Monday, November 05, 2007

Geschafft

...in jeglicher Hinsicht. Es ist vollbracht: Mein erster Drittmittelantrag ist eingereicht und ich schwoere, das war eine Tortur. Etliche Aufsaetze und Empfehlungsschreiben und beglaubigte Dokumente - eben wieder eine richtige Bewerbung fuer etwas, dessen Erfolg so wahrscheinlich ist wie ein Lottogewinn. In diesem Falle ist das auch Realismus, und nicht Pessimismus. Es gibt abertausende Bewerbungen aus allen Natur- und Sozialwissenschaften und es werden in den ganzen USA vielleicht 1000 gefoerdert. Das klingt viel, ist aber ein Tropfen auf den heissen Stein, wenn man sich ueberlegt, wie viele Bewerbungen da eingehen. Praktisch kann jede(r) DoktorandIn im Lande sich dort bewerben und bei 100 DoktorandInnen allein in unserem Programm (nur eine Uni in Tennessee, nur Psychologie) kommt da landesweit einiges zusammen. Nun ja, eine gute Uebung war es trotzdem, wenn auch mal wieder eine dieser Uebungen in Demut (allein wegen der Chancen, die einem von allen Seiten schonend als gleich null berechnet werden). Ich habe drei Stunden mit meinem Prof an dem Forschungsvorhaben heute gesessen und nachdem ich lange kreidebleich da sass, weil er jeden Absatz umformulierte, sagte er schliesslich, dass ich gut schreibe und er meine Arbeit mag. Hmmm... ob da das (doktor)vaeterlich Beschuetzende in ihm durchkam? Aber lieber so, als gar kein Lob. So konnte ich dann wenigstens erhobenen Hauptes mein Tagwerk beenden und nicht voellig verzagt nach Hause gehen.
Das ist also geschafft! Vor Februar/ Maerz werde ich wohl nicht davon hoeren...

Diese Woche steht fuer Patrick und mich je noch ein Leckerli an:
Patrick faehrt morgen nach Nashville um schon diese Woche sein Dissertationsvorhaben zu verteidigen. Mittwoch vormittag muss er sich der Kommission stellen und wenn alles gut geht, ist das seine vorletzte grosse Huerde zum PhD (abgesehen vom eigentlichen Schreiben). Danach kommt erst wieder die eigentliche Verteidigung und das wird bestimmt noch ein, zwei Jaehrchen dauern!?
Ich fuer meinen Teil darf am Donnerstag eine Klausur in Statistik (Strukturgleichungsmodelle) zwar zu Hause schreiben, muss das aber in 10 durchgaengigen Stunden abschliessen. Jawohl, ZEHN STUNDEN KLAUSUR. Juhu. Das klingt nach 'ner Menge Zeit. Wenn man aber bedenkt, wie lange es dauert, diese Modelle aufzustellen und wie frustrierend es sein kann, wenn die winzigste Kleinigkeit das Statistikprogramm nicht zum Laufen bringt, verspricht das ein interessanter Tag zu werden. Frustrationstoleranz, sage ich nur...

So, Zeit zum Abschalten. Computer und Kopf. :)

Gute Nacht!

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