass ich noch gar nichts von den "W" Aufklebern und gelben Schleifen an den Autos hier erzählt habe...ooooder? Erinnert mich dran, das hole ich nach!
Jetzt muss ich mich erst einmal von diesem spirituell hochwertigen Tag heute erholen. Schweigen wir drüber, vor allem, da ich nach gestern ja versprochen hatte, mit einer Geschihte rauszurücken, die ein positives Licht auf Amerika wirft :)
Schaut also wieder rein, es lohnt sich... hi hi...
--------------------
Our foundling
Our little baby foundling is still with us - in every sense. He (we decided he was male, as the gender for "bird" in German is male) spent the night in a small box lined with towels in our living room. To my surprise (and even bigger relief) he was still alive this morning. I had to go to a school retreat early in the morning, so that Patrick was stuck with babysitting the little bird. When Walden Puddle Wildlife Rehabilitation Center called, Patrick had hung the little guy back outside in the nest that we built for him because he had been squawking quite a bit. Shortly after bringing him back outside, Patrick noticed a blue-jay landing on the nest twice - we are really, really hoping it was his mom and he's being adequately fed and taken care of now. I haven't seen the mother since I got back, but with a long "It's a wild bird that sleeps outside every night, where he has the best chances of being found again by his mother" explanation, Patrick was able to convince me to leave him outside tonight. So the wildlife center agreed that it's best to keep him there for now, assuming his mother stopped by. Hopefully we won't have to call them back (not because we don't like them...I think the work they do is fabulous!...but obviously, because we want the mother to take the little runaway back in). We'll keep you updated on this baby-bird-soap-opera. That's really all for now. Stay tuned...
Thursday, August 03, 2006
Baby bird
Okay - just after I got finished with my last entry, I went outside to water the plants and saw a baby bird in the grass. I'm not sure if he fell out of his nest or what happened, but we couldn't find a nest. Finally, we looked up some information and made sure it was okay for us to touch him. I took him up to see if something was broken or if he was hurt, but he seemed okay. He is so young, has very few feathers and seems to be incredibly hungry. We called a wildlife rescue center and are waiting for their reply. As of now, he's in a shoebox in our living room (the recording said to do that if no nest could be found). I just couldn't leave him there and wait for the cat to come... At the same time, we can't feed him, because we don't know what and how and I'm just heartbroken and terrified thinking he might not make it through the night. We think it's a baby mockingbird, by the way, but we're not sure.
Anyway, I had to share that. Let us know if you have any ideas on how to deal with baby birds. We'll keep you posted...
-----------------------------
Kurz nach meiner letzten Nachricht wollte ich die Blumen gießen (ss oder ß macht mich gaga), als ich ein kleines Vögelchen im Gras liegen sah. Kein Nest, keine Mutter, nichts in der Nähe. Er ist ganz klein, macht keinen Lärm und sieht sehr hungrig aus. Ich finde nicht, dass er krank aussieht, nur schwach und klein, aber ich bin auch kein Tierarzt oder Biologe. Jedenfalls haben wir die Tierhilfs-Hotline angerufen und warten auf Antwort. In der Zwischenzeit haben wir ihn in einem Schuhkarton ins Wohnzimmer geholt, da wir kein Nest finden konnten (laut Tierhilfswerk kann man Vögel anfassen und soll sie im Schuhkarton halten, bis Hilfe kommt). Das ist das. Ich hab's nicht über's Herz gebracht, ihn dort liegen und der Katze zu überlassen :-(
Jetzt hoffe ich nur, dass der Kleine die Nacht überlebt und wir ihn morgen zum Hilfswerk bringen können. Wir denken übrigens, dass es eine Drossel ist, sind uns aber nicht sicher...
Wir lassen Euch wissen, was passiert. Drückt uns die Daumen... Gute Nacht!
Okay - just after I got finished with my last entry, I went outside to water the plants and saw a baby bird in the grass. I'm not sure if he fell out of his nest or what happened, but we couldn't find a nest. Finally, we looked up some information and made sure it was okay for us to touch him. I took him up to see if something was broken or if he was hurt, but he seemed okay. He is so young, has very few feathers and seems to be incredibly hungry. We called a wildlife rescue center and are waiting for their reply. As of now, he's in a shoebox in our living room (the recording said to do that if no nest could be found). I just couldn't leave him there and wait for the cat to come... At the same time, we can't feed him, because we don't know what and how and I'm just heartbroken and terrified thinking he might not make it through the night. We think it's a baby mockingbird, by the way, but we're not sure.
Anyway, I had to share that. Let us know if you have any ideas on how to deal with baby birds. We'll keep you posted...
-----------------------------
Kurz nach meiner letzten Nachricht wollte ich die Blumen gießen (ss oder ß macht mich gaga), als ich ein kleines Vögelchen im Gras liegen sah. Kein Nest, keine Mutter, nichts in der Nähe. Er ist ganz klein, macht keinen Lärm und sieht sehr hungrig aus. Ich finde nicht, dass er krank aussieht, nur schwach und klein, aber ich bin auch kein Tierarzt oder Biologe. Jedenfalls haben wir die Tierhilfs-Hotline angerufen und warten auf Antwort. In der Zwischenzeit haben wir ihn in einem Schuhkarton ins Wohnzimmer geholt, da wir kein Nest finden konnten (laut Tierhilfswerk kann man Vögel anfassen und soll sie im Schuhkarton halten, bis Hilfe kommt). Das ist das. Ich hab's nicht über's Herz gebracht, ihn dort liegen und der Katze zu überlassen :-(
Jetzt hoffe ich nur, dass der Kleine die Nacht überlebt und wir ihn morgen zum Hilfswerk bringen können. Wir denken übrigens, dass es eine Drossel ist, sind uns aber nicht sicher...
Wir lassen Euch wissen, was passiert. Drückt uns die Daumen... Gute Nacht!
Die fetten Tage sind vorbei
...oder sollte ich der Ehrlichkeit halber sagen: "Die fetten Wochen sind vorbei"? Wie auch immer, unterm Strich heisst das, dass der schönste Teil meines Jobs (Sommerferien, natürlich) erst einmal abgelaufen ist. Würde zu gern behaupten, dass ich mich aufs neue Jahr freue, es langsam kaum erwarten kann, wieder eine Routine zu haben und zu unterrichten, dass 8 Wochen wirklich lang genug waren und mir mittlerweile langweilig wurde. Die ehrlichere Version ist aber, dass ich mich natürlich schnell ans Ausschlafen, Rumlungern, Verreisen, Bücher lesen, Filme gucken, Weggehen, Aufbleiben, Ab-und-zu-Arbeiten,... gewöhnt habe. Zumal der Gehaltsscheck nach guter amerikanischer Manier trotzdem alle 2 Wochen aufs Konto kam. :-) Ab morgen geht's also wieder los. Noch nicht gleich mit dem Unterricht, aber dafür mit einem dieser Tage, die ich ganz besonders liebe: Versammlung. Und da es eine katholische Schule ist und Teambildung ja mittlerweile in den meisten "Betrieben" groß geschrieben wird, fangen wir morgen gleich mit einer ganz besonderen, spirituellen Versammlung an. Als erstes eine Stunde Messe, dann Frühstück, dann persönliches Reflektieren über Jesus' Rolle in unserem Leben und Lehren. Und so geht das bis 15 Uhr. Mit Bibel natürlich (die ich in englischer Sprache nicht mal habe). Das war letztes Jahr ähnlich, aber wenigstens in der Schule, wo man zufällig von der Toilettenpause nicht mehr zurückkam. Diesmal ist auf einem der zahlreichen kirchlichen Anwesen hier, in unserem Fall auf dem Campus der Methodisten. Als ich davon gehört habe, war ich echt satt, denn katholische Schule ist gut und schön, aber die Annahme, dass jeder katholisch (oder selbst christlich) ist, 'ne Bibel und Interesse an so einem Tag hat, geht mir gegen den Strich. Die implizite Annahme, dass jeder christlich ist, zur Kirche geht und die Bibel liest. Das war schon in Utah so. Und obwohl ich getauft und konfirmiert bin, mag ich es nicht, dass von mir angeommen, fast erwartet, wird, dass Kirche ein fester Bestandteil meines Alltags ist. Ist es nicht, basta. Und das einzusehen und zu tolerieren fällt Katholiken hier offenbar ähnlich schwer wie Mormonen, Baptisten, Methodisten und weiss der Geier welche 2763 anderen christlichen Splittergruppen es noch gibt. Das ruft in mir irgendwie nur Reaktanz hervor. Ihr seht, ich freue mich unwahrscheinlich auf den morgigen Tag. Ich habe keine Ahnung, was ich erzählen soll zu Jesus' Rolle in meinem Leben...
Mit diesen Versammlungstagen geht es am Mittwoch weiter, bis Freitag (erster Schultag), wo wir von 18-21 Uhr den Eltern nochmal Rede und Antwort stehen können. Offiziell soll es dazu dienen, die Eltern über Kurse und Materalien zu informieren, aber inoffiziell ist es eher dazu da, angestarrt und über sich ausgefragt zu werden (woher, wie lange schon, wo studiert, welche Erfahrungen, wie alt, etc.). Und am darauf folgenden Montag gibt es zur Krönung nochmal eine Versammlung aller katholischen Schulen hier in Nashville. JUUUUUUUUHHHHHHHHUUUUUUUUUU.
Abgesehen davon habe ich vor kurzem erfahren, dass ich im kommenden Jahr 6 statt der erwarteten und versprochenen 5 Kurse unterrichten werde. Das heisst 18 x 70 min pro Woche vor der Klasse stehen, plus Vorbereitung, Hausaufgaben und Klassenarbeiten korrigieren und Noten geben. Dazu werden mir immerhin 6 x 70 min pro Woche gegeben, in denen ich dann kopieren oder mir einen Kaffee kochen kann. Am Anfang war ich ziemlich sauer, da es immerhin nochmal 22 Kinder und 4 Zeitstunden mehr Unterricht für gleiches Gehalt sind, aber mittlerweise bin ich froh, dass es wenigstens ein Psychologie Grundkurs ist. Somit werde ich 2 Leistungskurse und 3 grundkurse in Psychologie haben, plus meinen einen Kurs über Konfliktentstehung und -bewältigung. Kein Latein mehr (was sich, wie ich die Schule kenne, über Nacht aber ändern kann). Damit unterrichte ich also wenigstens das, was ich studiert habe und etwas, für das ich teilweise durch letztes Jahr schon Vorbereitungen habe (die 2 LKs). So sieht das arbeitstechnisch aus.
Da mich das Umfeld der Schule offenbar zunehmend nervt und ich auch mit Kollegen größtenteils irgendwie keinen richtigen, zur Freundschaft ausreichenden, Draht finde, habe ich mich entschlossen, mich für das kommende Jahr nach Alternativen umzusehen. Eine Alternative ist wieder Uni, was aber einen sehr aufwendigen und langen Bewerbungsprozess erfordert (man bewirbt sich für Masters- und Doktorandenprogramme 1 mal im Jahr und in Psychologie werden etwa pro Uni 2-4 Leute aus 300-700 Bewerbern, je nach Ruf der Uni, genommen). Dazu bräuchte ich also wieder den TOEFL und einen weiteren Test, den GRE (Graduate Record Examination). Letzterer ist einzig und allein dafür entwicklet worden, die mathematischen, analytischen und verbalen Fähigkeiten potentieller Doktoranden zu beurteilen und dementsprechend anspruchsvoll, um es mal nett auszudrücken (unnett wäre zu sagen, dass er selbst bei testgeschulten Amis Würgereflexe verursacht). Beide kosten $ 130, bzw. $ 150 und die Ergebnisse sind nur 2, bzw. 5 Jahr gültig (übrigens nicht, weil die Firma ETS Geld machen will, sondern weil man sein Englisch nach 2 Jahren natürlich komplett vergisst!). Dazu kommen ein Motivationsschreiben, 3 Beurteilungen, Interviews, Bewerbungsgebühren zwischen $ 50-80 pro Uni, etc, etc... Und die sehr gute Möglichkeit, dass das alles in 5 or 6 "leider nein" Briefen endet. Eben Bewerbungen. Wenn man aufgenommen wird, ist man aber drin und zwar für 5-6 Jahre, was oft bezahlt ist - zwar mager, aber immerhin. Man besucht dann wieder Kurse, arbeitet eng mit einem Prof zusammen, forscht 'ne Menge, fährt auf Konferenzen, gibt Kurse, benotet Prüfungen der Bachelor-Studenten, usw.. Definitiv ein Vollzeitjob. Derzeit schreibe ich Professoren im ganzen Land an, deren Arbeit sich etwa mit meinen Interessen deckt (da Passung einer DER wichtigsten Faktoren überhaupt ist). Mal sehen, wie und was dabei rauskommt. Bewerbungsfristen sind zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar. Bis dahin werde ich in mich gehen und gucken, ob ich das wirklich in diesem Herbst angehen will.
Eine weitere Alternative wäre natürlich, mir einen anderen Job zu suchen. Das ist nicht so leicht, wenn man einen Abschluss hat, von dem keiner 'was gehört hat, von einer Uni, von der keiner 'was gehört hat. Dennoch war ich mutig und habe mich zunächst als Freiwillige beim Nashville Peace and Justice Center beworben. Am Montag habe ich dort ein Vorstellungsgespräch - nicht für einen Job, aber eben potentiell für einen Job in der Zukunft (sie suchen z.B. immer Leute, die Workshops geben oder im Büro arbeiten). Mal sehen, wie das läuft. Vielleicht treffe ich da ja sogar ein paar Leute, mit denen ich mal weggehen kann, ohne dass man um das Glatteis-Thema Politik rudern muss. (Ich war letztens mit einer Kollegin Mittagessen, die mich nach meiner Meinung zu George Bush gefragt hat. Ende des Liedes war, dass wir uns beide brutal über unsere Gegensätze bewusst waren und sie mich wirklich gefragt hat, warum alle Welt so auf ihm rumhacke, er habe einen schweren Job und wer sonst würde denn die Terroristen bekämpfen? Das war das.) Ich habe letztens Dana erst am Telefon erzählt, dass ich finde, das Land sei hier so extrem gespalten, dass es wirklich nur entweder-oder gäbe. Es kommt irgendwie alles im Bündel, wisst ihr? Alles ist miteinander verbunden (und zwar überweigend durch den Glauben) - Homosexualität, Abtreibung, Krieg, Todesstrafe, Umweltschutz, Sozialleistungen, etc.. Das Weltbild vieler ist eben, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat ("God created Adam and Eve, not Adam and Steve") um Leben zu generieren und dass das Leben unantastbar ist. Damit hätten wir Abtreibung, oder in extremen Fällen selbst Verhütung, vom Tisch. Ausnahmen sind, wenn jemand "etwas Böses" getan hat. Denn Strafe muss sein. Daher sind Todesstrafe und Krieg wichtig, um die "Guten" vor den "Bösen" zu schützen. Klingt nach Kinderspielplatz oder altem Testament? Eben. Sozialleistungen sind übrigens überflüssig, denn wer fleissig ist, braucht die Hilfe des Staates nicht. Und Umweltschutz ist für richtig extreme Christen auch überflüssig, da Gott die Erde eh mit einem Feuer zerstören wird, nachdem er die "Guten" (schätzungsweise in den Himmel?) gerettet hat. Das sind wirklich keine Märchen, sondern die festen Überzeugungen einer gehörigen Portion von Amerikanern. Zu ihrer Verteidigung muss auch gesagt werden, dass es SEHR viele gibt, die nicht so denken, im Gegenteil. Es sind unheimlich viele Aktivisten am Werk, das zu ändern, aber für unser einen ist die Begegnung mit oben beschriebener Mentalität natürlich nachhaltig und herausragend schockierend.
Um den Gruselschocker-Eintrag von heute noch zu krönen, fix noch eine "Nachrichten" Anekdote: Letzte Woche haben Patrick und ich vor Lachen platt auf dem Boden gelegen, als in den 22 Uhr Nachrichten von einem Mann berichtet wurde, der im Süden Tennessees 2x von einer Klapperschlange gebissen wurde. Die Story wurde gross über eine halbe Stunde angepriesen und dauerte dann 3 Sätze: Er ist ins nächste Krankenhaus gebracht worden, aber wir haben keine Stellungnahme der Familie. Klapperschlangen können gefährlich, aber nicht unbedingt toödlich sein. Und er war draußen (man höre und staune!), als er gebissen wurde. Und im Libanon wurden wahrscheinlich gerade 15 Kinder von israelischen Raketen getötet. Aber das interssiert natürlich nicht, denn die Mehrheit weiss sicher nicht mal, wo Libanon ist und dann ist das Ganze ja eh für den Weltfrieden. Ich hätte gern geweint, konnte aber irgendwie nur lachen.
So, das war viel. Ich hoffe, ich schockiere Euch mit meinen Geschichten nicht soweit, dass ich Euch nie als Besuch hier sehe... Amerika hat wirklich auch seine guten und schönen Seiten!!! :-) Vielleicht schreibe ich darüber das nächste Mal zum Ausgleich...
Abschliessend noch ein Bild von Patricks und meiner neuen Brille. Das Foto ist kein Meisterwerk, aber für einen Eindruck reicht es.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Seid bis dahin wie immer lieb gegrüßt!
------------------
Here's a picture of Patrick's and my new glasses... Harry Potter and the German girl ;-) (And yes, I did write more than that in the text above ;-))
...oder sollte ich der Ehrlichkeit halber sagen: "Die fetten Wochen sind vorbei"? Wie auch immer, unterm Strich heisst das, dass der schönste Teil meines Jobs (Sommerferien, natürlich) erst einmal abgelaufen ist. Würde zu gern behaupten, dass ich mich aufs neue Jahr freue, es langsam kaum erwarten kann, wieder eine Routine zu haben und zu unterrichten, dass 8 Wochen wirklich lang genug waren und mir mittlerweile langweilig wurde. Die ehrlichere Version ist aber, dass ich mich natürlich schnell ans Ausschlafen, Rumlungern, Verreisen, Bücher lesen, Filme gucken, Weggehen, Aufbleiben, Ab-und-zu-Arbeiten,... gewöhnt habe. Zumal der Gehaltsscheck nach guter amerikanischer Manier trotzdem alle 2 Wochen aufs Konto kam. :-) Ab morgen geht's also wieder los. Noch nicht gleich mit dem Unterricht, aber dafür mit einem dieser Tage, die ich ganz besonders liebe: Versammlung. Und da es eine katholische Schule ist und Teambildung ja mittlerweile in den meisten "Betrieben" groß geschrieben wird, fangen wir morgen gleich mit einer ganz besonderen, spirituellen Versammlung an. Als erstes eine Stunde Messe, dann Frühstück, dann persönliches Reflektieren über Jesus' Rolle in unserem Leben und Lehren. Und so geht das bis 15 Uhr. Mit Bibel natürlich (die ich in englischer Sprache nicht mal habe). Das war letztes Jahr ähnlich, aber wenigstens in der Schule, wo man zufällig von der Toilettenpause nicht mehr zurückkam. Diesmal ist auf einem der zahlreichen kirchlichen Anwesen hier, in unserem Fall auf dem Campus der Methodisten. Als ich davon gehört habe, war ich echt satt, denn katholische Schule ist gut und schön, aber die Annahme, dass jeder katholisch (oder selbst christlich) ist, 'ne Bibel und Interesse an so einem Tag hat, geht mir gegen den Strich. Die implizite Annahme, dass jeder christlich ist, zur Kirche geht und die Bibel liest. Das war schon in Utah so. Und obwohl ich getauft und konfirmiert bin, mag ich es nicht, dass von mir angeommen, fast erwartet, wird, dass Kirche ein fester Bestandteil meines Alltags ist. Ist es nicht, basta. Und das einzusehen und zu tolerieren fällt Katholiken hier offenbar ähnlich schwer wie Mormonen, Baptisten, Methodisten und weiss der Geier welche 2763 anderen christlichen Splittergruppen es noch gibt. Das ruft in mir irgendwie nur Reaktanz hervor. Ihr seht, ich freue mich unwahrscheinlich auf den morgigen Tag. Ich habe keine Ahnung, was ich erzählen soll zu Jesus' Rolle in meinem Leben...
Mit diesen Versammlungstagen geht es am Mittwoch weiter, bis Freitag (erster Schultag), wo wir von 18-21 Uhr den Eltern nochmal Rede und Antwort stehen können. Offiziell soll es dazu dienen, die Eltern über Kurse und Materalien zu informieren, aber inoffiziell ist es eher dazu da, angestarrt und über sich ausgefragt zu werden (woher, wie lange schon, wo studiert, welche Erfahrungen, wie alt, etc.). Und am darauf folgenden Montag gibt es zur Krönung nochmal eine Versammlung aller katholischen Schulen hier in Nashville. JUUUUUUUUHHHHHHHHUUUUUUUUUU.
Abgesehen davon habe ich vor kurzem erfahren, dass ich im kommenden Jahr 6 statt der erwarteten und versprochenen 5 Kurse unterrichten werde. Das heisst 18 x 70 min pro Woche vor der Klasse stehen, plus Vorbereitung, Hausaufgaben und Klassenarbeiten korrigieren und Noten geben. Dazu werden mir immerhin 6 x 70 min pro Woche gegeben, in denen ich dann kopieren oder mir einen Kaffee kochen kann. Am Anfang war ich ziemlich sauer, da es immerhin nochmal 22 Kinder und 4 Zeitstunden mehr Unterricht für gleiches Gehalt sind, aber mittlerweise bin ich froh, dass es wenigstens ein Psychologie Grundkurs ist. Somit werde ich 2 Leistungskurse und 3 grundkurse in Psychologie haben, plus meinen einen Kurs über Konfliktentstehung und -bewältigung. Kein Latein mehr (was sich, wie ich die Schule kenne, über Nacht aber ändern kann). Damit unterrichte ich also wenigstens das, was ich studiert habe und etwas, für das ich teilweise durch letztes Jahr schon Vorbereitungen habe (die 2 LKs). So sieht das arbeitstechnisch aus.
Da mich das Umfeld der Schule offenbar zunehmend nervt und ich auch mit Kollegen größtenteils irgendwie keinen richtigen, zur Freundschaft ausreichenden, Draht finde, habe ich mich entschlossen, mich für das kommende Jahr nach Alternativen umzusehen. Eine Alternative ist wieder Uni, was aber einen sehr aufwendigen und langen Bewerbungsprozess erfordert (man bewirbt sich für Masters- und Doktorandenprogramme 1 mal im Jahr und in Psychologie werden etwa pro Uni 2-4 Leute aus 300-700 Bewerbern, je nach Ruf der Uni, genommen). Dazu bräuchte ich also wieder den TOEFL und einen weiteren Test, den GRE (Graduate Record Examination). Letzterer ist einzig und allein dafür entwicklet worden, die mathematischen, analytischen und verbalen Fähigkeiten potentieller Doktoranden zu beurteilen und dementsprechend anspruchsvoll, um es mal nett auszudrücken (unnett wäre zu sagen, dass er selbst bei testgeschulten Amis Würgereflexe verursacht). Beide kosten $ 130, bzw. $ 150 und die Ergebnisse sind nur 2, bzw. 5 Jahr gültig (übrigens nicht, weil die Firma ETS Geld machen will, sondern weil man sein Englisch nach 2 Jahren natürlich komplett vergisst!). Dazu kommen ein Motivationsschreiben, 3 Beurteilungen, Interviews, Bewerbungsgebühren zwischen $ 50-80 pro Uni, etc, etc... Und die sehr gute Möglichkeit, dass das alles in 5 or 6 "leider nein" Briefen endet. Eben Bewerbungen. Wenn man aufgenommen wird, ist man aber drin und zwar für 5-6 Jahre, was oft bezahlt ist - zwar mager, aber immerhin. Man besucht dann wieder Kurse, arbeitet eng mit einem Prof zusammen, forscht 'ne Menge, fährt auf Konferenzen, gibt Kurse, benotet Prüfungen der Bachelor-Studenten, usw.. Definitiv ein Vollzeitjob. Derzeit schreibe ich Professoren im ganzen Land an, deren Arbeit sich etwa mit meinen Interessen deckt (da Passung einer DER wichtigsten Faktoren überhaupt ist). Mal sehen, wie und was dabei rauskommt. Bewerbungsfristen sind zwischen Mitte Dezember und Mitte Februar. Bis dahin werde ich in mich gehen und gucken, ob ich das wirklich in diesem Herbst angehen will.
Eine weitere Alternative wäre natürlich, mir einen anderen Job zu suchen. Das ist nicht so leicht, wenn man einen Abschluss hat, von dem keiner 'was gehört hat, von einer Uni, von der keiner 'was gehört hat. Dennoch war ich mutig und habe mich zunächst als Freiwillige beim Nashville Peace and Justice Center beworben. Am Montag habe ich dort ein Vorstellungsgespräch - nicht für einen Job, aber eben potentiell für einen Job in der Zukunft (sie suchen z.B. immer Leute, die Workshops geben oder im Büro arbeiten). Mal sehen, wie das läuft. Vielleicht treffe ich da ja sogar ein paar Leute, mit denen ich mal weggehen kann, ohne dass man um das Glatteis-Thema Politik rudern muss. (Ich war letztens mit einer Kollegin Mittagessen, die mich nach meiner Meinung zu George Bush gefragt hat. Ende des Liedes war, dass wir uns beide brutal über unsere Gegensätze bewusst waren und sie mich wirklich gefragt hat, warum alle Welt so auf ihm rumhacke, er habe einen schweren Job und wer sonst würde denn die Terroristen bekämpfen? Das war das.) Ich habe letztens Dana erst am Telefon erzählt, dass ich finde, das Land sei hier so extrem gespalten, dass es wirklich nur entweder-oder gäbe. Es kommt irgendwie alles im Bündel, wisst ihr? Alles ist miteinander verbunden (und zwar überweigend durch den Glauben) - Homosexualität, Abtreibung, Krieg, Todesstrafe, Umweltschutz, Sozialleistungen, etc.. Das Weltbild vieler ist eben, dass Gott Mann und Frau geschaffen hat ("God created Adam and Eve, not Adam and Steve") um Leben zu generieren und dass das Leben unantastbar ist. Damit hätten wir Abtreibung, oder in extremen Fällen selbst Verhütung, vom Tisch. Ausnahmen sind, wenn jemand "etwas Böses" getan hat. Denn Strafe muss sein. Daher sind Todesstrafe und Krieg wichtig, um die "Guten" vor den "Bösen" zu schützen. Klingt nach Kinderspielplatz oder altem Testament? Eben. Sozialleistungen sind übrigens überflüssig, denn wer fleissig ist, braucht die Hilfe des Staates nicht. Und Umweltschutz ist für richtig extreme Christen auch überflüssig, da Gott die Erde eh mit einem Feuer zerstören wird, nachdem er die "Guten" (schätzungsweise in den Himmel?) gerettet hat. Das sind wirklich keine Märchen, sondern die festen Überzeugungen einer gehörigen Portion von Amerikanern. Zu ihrer Verteidigung muss auch gesagt werden, dass es SEHR viele gibt, die nicht so denken, im Gegenteil. Es sind unheimlich viele Aktivisten am Werk, das zu ändern, aber für unser einen ist die Begegnung mit oben beschriebener Mentalität natürlich nachhaltig und herausragend schockierend.
Um den Gruselschocker-Eintrag von heute noch zu krönen, fix noch eine "Nachrichten" Anekdote: Letzte Woche haben Patrick und ich vor Lachen platt auf dem Boden gelegen, als in den 22 Uhr Nachrichten von einem Mann berichtet wurde, der im Süden Tennessees 2x von einer Klapperschlange gebissen wurde. Die Story wurde gross über eine halbe Stunde angepriesen und dauerte dann 3 Sätze: Er ist ins nächste Krankenhaus gebracht worden, aber wir haben keine Stellungnahme der Familie. Klapperschlangen können gefährlich, aber nicht unbedingt toödlich sein. Und er war draußen (man höre und staune!), als er gebissen wurde. Und im Libanon wurden wahrscheinlich gerade 15 Kinder von israelischen Raketen getötet. Aber das interssiert natürlich nicht, denn die Mehrheit weiss sicher nicht mal, wo Libanon ist und dann ist das Ganze ja eh für den Weltfrieden. Ich hätte gern geweint, konnte aber irgendwie nur lachen.
So, das war viel. Ich hoffe, ich schockiere Euch mit meinen Geschichten nicht soweit, dass ich Euch nie als Besuch hier sehe... Amerika hat wirklich auch seine guten und schönen Seiten!!! :-) Vielleicht schreibe ich darüber das nächste Mal zum Ausgleich...
Abschliessend noch ein Bild von Patricks und meiner neuen Brille. Das Foto ist kein Meisterwerk, aber für einen Eindruck reicht es.
Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Seid bis dahin wie immer lieb gegrüßt!
------------------
Here's a picture of Patrick's and my new glasses... Harry Potter and the German girl ;-) (And yes, I did write more than that in the text above ;-))
Wednesday, July 26, 2006
Mückenstiche und SommerhitzeMensch, die Zeit vergeht! Jetzt sind wir schon 2.5 Wochen wieder hier und der Urlaub scheint in weiter Ferne zu sein. Der Alltag hat uns fast wieder, wenn er momentan auch noch langsam und gemütlich ist. Nebst Nachhilfe (Lydia) und Hausarbeiten (Patrick) gehen wir's langsam an und geniessen die letzten Tage unserer Sommerferien :-) Anbei ein paar Fotos von den letzten beiden Wochenenden: einer Geburtstagsfeier, einer "Pool-Party" (siehe Foto...Patrick hat seinen Spieltrieb entdeckt ;-)) und unserem Ausflug nach Lexington, Kentucky, wo wir unsere Freunde besucht haben, bei deren Eltern wir in Australien gewohnt haben. Der Kleine im Bilde hat uns das ganze Wochenende über köstlich amüsiert, da er knapp 3 Jahre ist und noch lernt zu sprechen. Witzigste Anekdote des Wochenendes ist die: I habe für ihn auf Deutsch bis 10 gezählt und irgendwann schaut er mich ganz ernst, fast besorgt, an und fragt: "What's that noise?". :-)

-->
mit Isaac, unserem jüngsten Freund
in Lexington, Kentucky
Ansonsten wüsste ich nur noch von unserem Ausflug zum Optiker letzte Woche zu berichten. Nach guter alter Ami-Manier haben wir in der Werbung gesehen, dass ein Optiker als Sonderangebot 2 Brillen zum Preis von einer anbot. Da ich ohne Brille zunehmend weniger scharf sehe (räusper, räusper) und Patrick ebenfalls eine neue Brille brauchte/ wollte, haben wir uns gedacht, wir schauen uns das mal an. Ohne Rezept ging nichts, aber glücklicherweise war der Augenarzt gleich nebenan und man konnte ohne Termin reinschneien und die Sehschärfe testen lassen. Das Ganze hat übrigens für Patrick $40 und für mich $20 gekostet ... für mich zahlt theoretisch die Kasse, weil ich das Glück habe, eine Zusatzversicherung für Augen zu haben. Praktisch muss ich aber bei jedem (!!!) Arztbesuch $20 zuzahlen, also auch hier. Weitere 1.5 h und $400 später hatten wir beide neue Brillen. Das war mit Sonderangebot (was natürlich nur galt, wenn man aus eigener Tasche und ohne Versicherung bezahlt hat). Ich bin fast vom Hocker gefallen! (War genauso fassungslos wie meine neue Brille, die Patrick übrigens viel zu deutsch findet ;-)). Bilder kann ich euch noch gar nicht zeigen, da wir die Brillen erst nächste Woche holen. Aber dann!!!
Abgesehen von einer Invasion unerträglich angriffslustiger Mücken ist es auch hier unerträglich heiss und vor allem schwül. Wir haben uns überwiegend gegen Klimaanlage, für das Schwitzen und für Ventilatoren entschieden. Die meisten Amis haben noch immer ihr Haus auf Kühlschranktemperatur gekühlt (und zahlen dafür locker $200 im Monat), aber unser Haus ist so alt und schlecht isoliert, dass der Kühleffekt eh nur wenige Stunden, wenn überhaupt so lange, anhält. Langsam brechen die Energienetze zusammen und in Kalifornien gibt's wohl auch schon Energiebeschränkungen. Tennessee ist davon weit entfernt, aber hier wird ja auch größtenteils kein Müll getrennt und alle fahren fleissig weiter mit ihren Panzerfahrzeugen zur Post um die Ecke. Und dass obwohl Benzin jetzt $ 2.85 pro Gallone (ca. 4 Liter) kostet. Spottbillig für deutsche Verhältnisse, aber wenn man überallhin fahren muss, geht das ganz schön ins Geld. Bin gespannt, wie es wird, wenn Benzinpreise auf $5 aufwärts steigen. ...
Ehe mich das auf Israel zu sprechen bringt (worüber hier übrigens mittlerweile sogar in Lokal"nachrichten" berichtet wird), stelle ich lieber ein paar Fotos ins Netz :-)

-- > NICHT meine neue Brille ;-) mit Patricks Stiefmutter auf derGeburstagsfeier von Patricks Cousin.
Wednesday, July 19, 2006
HIIIIILLLLLLLLLLFFFFFFFFFFFFFEEEEEEEEE!!!!!
Liebe alle!
Heute schreib' ich mal schnell für einen guten Zweck: Mein Freund Benny braucht ganz dringend und unbedingt liebe Menschen, die ihm bei seiner Diplomarbeit helfen wollen. Wir armen Psychologen schreiben in den meisten Fällen Diplomarbeiten, in denen wir auf viele bis sehr viele Teilnehmer angewiesen sind, damit wir hübsch das in vielen Statistikvorlesungen Gelernte üben können. Problem daran ist, dass die Diplomarbeit erst dann fertig geschrieben werden kann, wenn sich 20/50/100/200/... Teilnehmer erbarmt haben. Allllsooooo: Bitte, bitte, bitte gebt euch einen Ruck, sucht Euch ein stilles Plätzchen mit Computer und ca. 30-40 min Zeit (vergeht ganz schnell) und nehmt an seiner Studie teil. Man kann dabei sogar noch was lernen :) Und wenn ihr gut seid, könnt ihr sogar ein bißchen Geld verdienen!!!
Jetzt mal noch Bennys offizielle Beschreibung:
Der größere Sinn:
Viele Schulbücher und Lernmaterialien sind schwer verständlich. Sie machen es Schülern, Studenten und Erwachsenen auf der ganzen Welt nicht gerade einfach, neuen Stoff aufzunehmen. Ich untersuche einen modernen Ansatz, wie der Wissenserwerb komplexer Themen mit Hilfe von grafischen Abbildungen erleichtert werden kann.
Du trägst durch Deine Teilnahme dazu bei, den wissenschaftlichen Kenntnisstand maßgeblich zu erweitern. Konkrete Verbesserungsmöglichkeiten werden erprobt und können nach dieser Studie dazu beitragen, dass das heutzutage immer wichtiger werdende Lernen aus Texten, erleichtert wird. Es geht sozusagen um die Zukunft des Lernens. Deine Kinder werden sich freuen.
Der kleinere Sinn:
Das zu lernende Thema ist interessant, polarisierend, Du bekommst tiefere Einblicke in einige Mechanismen unserer Gesellschaft.
Du bist vielleicht einer der ersten, der zukünftige Lernformen kennenlernen und ausprobieren darf.
Du würdest mir einen sehr großen persönlichen Gefallen tun und mir wirklich helfen. Die Universität lässt die meißten Studenten mit ihren Diplomarbeiten hängen. Mir fällt es schwer, an genügend Versuchspersonen zu kommen. Ich werd langsam nervös und bin daher auf Dich und meine anderen persönlichen Kontakte angewiesen.
Eine kurze Zusammenfassung, was Dich erwartet:
Du sollst online einen anspruchsvollen Sachtext so lesen, als ob Du ihn für Schule oder Studium verstehen müsstest. Dein dabei erworbenes Wissen wird danach abgetestet. Wie beim Lernen üblich, ist das etwas anstrengend. Du solltest Dir also etwas 45 Minuten Zeit nehmen und aufnahmebereit, also nicht zu müde sein.
Und noch ein kleiner Anreiz:
Die besten Versuchspersonen erhalten 50 Euro.
Den Test erreichst Du unter folgendem Link: www.sophotec.com/sophotec/sophotest/
DANKE !
Liebe alle!
Heute schreib' ich mal schnell für einen guten Zweck: Mein Freund Benny braucht ganz dringend und unbedingt liebe Menschen, die ihm bei seiner Diplomarbeit helfen wollen. Wir armen Psychologen schreiben in den meisten Fällen Diplomarbeiten, in denen wir auf viele bis sehr viele Teilnehmer angewiesen sind, damit wir hübsch das in vielen Statistikvorlesungen Gelernte üben können. Problem daran ist, dass die Diplomarbeit erst dann fertig geschrieben werden kann, wenn sich 20/50/100/200/... Teilnehmer erbarmt haben. Allllsooooo: Bitte, bitte, bitte gebt euch einen Ruck, sucht Euch ein stilles Plätzchen mit Computer und ca. 30-40 min Zeit (vergeht ganz schnell) und nehmt an seiner Studie teil. Man kann dabei sogar noch was lernen :) Und wenn ihr gut seid, könnt ihr sogar ein bißchen Geld verdienen!!!
Jetzt mal noch Bennys offizielle Beschreibung:
Der größere Sinn:
Viele Schulbücher und Lernmaterialien sind schwer verständlich. Sie machen es Schülern, Studenten und Erwachsenen auf der ganzen Welt nicht gerade einfach, neuen Stoff aufzunehmen. Ich untersuche einen modernen Ansatz, wie der Wissenserwerb komplexer Themen mit Hilfe von grafischen Abbildungen erleichtert werden kann.
Du trägst durch Deine Teilnahme dazu bei, den wissenschaftlichen Kenntnisstand maßgeblich zu erweitern. Konkrete Verbesserungsmöglichkeiten werden erprobt und können nach dieser Studie dazu beitragen, dass das heutzutage immer wichtiger werdende Lernen aus Texten, erleichtert wird. Es geht sozusagen um die Zukunft des Lernens. Deine Kinder werden sich freuen.
Der kleinere Sinn:
Das zu lernende Thema ist interessant, polarisierend, Du bekommst tiefere Einblicke in einige Mechanismen unserer Gesellschaft.
Du bist vielleicht einer der ersten, der zukünftige Lernformen kennenlernen und ausprobieren darf.
Du würdest mir einen sehr großen persönlichen Gefallen tun und mir wirklich helfen. Die Universität lässt die meißten Studenten mit ihren Diplomarbeiten hängen. Mir fällt es schwer, an genügend Versuchspersonen zu kommen. Ich werd langsam nervös und bin daher auf Dich und meine anderen persönlichen Kontakte angewiesen.
Eine kurze Zusammenfassung, was Dich erwartet:
Du sollst online einen anspruchsvollen Sachtext so lesen, als ob Du ihn für Schule oder Studium verstehen müsstest. Dein dabei erworbenes Wissen wird danach abgetestet. Wie beim Lernen üblich, ist das etwas anstrengend. Du solltest Dir also etwas 45 Minuten Zeit nehmen und aufnahmebereit, also nicht zu müde sein.
Und noch ein kleiner Anreiz:
Die besten Versuchspersonen erhalten 50 Euro.
Den Test erreichst Du unter folgendem Link: www.sophotec.com/sophotec/sophotest/
DANKE !
Subscribe to:
Posts (Atom)





