1. Uni
Patrick und ich stecken beide mitten im Semester (fast schon Endspurt). Er ist gerade auf einer Konferenz und hat nächste Woche seinen Termin, sein Dissertationsvorhaben zu verteidigen. Wir hoffen, dass das gut laufen wird, denn sein Professor hat ihm den 40-seitigen Antrag wieder und wieder zur Revision geschickt, damit es jetzt auch wirklich keine Überraschungen mehr gibt. Hoffen wir, dass dem so ist. Dann kann Patrick mit dem eigentlichen Schreiben der Arbeit anfangen - nach 3.5 Jahren Kursarbeit und Pipapo.
Bei mir ging es in den letzten Wochen auch heiss her. Ich hatte einen Vortrag, einen Konferenzbeitrag (nur ein Poster, aber das will auch vorbereitet sein), einen Drittmittelantrag (fast schlimmer als sich für ein PhD Programm zu bewerben), eine Bewerbung für einen Preis und Hausaufgaben alle auf einmal vorzubereiten. Mittlerweile habe ich meinen ersten Vortrag im Institutskolloquium gehalten. Es lief gut, aber mehr als einmal im Jahr will ich das auch nicht unbedingt machen :) Letztes Wochenende war dann die erste Konferenz, an der Duke University in North Carolina. Eine richtig tolle Uni mit allem Drum und Dran - da verblassen die öffentlichen Unis (wozu die University of Tennessee gehört) natürlich im Vergleich. Die Konferenz lief gut, mein Poster auch und es war nett, ein paar der neuesten Forschungsbeiträge zu hören und Gesichter zu Namen zuordnen zu können. Am kommenden Dienstag ist dann der Drittmittelantrag fällig bei der National Science Foundation. Dabei würde es sich um richtig viel Geld handeln (verhältnismässig, natürlich, wobei das im Moment nicht viel zu heissen hat, da die Uni einen hier finanziell wirklich wenig unterstützt). Das Problem ist, dass natürlich nur ein Bruchteil aller Anträge gefördert werden können und wenn man sich die letzten Jahre ansieht, gehen diese Gelder immer an die gleichen Unis. Die "Eliten" - weil die es wie immer auch sind, die aufgrund ihrer Mittel schon gute Forschung auf die Beine stellen können, gute Leute haben und die Extra Mittel vielleicht auch nicht ganz so sehr brauchen, wie die öffentlichen Unis. Aber so ist das eben. Zumindest ist es eine gute Übung, sein eigenes Forschungsorhaben sauber und klar zu formulieren. Das hilft einem selbst auch schon weiter. Mein Professor war diese Woche im Urlaub (auf Hawaii), so dass ich es etwas ruhiger angehen lassen konnte. Nicht, dass er ein "Sklaventreiber" ist, aber man arbeitet doch schon anders, wenn man weiss, dass er (theoretisch) jederzeit ins Zimmer kommen oder man jederzeit Arbeit abliefern könnte. Nächste Woche steht dann eine schriftliche Prüfung in meinem Strukturgleichungsmodellkurs (wow!) an...zum Glück dürfen wir zu Hause an dem Projekt arbeiten (was wir jedoch in 10 Stunden am Stück beenden sollen!). Danach müsste das Semester sich langsam dem Ende neigen. Es sind noch etwa 4 Wochen und dann war's das auch schon.
2. Soziales
Es läuft und wir fühlen uns mehr und mehr integriert, wobei viele Kontake eher oberflächlich sind und mich nach wie vor 3x/Woche abends (nachts) wegzugehen mehr stresst als entspannt. Aber ich mache es eben ab und zu mit, hauptsächlich um die noch wachsenden Kontakte lebendig zu halten und hier und da zu stärken. Es fällt eben doch auf, wer sich häufiger und wer sich seltener blicken lässt. So dann auch morgen abend - es gibt eine Halloween Party und das ist wieder eine der größeren Ereignisse. Ich werde mich als "purple people eater" verkleiden ... das ist eine Figur aus einem Kinder(?)lied hier, die wohl alle kennen. Mal sehen, wie das wird.
3. Haus & Heim
Alles hübsch. Es wird kälter (klar) und wir hoffen, dass wir in diesem Haus nicht so frieren werden wie im letzen, wo die Heizungsluft gleich wieder durch die Fenster nach draußen flog. Wir haben auch im Garten ein bisschen was gepflanzt... ein paar Frühblüher hauptsächlich, damit wir ab Februar oder März wieder Farbe sehen. Sonst gibt's nichts Neues zu berichten, glaube ich.
So, und weil gestern Halloween war, gibt es zum Abschluss noch ein Bild meines ersten eigens ausgekratzten und gestalteten Kürbisses...


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