Es ist unerträglich heiss geworden...und richtig eklig schwül. Das sind die Wochen in denen all die klimatisierten Häuser richtig angenehm sind... Die Hitze hat auch eine Überraschung mit sich gebracht: Wir haben seit ein paar Tagen einen kleinen, nachtaktiven Mitbewohner...eine kleine Hausmaus, die nachts, wenn wir sie überraschen, auf der Spüle sitzt, guckt, und sich irgendwann auf die Erde plumpsen lässt, von wo sie dann schnell unter die Geschirrspülmaschine flitzt und entkommt. Für den Moment haben wir ihn/sie/es Feivel genannt... Ist auch wirklich niedlich, aber was man so an potentiellen Schäden von Mäusen liest, ist gar nicht so witzig (reicht von angenagten Kabeln bis zu den üblichen reißerischen Todespotentialwarnungen [Mäuse können angeblich das Hantavirus übertragen]) . Also werden wir heute eine kleine Mäusefalle kaufen (eine, die das kleine Ding nicht tötet, sondern einfach nur zuschnappt) und Feivel irgendwo aussetzen. Leider gibt es viele Katzen in der Nachbarschaft, aber wir können ja hier kein Tierheim für Nager und Insekten (die gibt es nämlich bei der Hitze auch ausreichend...obwohl das Haus vom Kammerjäger angeblich ein paar Mal besprüht wurde) einrichten. Ein bisschen bleibt die Frage, wo der gute herkam, da eigentlich alle Wege von draußen und in den Keller abgedichtet gewesen sein müssten, aber wer weiss, welches Hintertürchen wir nicht kennen...
Sonst habe ich angefangen, mehr für die Uni zu lesen. Heute in 2 Wochen geht's los und seit gestern sieht es wohl so aus, als würde ich 2 Statistikkurse belegen (für die, die's interessiert... ein SE ist zur Varianzanalyse, das andere zu Strukturgleichungsmodellen). Das klingt nicht weiter wild, aber das sind pro Seminar 3h jede Woche, über 14 Wochen...plus Hausaufgaben und ordentlich Literatur...da werd' ich also beschäftigt sein :). Mit meinem Prof weiss ich noch nicht so richtig was anzufangen, die Kommunikation, vor allem über email, ist sehr kurz und direkt...nicht unbedingt der Stil, den ich gewöhnt bin. Hat aber sicher auch viel mit der Arbeitsmenge zu tun, da schreibt man keine Romane ;-)
Ihr merkt, meine Gedanken drehen sich immer wieder um den Unibeginn (so gesehen wäre es vielleicht gut gewesen, hier 3 Wochen vorher aufzukreuzen, und bis zur letzten Minute mit Auspacken und Einrichtne beschäftigt zu sein)...Aber ein Freund aus Nashville meinte letztens sehr passend, das sei wie die 4. Dimension. Man zerbricht sich ewig den Kopf, weil man sich nicht vorstellen kann, wie alles sein und funktionieren soll bis man es gesehen hat.
Ein paar Freunde aus Nashville sind in diesen Tagen gute Rückendeckung...wir telefonieren viel (die Schule hat dort wieder angefangen, also kriege ich alle Neuigkeiten brühwarm erzählt) und eine Kollegin in meinem Alter, die vor einem Jahr wieder an die Uni in Knoxville gegangen ist, schrieb mir gestern eine Email. Sie wollte mir so viel wie möglich beim Eingewöhnen helfen, da sie den Umzug von Nashville nach Knoxville auch als kleinen Kulturschock empfunden hat. Fand ich sehr nett und so kommen langsam eine handvoll Leute zusammen, die man vor Ort kennt.
Und nun muss ich auch schnell unter die Dusche, da wir jemandem versprochen haben beim Umzug zu helfen...
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