Wednesday, July 11, 2007

Doktoranden-Syndrom

So, nachdem ich die letzten paar Tage hier schon angefangen habe, leicht an mir und meinen Fähigkeiten zu zweifeln, bin ich durch mehrere Unterhaltungen jetzt auf ein und denselben Gedanken bei 4 verschiedenen DoktorandInnen gestoßen: "Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die rausfinden, dass ich gar nicht so gut bin und die mich fälschlicherweise hier angenommen haben. Und dann werden sie mich bitten, zu gehen." Wortwörtlich so. Alle Befragten berichteten diese Gedanken während ihres gesamten ersten Jahres als DoktorandIn gehabt zu haben. ;-) In diesem Falle ist das für mich wissenschaftlich genug, um mein Gemüt zu erheitern. Das trübte sich gestern nämlich wieder (nachdem ich mich letzte Woche als Statistik-Vollidiot gefühlt und wieder etwas erholt hatte), als mein Prof mir einen Mini-Artikel mit Anmerkungen zurückschickte. Nicht unfreundlich, aber eben kurz, bestimmt, detailliert und ohne jegliche Schnörkel. Ich glaube, Rückmeldungen auf dem Niveau werden hier so sachlich gegeben, dass sie schon fast bedrohlich klingen (Patrick las mir die letzte Rückmeldung seines Profs vor...schlacker, schlacker). Ich dachte in meinem jugendlichen Leichtsinn "Was kann man bei 250 Worten über seine eigene Arbeit schon groß verhauen?", aber das ganze Diplomarbeitszeug reicht eben nicht mehr, sondern war bestenfalls Übung...das machen sie Dir schon gleich deutlich. Das wird ein interessantes Jahr, scheint mir...

Da geh' ich doch lieber noch ein IKEA Regal zusammenbauen... da waren wir nämlich gestern und haben die restlichen Möbel für unser neues Heim gekauft. Fotos folgen, wenn alles schön und bunt ist :)

1 comment:

Loki77 said...

Hehe, ja das kenne ich auch!