Monday, December 31, 2007

Frohe verspätete Weihnachten und...

...natürlich ein gesundes, glückliches und gutes neues Jahr an alle! Hoffe, ihr "rutscht" gut rein (nach meinen Berechnungen sind's noch ca. 4 Stunden für Euch)...

Hier war jetzt länger Pause...ich hatte zwar schon seit dem 5.12. keine Kurse mehr, musste aber noch Projekte beenden, Kleinkram erledigen und dann natürlich Geschenke einkaufen und einpacken. Jetzt sind wir wieder aus Nashville zurück. Wir waren für ca. eine Woche bei Patricks Eltern ehe wir dann nach Atlanta gefahren sind, wo ich einen neuen Paß beantragen musste. Das war ein ziemliches Erlebnis, da es ja jetzt mit Fingerabdrücken und ganz genauen Fotos sein muss und das Konsulat sich an dem Tag, an dem wir da waren, nicht von der besten Seite gezeigt hat. Obwohl wir die 4. in der Schlange waren (sind extra 3.30 Uhr aufgestanden um von Nashville die 4 Stunden zu fahren und pünktlich 9 Uhr dort zu sein...Atlanta ist eine Stunde weiter als Nashville), haben wir mehr als 2 Stunden dort zugebracht, weil nur ein Schalter geöffnet war (bei gut 10 Beamten) und die Fingerabdruckmaschine (oder wie auch immer die heisst) erst nicht funktionierte. Puuh. Hoffentlich hat das jetzt aber geklappt und ich kriege meinen neuen Paß in wenigen Wochen in der Post. In Atlanta haben wir dann noch unsere Freunde Geoff, Sherry und Isaac getroffen, weil die drei zu Besuch bei Sherrys Eltern waren, die in Atlanta wohnen. Seit Freitag abend sind wir nun wieder in Knoxville und haben das Wochenende damit verbracht, Lebensmittel einzukaufen, Wäsche zu waschen, Geschenke umzutauschen und andere Besorgungen zu erledigen. Wir wollen die letzten Ferientage nutzen, die Küche zu streichen...mal sehen, ob es dazu kommt, denn wir haben beide rein gar nichts für die Uni in den letzten 2 Wochen gemacht und das will natürlich auch aufgeholt werden. Patrick fliegt am Donnerstag für eine Konferenz nach Washington, DC und kommt am Montag wieder - nur um am Mittoch gleich wieder nach Nashville zu fahren. Er muss jetzt jede Woche von Montag bis Donnerstag in Nashville sein, was ziemlich doof ist, aber wir wussten das ja als wir uns letztes Jahr entschieden haben, nach Knoxville zu ziehen. Es ist Patricks letztes Semester, in dem er Lehre geben muss, somit sollte es sich Ende April erledigt haben mit dem Hinundherpendeln. Bei mir geht die Uni am 9.1. wieder los und diesmal belege ich einen Kurs (= 3 SWS) mehr. Dummerweise ist das ein Kurs zur Unilehre...wo man sich gegenseitig powerpoint Präsentationen zeigt und kritisiert...also nicht megaspannend und, wie ich befürchte, größtenteils selbsterklärend (Schrift nicht zu klein machen, viele Bilder und Beispiele verwenden, laut sprechen, Fragen aus dem Publikum für alle wiederholen, etc.). Aber egal. Im Januar wird sich auch entscheiden, ob und welche Kurse aus Deutschland mir anerkannt werden. Drückt mir mal die Daumen, da es sich hier um ein gutes Semester handeln kann, das ich abhaken könnte.

Heute abend feiern wir aber erst einmal Silvester mit ein paar Freunden und unseren Nachbarn. Wir werden uns an Käse- und Schokoladenfondue versuchen und hoffentlich gut ins neue Jahr rutschen. Das ist ja hier nicht so ganz so groß wie zu Hause. Die großen Feuerwerke gibt's zum 4. Juli und die großen Parties eher zu Halloween. Wird also nicht ganz so wild und lang werden, denke ich.

Leider habe ich keine Fotos von Weihnachten, da meine Kamera gestreikt hat. Hoffentlich komme ich dazu, heute abend ein paar Fotos zu machen. Anbei daher nur Fotos von uns..und meinem neuen Haarschnitt. Habe mich letzte Woche entschieden, mir die "lange Mähne" doch wieder abschneiden zu lassen. Ganz so kurz, wie sie jetzt sind, wollte ich sie nicht, aber was ab ist, ist ab (und wächst wieder, richtig).

Also dann...nochmals ein frohes und gesundes neues Jahr an alle!

Mehr wieder im Jahre 2008... :)




Monday, November 26, 2007

Juuhuuu

Eigenlob stinkt, aber Freude ist erlaubt und die soll man teilen: Ich habe soeben erfahren, dass ich jeden der 7 Teile meines 10-Stunden-Examens in dem Strukturgleichungskurs bestanden habe (professorale Fehler beim Korrigieren nicht ausgeschlossen) und somit, wie es aussieht, nichts ein zweites Mal bearbeiten muss. Das ist besonders nett nachdem ich heute den ganzen Tag an eben diesen Modellen gesessen habe mit dem Gefühl, nur rumzustümpern. Also vom Experten ist mein Wissen weit entfernt, aber dennoch scheinbar ausreichend, um den Kurs gut zu bestehen. Und das allein ist momentan ausreichend Grund zur Freude. :)

Saturday, November 24, 2007

Happy (belated) Thanksgiving!

Schon wieder fast am Ende eines 4-Tage-Wochenendes, will ich doch endlich mal die extra freie Zeit nutzen, ein wenig ausführlicher über die letzten Tage zu berichten und vor allem ein paar Fotos der letzten Wochen hochzuladen.

Aber von vorn:

Am Donnerstag war Thanksgiving und wir haben uns Gott sei Dank entschieden, nicht nach Nashville zu fahren, sondern hier zu bleiben. So haben wir diesen ersten richtig kalten, grauen Tag genutzt, zu kochen und dann den gesamten Nachmittag und Abend mit unseren Nachbarn Ben, Elly und Violet gemeinsam zu essen, zu spielen und Filme zu gucken. Violet ist 7 Monate alt und hat demnach, wie ihr Euch vorstellen könnt, ausführlich für Unterhaltung gesorgt:

1. Nach einem Morgenspaziergang mit Ali (auch Doktorandin im ersten Jahr)



2. Beim Kochen & Backen



3. Die lieben Nachbarn




4. Das Festessen (mit Patricks Truthahnschnitzel)




5. Ben & Violet beim Spielen:




Den Abend haben wir mit Michael Moores neuestem Film "Sicko" verbracht. Der ist wohl jetzt auch in Deutschland draußen und durchaus zu empfehlen. Wie immer ist unverdauliches Material leicht zynisch, witzig und etwas polemisch aufgearbeitet. Uns war danach nur noch zum K.... zumute, aber so war das wohl auch gedacht. Es geht um das katastrophale Gesundheitssystem hier, in dem in Teilen des Landes die Säuglingssterblichkeit höher ist als in manchem Entwicklungsland, in dem Menschen mit Diabetes sterben oder Krebskranken die Chemotherapie nicht ermöglicht wird, weil sie keine $160,000 aus eigener Tasche zahlen können. Wenn man das politisch thematisieren will, heisst es gleich "Kommunisten", denn ein Sozialstaat hiesse ja, dass die Reichen was an die Schwachen abgeben, dass die Regierung mehr involviert ist (siehe Arbeitsämter, Sozialämter, etc.), dass man mehr Steuern zahlen, bzw. weniger Geld für Rüstung, Krieg und Pentagon ausgeben müsste. Und noch dazu würden die armen Ärzte (die zu ihrer Verteidigung tatsächlich am Ende des Studiums dank Studiengebühren unter Umständen bis zu $150,000 Kredit zurückzahlen müssen) kein Geld mehr verdienen (und die Ärzte- und Pharmazielobby ist hier riesig!!!). Wenn man dann mit "das ist doch aber nicht besonders christlich, die Armen verhungern und wegsterben zu lassen" ankommt, heisst die Wunderantwort "das ist Gottes Wille". Und die kommt nicht nur von den Reichen, sondern gerade auch von denen, die eigentlich auf die Barrikaden gehen müssten. Und das ist das eigentlich Traurige. Volksverdummung und Gehirnwäsche vom Feinsten. Kann man nur hoffen, dass öffentliche Krankenversicherung zum Thema in der nächsten Wahl wird.
Puuhhhh... lassen wir das. Bringt nur mein Blut zum Kochen und wer weiss, ob meine Krankenversicherung die Folgen dessen tragen würde (denn Zahnarzt, Augenarzt, Brille, etc. sind nicht im Preis inbegriffen)...ha ha.

Am Freitag sind wir wieder nach Asheville, North Carolina gefahren. Das ist mitten in den Bergen und nur etwa 1.5 h von hier entfernt. Das Schöne an Asheville ist, dass es in vielerlei Hinsicht das ganze Gegenteil von Knoxville ist. Es ist eine kleine "Hippystadt" in den Bergen...mit vielen kleinen Kaffees, vegetarischen Restaurants, unabhängigen Buchläden, usw.. :) Dort haben wir schön Mittag gegessen, sind durch die Stadt gelaufen und haben in einem Café einen Tee getrunken und etwas gelesen. Danach sind wir zum naeheliegenden See Lake Lure gefahren, wo 1987....Trommelwirbel... Dirty Dancing gefilmt wurde!!! Jawohl. Das habe ich vor wenigen Wochen erst erfahren und konnte mir diese Pilgerfahrt seitdem einfach nicht verkneifen :) Anbei ein paar Fotos von diesem wirklich wunderschönen Örtchen (und wir hattenauch richtiges Glück mit dem tollen sonnigen Spätherbstwetter):









Heute haben wir dann Weihnachtshausputz gemacht (gestern wurde offiziell die Weihnachtszeit hier eingeläutet...hauptsächlich mit Einkaufssonderangeboten ab VIER UHR morgens!!!), waren Lebensmittel und erste Weihnachtsgeschenke einkaufen und auf Knoxvilles Mini-Weihnachtsmarkt (etwa 8 Stände und eine Eisbahn).




Morgen geht's dann wieder streng an die Wochenvorbereitung. Noch ca. 2 Wochen, dann ist das Semester für mich glücklicherweise gegessen. Im Moment bin ich ganz froh, da ich langsam doch keine Lust mehr auf Seminare und noch ein ganzes Stückchen Arbeit zu erledigen habe ehe ich ruhigen Gewissens in die Weihnachtsferien gehen kann. Muss mich dann auch schon langsam auf den Sommer vorbereiten...also nach Sommerprogrammen Ausschau halten, für die ich mich bewerben kann. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre meine Arbeit ein einziger Bewerbungsmarathon. Bewerbung für diesen Preis und jene Drittmittel und den Platz an der Sommerakademie und Zusammenarbeit mit x an demunddem Projekt. Puh.

Jetzt aber noch ein paar Fotos der vergangenen Wochen... hauptsächlich von unserer Halloweenfeier, unserem Gartenprojekt "selbstgebaute Regentonne" und unserem halb-reparierten Kamin:






Sunday, November 18, 2007

Vorlesen

Die vergangene Woche war aufregend - ich hatte meine erste Gelegenheit, eine Vorlesung zu geben. So habe ich am Donnerstag also zum ersten Mal an einer Uni eine VL in Sozialpsychologie gegeben. Der Saal war nicht zu groß...ich schätze, es waren etwa 70 oder 80 Leute da. Ich muss sagen, das hat richtig Spaß gemacht und wenn ich könnte, würde ich gern meinen eigenen Kurs halten. Der Stein im Weg: Ein älterer Professor, der mal wieder seit Ewigkeiten da ist, selbst keine Veranstaltungen im Hauptstudium mehr hält, nichts publiziert, zu keinen Konferenzen fährt, aber für die Einführungsvorlesung verantwortlich ist und da nun seine Macht ausspielt. Einer dieser Typen, der geniesst, dass jede(r) an ihm vorbei muss. Er hält ein Seminar zur Universtätslehre, wo sich 9 Leute das ganze Semester lang gegenseitig Powerpointpräsentationen geben und die dann kritisieren. Mal ehrlich, alles, was man da lernt (Fragen aus dem Publikum für alle widerholen, Folien nicht zu klein und voll gestalten, Fremdwörter erklären, etc.), lernt man in 2 Stunden alleine vom Lehren. Aber egal. Die, die schon mal gelehrt haben, guckt er in seiner Sprechstunde böse an und bietet dann an, eine Veransaltung zu beobachten, wenn man sich irgendwo einen Platz als GastvorleserIn ergattert. Das habe ich also jetzt getan (zugegeben, der Sozial-Prof bot mir seine VL erst letztes Wochenende an) und als ich am Montag ins Büro des Diktators ging, sagte der gute Mann einfach nein. Glatt nein. Keine andere Möglichkeit, nicht mit Video, nicht mit anderen Beobachtern, nein. Er könne eben einfach nicht und ich mache das im Übrigen, weil das ein Teil meines Jobs sei, nicht weil ich einen Nutzen daraus ziehen könne. Arschloch. Sowas kotzt mich an - jetzt muss ich nächstes Semester diesen besch... Kurs belegen, der totale Zeitverschwendung ist und statt dessen ich einen (viel hilfreicheren) Pflichtkurs belegen könnte. Aber ich hab' ja Zeit. Deshalb brauchen Leute 6 Jahre zur Promotion, weil so ein Mist Teil des Ganzen ist. Mal ehrlich...

Abgesehen davon war die VL aber eine gute Übung für mich und hat mir gezeigt, dass Universitätskurse auch nicht sehr viel wilder sind als High School Kurse. Wenn man die hält, weiss man, wovon man redet und die meisten Studenten sitzen eh nur da und lassen sich berieseln. Ob 80 Leute oder ein Saal von 300 Leuten (da hab' ich letzte Woche eine Kommilitonin beobachtet) - es schlafen etwa 30, weitere 50 machen Kreuzworträtsel, gucken auf ihrem Laptop im Internet rum, hören von ihrem iPod oder quatschen. Alles beim Alten. Da zerfetzt einen keiner oder fragt schweisstreibende Fragen, soviel ist sicher. Mit anderen Worten bin ich mir ziemlich sicher, dass ich Lehre halten kann, auch ohne diesen überflüssigen Kurs. Um genau zu sein, würde ich schon im nächsten Semester gerne Lehre halten, aber die Plätze sind natürlich beliebt (weil man ein bisschen mehr Geld kriegt) und....ihr habt's geahnt...werden von besagtem Machtmonster vergeben. Vor dem nächsten Wintersemester wird das also nichts und auch nur dann, wenn der gute Herr das Gefühl hat, dass ich auf die Massen losgelassen werden kann (was natürlich seiner subjektiven Meinung unterliegt und da ich ihn jetzt schon 2 oder 3 Mal behelligt habe, kann es bei dem gut sein, dass ich es mir schon verbaut habe - so läuft das auch hier)...

Gestern abend waren wir schliesslich und endlich bei meinem Professor zum lang geplanten Abendessen, was sehr nett war. Hat zwei süße kleine Kinder (zwei Jungs...3 und 6) und eine sehr nette hübsche Frau (auch Psychologin). Wir haben uns also alle gegenseitig ein bisschen mehr beschnüffelt, was gut ist, da Interaktionen an der Uni ja doch häufig mehr aufs Fachliche begrenzt sind (und er ein schlechtes Gedächtnis hat und demnach eh Vieles, was man ihm von sich erzählt wieder vergisst). Hoffe, wir können das häufiger machen, da die zwei wirklich nett sind und auch "nur" 10 Jahre älter als wir...also im Grunde große Geschwister sein könnten.

Die kommende Woche wird kurz und hoffentlich schmerzlos. Am Donnerstag ist Thanksgiving hier , was heisst, dass alle Welt zu den Eltern oder Erwandten fährt, um den fetten Truthahn zu essen. Das heisst natürlich auch, dass am Mittwoch keiner mehr Veranstaltung hält und viele Studenten Montag und Dienstag schwänzen um sich eine Woche Ferien zu gönnen. Wir haben uns entschlossen, hier zu bleiben, nachdem Patricks Familie sich mal wieder ein paar Sachen geleistet hat, die uns jegliche Feiertagsstimmung vermiest haben. Also bleiben wir hier und lassen es langsam laufen. Am Freitag nach Thanksgiving bricht in den USA offiziell die Weihnachtssaison an (obwohl das ganze Zeug schon seit Wochen in den Läden ist und wir schon so manches Weihnachtslied gehört haben) - bzw. über einen herein. Der Freitag ist der beliebteste Einkaufstag des Jahres und die Leute spielen absolut verrückt (wer hätte das gedacht?). Unser Budget erlaubt dieses Jahr zum Glück keine großen Weihnachtseinkäufe, was in der absolut überwältigenden Masse aller Angebote eine echte Erleichterung ist.
Zu Weihnachten werden uns vielleicht für ein paar Tage wieder nach Nashville trauen - es sei denn, es gibt vorher weitere Episoden der häuslichen Seifenoper.

So, Zeit für den Hausputz. Ich melde mich später in der Woche wieder... Ahoi!

Monday, November 05, 2007

Geschafft

...in jeglicher Hinsicht. Es ist vollbracht: Mein erster Drittmittelantrag ist eingereicht und ich schwoere, das war eine Tortur. Etliche Aufsaetze und Empfehlungsschreiben und beglaubigte Dokumente - eben wieder eine richtige Bewerbung fuer etwas, dessen Erfolg so wahrscheinlich ist wie ein Lottogewinn. In diesem Falle ist das auch Realismus, und nicht Pessimismus. Es gibt abertausende Bewerbungen aus allen Natur- und Sozialwissenschaften und es werden in den ganzen USA vielleicht 1000 gefoerdert. Das klingt viel, ist aber ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man sich ueberlegt, wie viele Bewerbungen da eingehen. Praktisch kann jede(r) DoktorandIn im Lande sich dort bewerben und bei 100 DoktorandInnen allein in unserem Programm (nur eine Uni in Tennessee, nur Psychologie) kommt da landesweit einiges zusammen. Nun ja, eine gute Uebung war es trotzdem, wenn auch mal wieder eine dieser Uebungen in Demut (allein wegen der Chancen, die einem von allen Seiten schonend als gleich null berechnet werden). Ich habe drei Stunden mit meinem Prof an dem Forschungsvorhaben heute gesessen und nachdem ich lange kreidebleich da sass, weil er jeden Absatz umformulierte, sagte er schliesslich, dass ich gut schreibe und er meine Arbeit mag. Hmmm... ob da das (doktor)vaeterlich Beschuetzende in ihm durchkam? Aber lieber so, als gar kein Lob. So konnte ich dann wenigstens erhobenen Hauptes mein Tagwerk beenden und nicht voellig verzagt nach Hause gehen.
Das ist also geschafft! Vor Februar/ Maerz werde ich wohl nicht davon hoeren...

Diese Woche steht fuer Patrick und mich je noch ein Leckerli an:
Patrick faehrt morgen nach Nashville um schon diese Woche sein Dissertationsvorhaben zu verteidigen. Mittwoch vormittag muss er sich der Kommission stellen und wenn alles gut geht, ist das seine vorletzte grosse Huerde zum PhD (abgesehen vom eigentlichen Schreiben). Danach kommt erst wieder die eigentliche Verteidigung und das wird bestimmt noch ein, zwei Jaehrchen dauern!?
Ich fuer meinen Teil darf am Donnerstag eine Klausur in Statistik (Strukturgleichungsmodelle) zwar zu Hause schreiben, muss das aber in 10 durchgaengigen Stunden abschliessen. Jawohl, ZEHN STUNDEN KLAUSUR. Juhu. Das klingt nach 'ner Menge Zeit. Wenn man aber bedenkt, wie lange es dauert, diese Modelle aufzustellen und wie frustrierend es sein kann, wenn die winzigste Kleinigkeit das Statistikprogramm nicht zum Laufen bringt, verspricht das ein interessanter Tag zu werden. Frustrationstoleranz, sage ich nur...

So, Zeit zum Abschalten. Computer und Kopf. :)

Gute Nacht!

Thursday, November 01, 2007

Lange Pause

Es ist höchste Zeit für einen neuen Eintrag, denn es gibt viel zu berichten. Es waren ein paar sehr hektische Wochen, in denen irgendwie alles auf einmal kam. Ich fasse mal wieder nach Rubriken zusammen

1. Uni
Patrick und ich stecken beide mitten im Semester (fast schon Endspurt). Er ist gerade auf einer Konferenz und hat nächste Woche seinen Termin, sein Dissertationsvorhaben zu verteidigen. Wir hoffen, dass das gut laufen wird, denn sein Professor hat ihm den 40-seitigen Antrag wieder und wieder zur Revision geschickt, damit es jetzt auch wirklich keine Überraschungen mehr gibt. Hoffen wir, dass dem so ist. Dann kann Patrick mit dem eigentlichen Schreiben der Arbeit anfangen - nach 3.5 Jahren Kursarbeit und Pipapo.
Bei mir ging es in den letzten Wochen auch heiss her. Ich hatte einen Vortrag, einen Konferenzbeitrag (nur ein Poster, aber das will auch vorbereitet sein), einen Drittmittelantrag (fast schlimmer als sich für ein PhD Programm zu bewerben), eine Bewerbung für einen Preis und Hausaufgaben alle auf einmal vorzubereiten. Mittlerweile habe ich meinen ersten Vortrag im Institutskolloquium gehalten. Es lief gut, aber mehr als einmal im Jahr will ich das auch nicht unbedingt machen :) Letztes Wochenende war dann die erste Konferenz, an der Duke University in North Carolina. Eine richtig tolle Uni mit allem Drum und Dran - da verblassen die öffentlichen Unis (wozu die University of Tennessee gehört) natürlich im Vergleich. Die Konferenz lief gut, mein Poster auch und es war nett, ein paar der neuesten Forschungsbeiträge zu hören und Gesichter zu Namen zuordnen zu können. Am kommenden Dienstag ist dann der Drittmittelantrag fällig bei der National Science Foundation. Dabei würde es sich um richtig viel Geld handeln (verhältnismässig, natürlich, wobei das im Moment nicht viel zu heissen hat, da die Uni einen hier finanziell wirklich wenig unterstützt). Das Problem ist, dass natürlich nur ein Bruchteil aller Anträge gefördert werden können und wenn man sich die letzten Jahre ansieht, gehen diese Gelder immer an die gleichen Unis. Die "Eliten" - weil die es wie immer auch sind, die aufgrund ihrer Mittel schon gute Forschung auf die Beine stellen können, gute Leute haben und die Extra Mittel vielleicht auch nicht ganz so sehr brauchen, wie die öffentlichen Unis. Aber so ist das eben. Zumindest ist es eine gute Übung, sein eigenes Forschungsorhaben sauber und klar zu formulieren. Das hilft einem selbst auch schon weiter. Mein Professor war diese Woche im Urlaub (auf Hawaii), so dass ich es etwas ruhiger angehen lassen konnte. Nicht, dass er ein "Sklaventreiber" ist, aber man arbeitet doch schon anders, wenn man weiss, dass er (theoretisch) jederzeit ins Zimmer kommen oder man jederzeit Arbeit abliefern könnte. Nächste Woche steht dann eine schriftliche Prüfung in meinem Strukturgleichungsmodellkurs (wow!) an...zum Glück dürfen wir zu Hause an dem Projekt arbeiten (was wir jedoch in 10 Stunden am Stück beenden sollen!). Danach müsste das Semester sich langsam dem Ende neigen. Es sind noch etwa 4 Wochen und dann war's das auch schon.

2. Soziales
Es läuft und wir fühlen uns mehr und mehr integriert, wobei viele Kontake eher oberflächlich sind und mich nach wie vor 3x/Woche abends (nachts) wegzugehen mehr stresst als entspannt. Aber ich mache es eben ab und zu mit, hauptsächlich um die noch wachsenden Kontakte lebendig zu halten und hier und da zu stärken. Es fällt eben doch auf, wer sich häufiger und wer sich seltener blicken lässt. So dann auch morgen abend - es gibt eine Halloween Party und das ist wieder eine der größeren Ereignisse. Ich werde mich als "purple people eater" verkleiden ... das ist eine Figur aus einem Kinder(?)lied hier, die wohl alle kennen. Mal sehen, wie das wird.

3. Haus & Heim
Alles hübsch. Es wird kälter (klar) und wir hoffen, dass wir in diesem Haus nicht so frieren werden wie im letzen, wo die Heizungsluft gleich wieder durch die Fenster nach draußen flog. Wir haben auch im Garten ein bisschen was gepflanzt... ein paar Frühblüher hauptsächlich, damit wir ab Februar oder März wieder Farbe sehen. Sonst gibt's nichts Neues zu berichten, glaube ich.

So, und weil gestern Halloween war, gibt es zum Abschluss noch ein Bild meines ersten eigens ausgekratzten und gestalteten Kürbisses...



Thursday, October 04, 2007

Geburtstagsfeierfotos





Mitt-Semester

Ich habe lnage nichts von mir hören lassen...ein Indiz dafür, dass es hier hektisch(er) wurde über die letzten Wochen. Selbst die wenigen Kurse, die ich belege, halten mich auf Trapp...hauptsächlich bin ich mit Lesen, Lesen und mehr Lesen beschäftigt. Seit dieser Woche lassen wir meine erste Studie laufen...ganz schön aufregend. Ich habe zum ersten Mal einen Fragebogen am Computer entworfen, der die Antworten gleich in eine Datendatei überträgt...man spart sich also stundenlanges Dateneintippen. Wir haben 6 Computer in unserem Labor, an denen wir an 6 Tagen pro Woche von 9-22 Uhr stündlich Studien laufen lassen. Da könnt ihr Euch vorstellen, dass bei ca. 3000 Psychologie BachelorstudentInnen, die alle 4 Vesuchspersonenstunden absolvieren müssen, schnell ein guter Datenpool zusammenkommt. Sehr aufregend...
Da das nun läuft, beschäftige ich mich jetzt langsam damit, meinen ersten Kolloquiumsvortrag vorzubereiten (das Kolloquium ist hier nicht immer sehr freundlich, weshalb ich ganz schön nervös bin)...und mein erstes Poster. In 3 Wochen fahre ich auf die erste Konferenz, auf der ich eben dieses vorstelle. Die Konferenz ist an der Duke University und eher eine kleine Konferenz, aber so ist es gut für mich, mein Poster erst einmal in kleinerem Rahmen vorzustellen. Es ist ganz schön unglaublich, für wieviele Drittmittel und Anerkennungen man hier ermutigt wird sich zu bewerben. Nicht, weil man so gut ist, aber eben weil man die Anerkennung und das Geld gut gebrauchen kann, weil es viele solcher Auszeichnungen gibt und weil man lernen muss, nein gesagt zu bekommen. Also bewerbe ich mich zusätzlich in diesem Herbst für einen Preis, einen Forschungszuschuss (der in den letzen Jahren überwiegend an die armen Harvard, Yale, Stanfrod, etc. Studenten gegangen ist ;-)) und einen 6wöchigen Sommerkurs in Norwegen (ja! mit viel Glück komme ich im Sommer wieder nach Europa :)).

Abgesehen davon war die letzte Woche nicht so toll. Langsam kristallisiert sich ein bisschen die zwischenmenschliche Dynamik bei einigen von uns heraus und es gibt da eben Leute, die Informationen für sich behalten, Gruppenprojekte entweder alleine fertigstellen, oder passiv aggressiv in letzter Minute ihren Beitrag einreichen, oder auf Fragen per Telefon & Email nicht reagieren. Es handelt sich in diesem Fall zum Glück nur um einen, aber das reicht. Sowas kann ich ja leiden. Leute, die sich an den Schwächen anderer aufgeilen... die Tatsache, dass diese Person sich hinter verschlossenen Türen eine ins Fäustchen lacht finde ich fast noch widerlicher als offene Arroganz. Aber so ist das eben. Irgendwie denken viele, sich vor ihren Kommilitonen profilieren zu müssen und da fliessen dann bei einigen schon mal Tränen (hab' die Woche schon zwei Mal trösten müssen :(). Meine Zimmergenossin hat auch gerade Liebeskummer (ein übrigens fast lästiges Thema...es scheint sich manchmal alles darum zu drehen, wie und wo man hier am besten andere Singles kennenlernen kann) und so herrschte diese Woche allgemein keine so tolle Stimmung. Mag auch sein, dass wir alle reif für eine Pause sind (wir haben nächsten Do und Fr Herbstferien :)), wer weiss?

Zum Abschluss noch was Erfreuliches: Unsere kleine Party letzte Woche war sehr schön. Es kamen viele Leute und wir hatten, glaube ich, alle viel Spass bei Musik und Essen und Lagerfeuer. Ein paar Fotos hänge ich an. Die Mädels haben mir einen riesigen Geburtstagskuchen gebacken, was ich echt lieb fand. :)

So, Zeit für ein bisschen Statistik. Juhu. Macht's gut, ihr alle miteinander...


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Friday, September 21, 2007

Internationaler Tag des Friedens

...das ist heute und ich werde die Chance gleich nutzen, hier mal wieder was zu schreiben (nicht, dass das zum Friedenstag beitraegt, aber ihr versteht schon). Lang, lang ist's her, sehe ich gerade.

Tja, heute beende ich meine 5. Woche hier an der Uni und bisher ist das Fazit gut. Es gab aufs und abs, aber alles in allem fuehle ich mich ganz wohl. Beziehungsweise gefordert...und gefoerdert. Ich mag meinen Professor... wir haben mittlerweile auch unser erstes Forschungsvorhaben beim Ethikrat eingereicht (unfassbar, was man hier alles tun muss, um eine pupsige Fragebogenstudie durchzuboxen... so'ne Buerokratie habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt). Er ist sehr geduldig und hilfsbereit und wirklich daran interessiert, dass ich lerne und alle moeglichen Erfahrungen sammle. Noch sind alle Neuanfaenger etwas unsicher und schuechtern (die Angst, man wurde faelschlicherweise angenommen, ist wie ein Virus im ersten Jahr), aber alles in allem laeuft es schon ganz gut. Probleme bereiten mir mein Hang zum Perfektionismus und Statistik (die Tiefen der Strukturgleichungsmodelle sind unergruendlich). Meine 2 Statistikkurse allein fuellen ein gutes Zeitpensum mit je 3 h woechentlich plus ca. 4 h Hausaufgaben pro Kurs. Bleibt die Hoffnung, dass da auch was haengen bleibt :)
Seit dieser Woche fahre ich auch taeglich mit dem Bus zur Uni (Semesterticket gibt's hier auch, fuer ganze $35). Ein ziemliches Erlebnis! Der Bus selbst ist eine Art Minibus und faehrt so ziemlich von Haustuer zu Haustuer, in etwa 30 min (solange es auf der Strecke liegt, halten die Fahrer auf Signal hin eigentlich ueberall). Der Bus faehrt nur jede Stunde, aber da ich meistens nicht zu einer bestimmeten Zeit hier sein muss, ist das kein Problem. Ueberwiegend ist es leider die Unterschicht, die mit dem Bus faehrt...bis auf den vereinzelten Angestellten oder Studenten. Da kriegt man eine gute Dosis der hiesigen "Kultur" mit (Knoxville ist traditionell eine recht arme, konservative, einfache, und unterpriviligierte Stadt...muss ich mehr sagen?).

Auch sonst geht es uns gut. Das Haus steht noch (schlechter Witz) und wir werkeln jedes Wochenende ein bisschen an 'was anderem rum, um das Umfeld etwas netter zu machen (siehe Kellertreppe, Baeume pflanzen, Regale bauen, etc.). Patrick arbeitet taeglich ein bisschen an seiner Dissertation, bzw. der Planung und wird demnaechst sein Vorhaben verteidigen um offiziell gruenes Licht fuer den Start zu bekommen.

Highlights fuer die naechste Woche sind mein erstes Football-Heimspiel morgen. Ich Wahnsinige habe mich mit einer Kommilitonin als Freiwillige zum Recycling gemeldet. Karten fuer das eigentliche Spiel haben wir nicht mehr bekommen, aber wir werden totzdem mitten im Trubel sein. Juuhuu.
Fuer naechsten Samstag haben wir ein kleines Lagerfeuer als Geburtstags-und-Haus-Einweihungsfeier geplant... Hoffentlich gibt's dann auch wieder Fotos :)

Jetzt muss ich los, mal wieder was tun ehe es ins Wochenende geht...

Sunday, September 09, 2007

Partyfotos

Kurz zur Erklärung: Gestern abend war die Party für alle Neuankömmlinge im Institut und ich sage Euch... so'ne Party hab' ich seit Schulzeiten nicht erlebt. Bierfässerhandstände (will heissen: man trinkt Bier aus nem Schlauch während man den Handstand macht) und andere Trinkspiele. (Wie ihr mich kennt war ich natürlich ganz in meinem Element ;-)). Nichtsdestotrotz war es ganz nett und ich habe ein paar Fotos. Gestern war übrigens auch das erste Heimspiel des Football Teams (sie haben gewonnen!). Daher das viele orange...

Es ist spät, muss noch was tun. Mehr später. Jetzt erstmal Fotos:


...die (Haar)Farben der University of Tennessee



mit Erin, meiner Zimmerkollegin


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Monday, September 03, 2007

Wochenendprojekt

vorher:

während:

nachher:



Das Ende einer ersten vollen Woche

Nach der ersten "richtigen" Uni Woche das Wichtigste in Kuerze:

1. Uni
Ich belege dieses Semester nur 2 Statistikkurse (je 3 SWS), 2 Kolloquien (1 SWS) und 1 Forschungskurs (3 SWS). Ist also wirklich nicht ueppig und mittlerweile aerger ich mich ein bisschen, nicht doch noch einen Kurs mehr belegt zu haben. Es sieht naemlich ganz so aus, als muesste ich die Mehrheit der Kurse nochmal belegen, da mir so richtig viel nicht anerkannt werden wird (wenn ueberhaupt). Ich habe auch eine alte Professorin von mir (die jetzt in den USA lehrt) angeschrieben und sie war ganz ehrlich der Meinung, dass ich so viel wie moeglich nochmal belegen sollte, da es alles sehr viel detaillierter ist und spaeter bessere Jobchancen verspricht. Nun ist meine Hoffnung darauf geschrumpft, vielleicht 1 oder 2 Kurse anerkannt zu bekommen, damit ich nicht nochmal Entwicklung oder Biologie oder sowas belegen muss. Selbst das ist nicht gewiss. Ein ziemlicher Knaller, da das natuerlich auch wieder mehr Zeit bedeutet. Da wird schnell klar, warum die Leute hier im Durchschnitt 6 Jahre bis zum Doktor brauchen.
Die Kurse selbst sind bisher sehr hilfreich (Varianzanalyse ist soweit nicht grossartig neu, aber trotzdem eine gute Auffrischung). Wir bekommen in jedem Kurs Hausaufgaben (!), die wir allerdings in Gruppen loesen koennen und sollen, und der Kurs zu Strukturgleichungsmodellen hat uns damit gleich 4 Stunden beschaeftigt...fuer ein Drittel der Aufgaben. Die restlichen 2/3 sind uns vollkommen unklar und muessen somit unbearbeitet bleiben, was ein bisschen frustrierend ist. Allerdings scheint der Professor den Kurs absichtlich so angelegt zu haben, dass man viele Fehler macht und viel scheitert, aber daraus eben dann lernt. Wir werden sehen, wie es morgen laeuft...
Ansonsten habe ich in der vergangenen Woche nichts fuer mich geschafft, da ich Stundenplaene fuer das Labor hier schreiben musste. Wir haben 1 Professor, 2 Doktorandinnen und 10 HiWis. Die HiWis sind dafuer zustaendig, dass Experimente hier taeglich (!) von 9-23 Uhr (!) laufen, bzw. dass in Ruhephasen Daten eingegeben werden. Das ist natuerlich prima fuer uns, da es uns etwas den Ruecken frei haelt. Allerdings muessen die 10 HiWis koordiniert und eingearbeitet werden (jeder HiWi muss 3 h zum Training kommen)...und das ist unsere Arbeit. Dass das eine logistische Herausforderung ist, koennt ihr Euch sicher vorstellen. Da geht viel Zeit drauf und so bin ich heute (an einem Feiertag) hier, um endlich etwas fuer mich zu schaffen. Da ich mir das Buero mit der anderen Doktorandin (und ab naechster Woche mit dem Hiwi vom Dienst) teile, ist es auch nie wirklich ruhig hier, was mich ziemlich stoert. Wenn sich das nicht gibt, werde ich mir wohl doch ein externes Oertchen zum Arbeiten suchen muessen.

2. Soziales
Ich habe eine kleine Gruppe an Leuten gefunden, die sehr nett sind (die Haelfte davon ist allerdings so gut wie fertig) und mit denen habe ich am Freitag abend die erste (und einzige?) Schwulenbar der Stadt besucht (ich bin uebrigens ueber die sozialen Kontake sehr froh, allerdings noch vorsichtig, denn sowas braucht einfach Zeit... Aber es ist ein Anfang :)). Durchaus ein Erlebnis! Gestern abend haben wir dann in aehnlicher Runde das groesste Feuerwerk der USA hier in Knoxville ("Boomsday"...nebst 1982er Expo und Football das einzig andere, wofuer Knoxville beruehmt ist) angeguckt. Ziemlich beeindruckend, muss ich schon sagen!
Apropos football...die Saison hat begonnen und somit auch das Fieber. Das ist hier wirklich ein Riesending (das lokale Team ist wohl auch noch sehr gut). Momentan sind es alles Uniteams, die gegeneinander spielen, aber die Fans sind alt und jung und haben oft mit der Uni selbst gar nichts zu tun (im Gegenteil). "Unser" Team (die University of Tennessee Volunteers) hat am Samstag sein erstes Spiel der Saison gegen Berkeley verloren. Naechsten Samstag gibt es ein Heimspiel und allen Erzaehlungen und guten Ratschlaegen nach sollte man an diesen Tag nicht aus dem Haus gehen. Dass ich mit diesem ganzen Theater nicht viel anfangen kann, koennt ihr Euch ja sicher vorstellen.

3. Zu Hause
Wir haben beschlossen, dieses Wochenende zu nutzen um unsere eklige Kellertreppe (der Keller wurde zu unserem Leid nicht modernisiert). Ich will gar nicht im Detail darueber nachdenken, was auf diesen Stufen und in diesem Keller alles gewesen sein muss. Wir schliessen definitiv auf mehrere Katzen...deren Urin nur ein Teil dessen ist, was auf diesen Stufen alles vor sich hin keimte. Also haben wir die Bretter rausgerissen und mit neuen, frisch (eigens) wasserfest lackierten und gebeizten Brettern ersetzt. Patrick hat gute 2 Tage damit zugebracht, aber jetzt ist es geschafft und wir bilden uns ein, es riecht gleich viel besser in diesem dunklen, nassen Keller ;-) Fotos folgen...

Wednesday, August 29, 2007

facebook

An alle, die noch nicht genug Zeit am PC zubringen und Lust haben, immer mal kleine Nachrichten hin und her zu schicken (wie schreibt man das?)... ich bin dem amerikanischen Studi VZ aufgelaufen (was längst nicht mehr nur das amerikanische, sondern mittlerweile durchaus das weltweite Studi VZ ist) und leider ziemlich begeistert (wer hätte das gedacht?)... ihr versteht schon, was ich sagen will ;-) Mutige vor!

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Monday, August 27, 2007

Aus die Maus

Ausdauer hat gesiegt! Gestern kurz nach Mitternacht (und...das will ich hier explizit gesagt haben..nachdem ich die Mausefalle nach erneuter Interaktion mit dem Eindringling strategisch aeusserst clever am Ausgang seines Verstecks unter unserem Geschirrspueler plaziert habe ;-)) schnappte etwas in der Kueche und danach hoerte ich verzweifeltes Scharren. Ich in die Kueche, Licht angemacht...und sofort wurde meine Vermutung bestaetigt: FEIVEL IST IN DIE FALLE GELAUFEN. Also ich wieder zurueck, Patrick geweckt, und mit vereinten Kraeften (sprich: ich habe aus sicherer Entfernung beobachtet) den kleinen Kerl auf gegenueberliegender Strassenseite ausgesetzt. Das muss sein Geburtstagsgeschenk fuer Patrick gewesen sein. Endlich. Hoffentlich ist das Problem jetzt geloest, denn es haeufen sich die Beweise, dass Feivel es sich ueberall in unserem Heim gemuetlich gemacht hat.

Sunday, August 26, 2007

1. Woche

Ihr seid sicher gespannt wie die erste Woche war. Gemischt. Dienstag und Mittwoch waren sehr nett, Donnerstag und Freitag nicht ganz so. Wieso? Weil ich mich da das typische Ich-bin-neu-Gefühl überkommen hat. Das Gefühl, nicht zu wissen, wo man hin muss, was man tun und lassen sollte, wer nett ist, wen man was fragen kann, wer einen mag und wen man selbst mag, wo es Kaffee und Mittagessen gibt, wie man aus dem Gebäude raustelefoniert, wen man besser grüßen sollte (obwohl man ihn/sie nicht kennt), wann zuviel gefragt zuviel gefragt ist, ob man schon was wichtiges verpasst hat, usw... Das ist doof. Wieder und wieder und wieder. Und der einzige Weg, da rauszukommen, ist mitzuspielen und jeden Tag zu versuchen, etwas Neues zu lernen. Kurse hatte ich bisher erst einen - Varianzanalyse bei meinem Prof. War viel Wiederholung, aber sehr nett...und so bleibt die Hoffnung, dass die ganze Statistik doch noch durchdringe ...ein bisschen. Am Dienstag kommt der Hammer: Strukturgleichungsmodelle. Puuh, das wird kein Zuckerschlecken. Hab' den Kursplan schon gesehen, und da ist von Hausaufgaben und MItarbeitsnoten über Klausuren und Übungen alles dabei. Oh weh... Ansonsten habe ich mich schon auf das Vorstellen meiner Arbeit im Kolloquium eingelassen...besser gleich am Anfang, wo man noch den Neuseinsbonus bekommt. Was ich da vorstellen soll, weiss ich noch nicht so genau, da ich mir momentan etwas unsicher bin, was ich eigentlich forschen will. Mein Prof hat mir grünes Licht für eine Idee gegeben, die ich jetzt viel weniger ausgereift finde, als mir lieb wäre (und so tut sich wieder die Frage auf: frage ich ihn nochmal, oder tue ich einfach und frage dann später?). Was noch? Ach ja. Es gibt da so einen Kurs "Einführung in die Universitätslehre". Den wollte ich eigentlich umgehen, da ich ja nun 2 Jahre unterrichtet habe und man da wohl nur gegenseitig seine Powerpoint Präsentationen begutachtet. Der Typ hat mir einerseits angeboten, mich bei einer VL zu beobachten (die ich halte, wohlbemerkt), mir aber andererseits zu verstehen gegeben, dass es immer besser ist, diesen Kurs zu belegen (denn dann kiregt man die grossen, sprich 300 Leute!, Vorlesungen, für die man extra Geld bekommt...und später bessere Jobs, angeblich). Aber dieses Semester will er mich nicht mehr reinlassen. Bu. Also werde ich ihn wohl doch noch einfach nächstes Semester belegen. Weil so 3 SWS ja nicht besser verbracht werden könnten. Somit belegen alle anderen viel mehr Kurse im Moment als ich, aber dafür komme ich ja auch schon mit einem Diplom und im Endeffekt geht es ja auch darum, dass ich alles in meinem Rahmen und Tempo schaffe. Ein Eingewöhnungssemester geb' ich mir :)
Tja, und sonst? Wir waren gestern in Chattanooga, einer kleinen Stadt in Süd-Tennessee, gleich an der Grenze zu Georgia. Seeehr nett. Viele Fußgängerzonen und nette kleine Geschäfte und Gallerien und Cafès und Hügel und und und. Kleiner als Knoxville, aber durch die lebhafte Gestaltung der Stadt kommt es einem viel größer vor. Ihr seht...ich stehe mit Knoxville noch immer ein bisschen auf Kriegsfuß.
Zu Hause ist alles gut. Bis auf die dumme Maus, die wir noch immer nicht gefangen haben. Ich habe letztens entdeckt, dass das Vieh meine Sojakerze (ein Geschenk!) zu guten Stücken verputzt hat (nein, ich irre mich nicht). Das Bedenkliche daran ist, dass die Kerze auf dem Schrank steht und ich jetzt weiss, dass die gute Maus durch unser Schlafzimmer flitzt und ihr Unwesen treibt, wenn wir nicht da sind oder schlafen. Gestern kam sie abends hinter dem Fernseher vorgeflitzt und hat sich im nächsten Zimmer Gott-weiss-wo versteckt. Langsam hört bei mir der Spaß etwas auf und ich erwäge eine ganz stinknormale Mausefalle zu kaufen...bei der der armen Gestalt das Genick gebrochen wird (übel, ich weiss). Fühle mich bei dem Wissen, dass eine Maus es sich in einen Sachen gemütlich macht, wenn ich nicht da bin, nicht so wohl...
So, jetzt geh' ich 'was essen, denn morgen geht Woche 2 los und ich will noch 'ne Runde laufen gehen (drückt mir die Daumen für Dienstag...das superkrasse Seminar). Ich werde berichten...

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Sunday, August 19, 2007

Der Countdown läuft

So, wir sind wieder da, zurück in Knoxville. Das Wochenende war lang und vollgepackt, aber überwiegend nett. Wir haben viele Leute (wieder)gesehen und viele Sachen erledigt, so dass es jetzt hier wirklich losgehen kann. Morgen abend ist mal wieder ein Zusammenkommen aller Psychologie-DoktorandInnen in einer Bar (3 Abende in der Woche auszugehen scheint keine Seltenheit zu sein), diesmal sollen zum ersten Mal alle Neulinge kommen. Wir werden sehen, wer sich da so blicken lässt... Am Dienstag geht's dann los (ich weiss, ich hab das jetzt erst 26 Mal beiläufig erwähnt) und vor lauter Nervosität hab' ich mir am Wochenende mein rechtes oberes Ohr piercen lassen (sprich: einen Stecker durch den Knorpel...klingt lecker, ne?) :) Natürlich haben die zwei nichts miteinander zu tun, aber ich bilde mir ein, dass Neuanfänge häufiger solch äußere Veränderungen wie Haareabschneiden oder -färben mit sich bringen, wieso da nicht ein weiteres Ohrloch? Würde Euch ja gern mit einem Foto beweisen, dass es total harmlos und diskret ist, aber die Kamera hat sich nicht zu einem brauchbaren Foto überreden lassen. Also bei den nächsten Fotos zufällig mal hingucken ;-)

Will Euch nicht mit ausführlichen Beschreibungen meines steigenden Lampenfiebers (na ja) langweilen. Also: Licht aus, schlafen gehen. Das nächste Mal gibt's dann sicher schon die ersten Uniberichte! :)

Thursday, August 16, 2007

P.S.

Für die, die es wissen wollten: Feivel ist noch auf freiem Fuß und verschmäht seit nunmehr Tagen das extraleckere Mäusefutter, das Patrick als Lockmittel für die Lebendfalle (will heißen: der Gute wird nicht abgemurkst, sondern nur eingesperrt) gekauft hat. Jawohl, wir spielen Katz und Maus... :)

Albuquerque

...liegt irgendwo in New Mexico und wird mich irgendwann im Februar (wie es aussieht auf Kosten der Uni) willkommen heißen :) Ich habe soeben erfahren, dass mein Beitrag (Teil der Diplomarbeit) bei der Konferenz der Society for Personality and Social Psychology angenommen wurde. Das klingt vielleicht nicht weiter aufregend, aber mir wurden keine großen Hoffnungen gemacht, dass es klappen würde (allein aufgrund der Menge der Beiträge)...somit ist die Überraschung jetzt umso größer und erfreulicher. Das versüßt den Unianfang am Dienstag gleich etwas. Der große Tag rückt immer näher und die Aufregung steigt (nervös? ich?). Aber bis dahin ist ja noch viiiiiieeeeel Zeit. Jetzt ist es erstmal nach Mitternacht und böse Stimmen behaupten, ich müsse morgen "mal früher" aus dem Bett fallen. Es geht wieder nach Nashville, diesmal für eine Babyparty. Was ist das? Wirklich gute Frage und irgendwie auch schlechtes Thema (aus gaaaaaanz vielen Gründen, u.a., dass ich sowas vor der Geburt etwa so logisch finde wie 40 Tage vor 'nem großen Geburtstag zu feiern; alle anderen Gründe lassen wir jetzt mal). Das ist im Grunde wie ein Polterabend, nur Wochen und Monate vor der Geburt, ohne Hochzeit und ohne Poltern (also doch nicht wie ein Polterabend). Laut Protokoll (wenn ich es denn richtig verstehe...das ist nämlich komplizierter, als es scheint, bitte glaubt mir!!!) geht das etwa so: Das werdende Elternpaar rennt kurz nach dem ersten Ultraschall in die gängigsten Konsumtempel, eröffnet dort je eine Wunschliste, auf die dann vom Sapperlätzchen bis zur Windeltragetasche über Nuckelflaschen, Penatencremes, Kinderwagen, Autositze, Hochstühle, und (neuerdings ganz beliebt) auch Öko-Babywaren alles kommt. Hinz und Kunz (wortwörtlich) werden dann über freudiges Ereignis per Karte informiert und können alsbald loslaufen (natürlich in allen 50 Staaten, da es die Konsumtempel ja Gott sei Dank in jedem Einkaufszentrum Amerikas gibt), die Wunschliste abkaufen, alles einpacken lassen und...jetzt sind wir bei dieser Feier...auf das werdende Paar bei einem Kaffeekränzchen mit niedlichen Spielchen regnen lassen. Man schenkt also nicht zur Geburt, sondern Wochen, manchmal Monate, davor. Und was auch immer ihr jetzt denkt: Wetten, ich stimme Euch zu?
Zu Hochzeiten ist das übrigens ein sehr ähnliches Prozedere (ihr erinnert Euch, vor etwa einem halben Jahr waren wir schonmal zu so einem Geschenkeregen eingeladen?). Ich bin mir noch nicht sicher, ob und welche Tradition mir mehr einleuchtet, um ehrlich zu sein. Eins steht fest: Patrick freut sich besonders auf die Spiele :-)
Ich für meinen Teil werde die Gunst der Stunde nutzen und bei meiner alten Schule vorbeischauen...jetzt, da ich da nicht mehr arbeite, kommt sogar sowas wie Vorfreude bei dem Gedanken daran auf ;-)

So, jetzt ist aber wirkich Zeit fürs Nachtlager. Mehr, wenn wir wieder da sind... Ahoi...

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Wednesday, August 15, 2007

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Saturday, August 11, 2007